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Bobingen

18.01.2013

Mit Ringsgwandl ist alles im Feng Shui

Von schräger Grazie sind die tänzerischen Kurzeinlagen, die eines von Ringsgwandls Markenzeichen darstellen
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Von schräger Grazie sind die tänzerischen Kurzeinlagen, die eines von Ringsgwandls Markenzeichen darstellen
Bild: Ingeborg Anderson

Der Kult-Musiker aus Garmisch und seine Band ernten Beifallsstürme in Bobingen

Wenn „Alles im Feng Shui“ bedeutet, dass alles perfekt und wunderbar ist, dann war das Gastspiel von Georg Ringsgwandl bei Wein & Kabarett in Bobingen tatsächlich im Rahmen dieses fernöstlichen Idealzustandes: die Singoldhalle ausverkauft, die Weine süffig und die Stimmung unter den etwa 400 Besuchern ausgezeichnet.

Und erst der Meister selbst! In der für ihn typischen Art besang er mal bluesig, mal rockig, mal punkig und in scheinbar lapidaren Texten Alltagsbeobachtungen: vom Leben auf der Straße, vom früh schon aufstehen und zur Arbeit fahren müssen. Von Heimatklischee und Wirklichkeit bei „Dahoam is ned dahoam“.

Für den stets aufbrandenden Beifall bedankte er sich mit tänzerischen Kurzeinlagen von schräger Grazie, die zu seinem Markenzeichen geworden sind. Zwischenrein plauderte er wie immer bissig-skurril: beispielsweise vom Hochdeutschsprechen oder von Haarentfernung und Haareinpflanzung. Oder er träumte musikalisch von einer Teilzeitfrau, dann von einer Bäckereiverkäuferin. Und der rappige Song darüber wie schön es wäre als Kuh sorglos und umsorgt auf einer Alm zu leben (um dann später eventuell als Landwirtschaftsminister wiedergeboren zu werden) – ein Publikumsliebling.

Bei Stubenmusi an der Zither – die Ringsgwandl, wie er erzählte, von der Haarentfernungsspezialistin Sibylle geschenkt bekam – schraubte er die Stimme immer höher und fing, ganz oben angekommen, wieder von unten an.

„Vom Feinsten“ wie der Name seines Programms lautete, waren die Begleitmusiker („Erst wollte ich mir ein Haus in Leitershofen kaufen, aber dann dachte ich, ich leiste mir eine gute Band.“): Sebastian Flach am Bass, Tommy Baldu am Schlagzeug und Daniel Stelter an der Gitarre erwiesen sich nicht nur als kongeniale Begleitung, sie erhielten auch viel Beifall für ihre Soli.

Im Programm wechselte Neues mit bekannten Titeln und am Schluss forderte das Publikum dem Ausnahmekünstler mit wahren Begeisterungsstürmen mehrere Zugaben ab. Eine handelte davon, dass man materielle Güter „ned mitnehma“ kann. Was die Besucher in der Singoldhalle aber mitnehmen konnten, ist die Erinnerung an einen unterhaltsamen und besonderen Abend. (inge)

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