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Schule

05.07.2018

Mit Mathematik in die Unendlichkeit

Busse gefüllt mit Leuten, die alle zu McDonald’s wollen und da auf ihren Cheeseburger warten: Nick Schneider erläuterte die unendlichen Zahlen.
Bild: Petra Manz

Ein Abend am Königsbrunner Gymnasium zeigt die vielen Facetten in der hohen Kunst der Rechenaufgaben. Bei der Olympiade machten 23 Teilnehmer mit, am Känguruh-Wettbewerb sogar 200

Dass Zahlen und Rechenaufgaben unterhaltsam sein können, wurde am Abend der Mathematik deutlich, der auch in diesem Schuljahr wieder im Königsbrunner Gymnasium stattfand. Gut 150 Mathematik-Freunde, Schüler, Ehemalige, Lehrer und Eltern hatten sich im Rundling der Schule versammelt und amüsierten sich an diesem bunt gestalteten Abend, den die Fachschaft Mathematik gemeinsam mit den Schülern veranstaltete. Schulleiterin Eva Focht-Schmidt freute sich, dass alle Jahrgangsstufen vertreten waren.

Den Auftakt bildete die Schulband unter der Leitung von Johannes Hornberger, mit „Boulevard of Broken Dreams“ und der eindrucksvollen Stimme von Katharina Geißler, die von Nick Schneider und Patrick Horn musikalisch begleitet wurde. Danach nahm Nick Schneider (Q12) in seinem Vortrag über die Ordinalzahlen das Publikum mit auf eine „Reise durch die Unendlichkeit“, ein Thema, mit dem sich die Oberstufe im Rahmen des von Christine Kube geleiteten W-Seminars „Die Unendlichkeit – Der Umgang mit dem Unvorstellbaren“ auseinandergesetzt hatte.

Dass Astrologie, Astronomie, Philosophie, aber auch Kunst und Religion als Facetten der mathematischen Forschung zur Unendlichkeit betrachtet werden können, verblüffte so manchen erwachsenen Zuhörer. Aber auch das mathematische Rätsel, das die Klasse 6b unter der Leitung von Andreas Siegmund in dem erfrischenden Sketch „Der mysteriöse Fahrradkauf: Wo ist der fehlende Gulden?“ dem Publikum aufgab, löste erst einmal einige Verwirrung bei den nach der Lösung befragten Zuschauern aus.

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Im weiteren Verlauf des Abends präsentierten dann zwei Abiturabsolventen des Jahres 2017 ihre damaligen Seminararbeiten. Da ging es zunächst um die „Die Poincaré-Transformation“, und das Publikum tauchte in die mathematische Denkwelt von Chaos, Fraktalen, Kausalität, Matrizen und Vektoren ein, die Tim Neubert lebendig erläuterte.

Dass „Das Newton-Verfahren in der komplexen Zahlenebene“ faszinierende Kunstmuster erzeugen kann, demonstrierte Peter Huber in seinem Vortrag anschaulich mit farbenfrohen Bildprojektionen. Der mit Spannung erwartete Höhepunkt des Abends war die Ehrung der Schüler, die an den Mathematikwettbewerben des Schuljahrs 2017/18 erfolgreich teilgenommen hatten: Die Mathematikolympiade mit 23 Teilnehmern aus dem Königsbrunner Gymnasium, die in drei Runden ausgetragen wird, und der Känguru-Wettbewerb mit 200 Teilnehmern in Königsbrunn, ein Multiple-Choice-Test mit fast 6 Millionen Teilnehmern aus 60 Ländern, sowie der Bundeswettbewerb Mathematik.

Dabei fiel auf, dass unter den Preisträgern die unteren Jahrgangsstufen 5 und 6 am stärksten vertreten waren, die damit neben den Urkunden auch den Großteil an Buch- und Sachpreisen abräumten, und Mädels und Jungs sich die Begeisterung für Mathematik gleichermaßen teilten. Sogar in den Bundeswettbewerb Mathematik konnte das Gymnasium Königsbrunn diesmal einen Schüler entsenden, der für seine Lösung das Prädikat „Anerkennung“ erhielt.

Walter Schmucker, erster Fachbetreuer Mathematik, der auch die Preise verlieh, freute sich sichtlich über dieses Ergebnis. Überhaupt war der Stolz bei Lehrern und Betreuern auf ihre Schüler so groß, dass ihr eigenes über das normale Stundenpensum hinausgehende Engagement an Zeit und Energie darüber in den Hintergrund trat.

Ein gelungener bunter Abend, der die Mathematik zu einem vielseitigen Erlebnis machte.

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