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Schule

10.11.2017

Missionarischer Übereifer

Ein Autofahrer hat zwei Kinder einer Grundschule angesprochen. Jetzt hat die Polizei einen 52-Jährigen ermittelt

Große Aufregung und Unsicherheit herrschte in dieser Woche in Langerringen. Ein unbekannter Mann sprach von seinem Auto aus zwei Schüler in Langerringen an, die auf dem Heimweg von der Grundschule im Bereich der Viktor-von-Scheffel-Straße unterwegs waren.

Er zeigte ihnen ein Heiligenbild, danach liefen die Kinder sofort nach Hause und erzählten ihren Eltern von der unheimlichen Begegnung. Die Schulleitung erstellte einen Elternbrief mit der Bitte um erhöhte Aufmerksamkeit, außerdem wurde der Vorfall in allen Klassen besprochen. Rektorin Anna Maria Bögler sagt, dass das „doch eine Selbstverständlichkeit“ sei, auf diesen Vorfall zu reagieren. Jetzt folgte die Erleichterung: Die Polizei Schwabmünchen hat den Mann gefunden, der aus seinem Auto heraus die Kinder angesprochen hat. Mehrere Hinweise seien bei der Dienststelle seit Bekanntgabe des Vorfalls eingegangen, sagt Schwabmünchens Polizeichef Gernot Hasmüller. Diese führten zum Erfolg: Ein 52-jähriger Landwirt aus dem Landkreis Aichach-Friedberg war der gesuchte Mann.

Die Polizei machte ihn am späten Mittwochnachmittag in Langerringen ausfindig, als er privat unterwegs war. Gegenüber der Polizei gab der Mann zu, mehrere Kinder angesprochen und ihnen Heiligenbilder gezeigt zu haben, berichten die Ermittler. „Er hatte nichts Schlimmes im Sinn“, sagt Hasmüller. Der 52-Jährige erklärte seine Aktion so: Er sei überzeugter Katholik und wolle seinen Glauben verbreiten. In dem Auto des bislang unbescholtenen Mannes fanden die Polizisten weitere Heiligenbilder. Die Polizisten machten ihm klar, dass er solch ein Verhalten in Zukunft unterlassen soll. „Das hat er auch verstanden“, sagt Hasmüller. Der Landwirt versprach, sich künftig von Kindern fernzuhalten.

Rektorin Bögler ist froh, dass diese Geschichte nun ein Ende gefunden hat. Sie lobt die gute und aufmerksame Zusammenarbeit zwischen Polizei, Lehrern, Schülern und Eltern. (mili)

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