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Jubiläum

13.07.2019

Mickhausens Altbürgermeister wird 80

Altbürgermeister Anton Müller, von 1982 bis 2008 Rathauschef der Staudengemeinde Mickhausen, feiert am Montag seinen 80. Geburtstag. Sein großer Bauernhof in Rielhofen liegt am „Altbürgermeister-Müller-Ring“.
Bild: Walter Kleber

Anton Müller war 26 Jahre Gemeindechef. Heute ist er Austragsbauer und Oberhaupt einer großen Familie

Großer Bahnhof wird am Montag auf dem „Landherr-Hof“ in dem kleinen Weiler Rielhofen erwartet: Austragsbauer Anton Müller feiert im Kreise seiner großen Familie, mit Ehefrau Fanni, den fünf Kindern und mittlerweile 14 Enkelkindern, seinen 80. Geburtstag. 26 Jahre lang, von 1982 bis 2008, stand der Jubilar als ehrenamtlicher Bürgermeister auf der Kommandobrücke der Staudengemeinde Mickhausen. Obwohl er es im Un-Ruhestand mittlerweile etwas gemächlicher angehen lässt, packt der Seniorchef auf dem Hof noch immer kräftig mit an. Wenn dann noch Zeit bleibt, frönt der heutige Altbürgermeister seinem liebsten Hobby: der Jagd.

Ein Höhepunkt im Jahreslauf des Jubilars ist Ende Juni alljährlich das Kapellenfest auf seinem Hof. Der Namenstag des Kapellenpatrons Johannes des Täufers wird mit Gottesdienst und Festbetrieb gefeiert.

Anton Müller ist am 15. Juli 1939, wenige Tage vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, als zweites von fünf Kindern seiner Eltern Walburga und Alois Müller in Rielhofen geboren. Gemeinsam mit zwei Schwestern und zwei Brüdern wuchs er in der elterlichen Landwirtschaft auf dem „Landherr-Hof“ – so der noch heute gebräuchliche Hausname – auf. Schon bald war klar, dass er als ältester Sohn einmal den großen Bauernhof übernehmen und weiterführen würde. 1965 legte er in der Landwirtschaftsschule in Schwabmünchen die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ab. Am 1. Mai 1969 läuteten für den Hofnachfolger und seine Braut Fanni Knöpfle, eine Bauerstochter aus dem Weiler Kühbach bei Dinkelscherben, die Hochzeitsglocken. Erst vor wenigen Wochen feierten die beiden im Kreis ihrer großen Familie das Fest der Goldenen Hochzeit. Zeitgleich übernahm das junge Paar 1969 die elterliche Landwirtschaft, die – 2004 an den ältesten Sohn Arthur übergeben – heute zu den größten Milchviehbetrieben im ganzen südlichen Landkreis zählt.

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Der Rat des Jubilars war und ist zum Teil auch noch heute in einer Vielzahl landwirtschaftlicher und jagdlicher Gremien, Verbände und Ausschüsse gefragt. Seine kommunalpolitische Laufbahn hatte Anton Müller 1972 in der letzten selbstständigen Amtsperiode der vormaligen Gemeinde Münster unter seinem „Lehrmeister“ Josef Raffler begonnen. 1978 dann, nach der Gemeindegebietsreform, hat er unter Alfred Böhm das Amt des Dritten Bürgermeisters der um Münster und Grimoldsried erweiterten Gemeinde Mickhausen übernommen.

Am 6. Juni 1982, wenige Wochen vor seinem 43. Geburtstag, haben die Wählerinnen und Wähler den Landwirt aus Rielhofen mit dem höchsten Amt der Staudengemeinde betraut. Anton Müller hatte sich damals um die Nachfolge von Alfred Böhm beworben, der das Amt des Bürgermeisters wegen seiner angegriffenen Gesundheit nicht mehr ausüben konnte.

Anschließend haben ihm die Bürgerinnen und Bürger noch vier weitere Male ihr Vertrauen ausgesprochen – 1984, 1990, 1996 und 2002. In jedem dieser Wahlgänge war der frisch gebackene 80er der einzige Kandidat um den Chefsessel im Mickhauser Rathaus, jedes Mal gemeinsam getragen und nominiert von allen politisch aktiven Gruppierungen in den drei Ortsteilen Mickhausen, Münster und Grimoldsried.

Von 2004 bis 2008 stand Anton Müller zudem als Vorsitzender an der Spitze der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Stauden mit ihren fünf Mitgliedsgemeinden. 40 Jahre lang fungierte er zudem als Vorsitzender des kleinen CSU-Ortsverbandes der Staudengemeinde. Am 30. April 2008 hängte er den Bürgermeisterhut an den Nagel und wurde zum Altbürgermeister ernannt.

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