Newsticker

Corona-Neuinfektionen mit 23.449 Fällen leicht über Vorwochenniveau
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Mit aktuellem Konzept in die Zukunft

Schwabmünchen

09.11.2017

Mit aktuellem Konzept in die Zukunft

Die Grundlagen für die weitere Entwicklung der Innenstadt wurde mit einem mehrschichtigen Konzept festgelegt.
Bild: Uwe Bolten

Mit der Akzeptanz des Einzelhandelskonzeptes verfügt Schwabmünchen über eine aktualisierte Strategie für die städtische Entwicklung. Lorenz Müller spricht sich für Kreißsaal aus.

Die Stadt wächst immer weiter. Deshalb kommt der Stärkung und der Erhalt des Einzelhandels in der Stadt nach den Worten von Bürgermeister Lorenz Müller ein sehr hoher Stellenwert zu. Das alte Einzelhandelskonzept sei in die Jahre gekommen, deshalb habe man in diesem Frühjahr das Büro für Standort-, Markt- und Regionalanalyse Dr. Heider aus Augsburg mit der Erstellung eines angepassten Konzeptes beauftragt. Insbesondere die Befragung der Bürger und Gewerbebetriebe sei dabei wichtig gewesen, fasste Müller anlässlich der Beschlussfassung der nun mit gutachterlichen Stellungnahmen versehen Schlussfassung des aktualisierten Konzeptes auf der jüngsten Stadtratssitzung zusammen.

„Die fachlichen Empfehlungen werden zur Beurteilung von in Planung befindlichen Vorhaben einfließen. Sie werden Teil des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, welches von Gesetzeswerken, wie das Baugesetzbuch, vorgeschrieben sind“, erläuterte Müller zur Rechtswirkung des Beschlusses. „Auf Basis eines Sortimentskonzeptes, eines Zentrenkonzeptes mit der Festlegung der innenstadtdefinierenden Straßenzüge sowie einem Stärkungskonzept Innenstadt kann durch konsequente Umsetzung der Einzelmaßnahmen die Stadtentwicklung städtebaulich und standortorientiert gelingen. Dabei spielen die Sicherung der Nahversorgung sowie der weitere Ausbau von Qualität und Anziehungskraft des Einzelhandels ebenfalls eine zentrale Rolle zu“, fasste Analyst Manfred Heider zusammen.

Kein Wettbewerb mit der örtlichen Immobilienbranche

Müller betonte, dass gerade die Sortimentsliste für die Innenstadt nicht in Stein gemeißelt sei. „Es wird immer noch Einzelabwägungen geben müssen, wenn Händler mit nicht innenstadtrelevanten Sortimenten, wie beispielsweise bei Elektroartikeln, ein Vorhaben im Bereich der Innenstadt planten“, fügte der Bürgermeister hinzu. Auf Nachfrage von Bernd Zeitler (SPD) zum Umgang mit den Leerständen im Bereich der Innenstadt empfahl Heider ein zentrales kommunales Leerstandsmanagement. „Wir wollen nicht in einen Wettbewerb mit der örtlichen Immobilienbranche treten. Da jedoch viele Informationen bei mir auflaufen, kann ich auf Anfragen antworten“, bot Stadtkämmerer Bernhard Jauchmann an. Der Stadtrat beschloss die Übernahme des Gesamtkonzeptes einstimmig.

Zur Kenntnisnahme durch den Rat legte die Stadtverwaltung den Bericht über die Beteiligung an Unternehmen des Privatrechts mit mehr als fünf Prozent Beteiligung für das Jahr 2016 vor. Betroffen davon sind die Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Schwabmünchen (GWS), eine 100-prozentige Tochter der Kommune, sowie die Wertachkliniken. Der Jahresabschluss der GWS erfolgte durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, der Bilanzgewinn stieg auf 766000 Euro (269000 Euro im Vorjahr). „Für das Jahr 2017 sind keine Risiken erkennbar, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen könnten“, ist dem Bericht zu entnehmen.

Planungen für weiteres Baugebiet laufen

Zur weiteren Förderung des bezahlbaren Wohnraums sei die GWS bemüht, Land zu erwerben, um dies als Bauland den Bürgern zum Kauf anbieten zu können. „Zur Schaffung eines weiteren Baugebiets laufen Planungen und Gespräche, die zum jetzigen Zeitpunkt noch hinter verschlossenen Türen abliefen“, führte Müller aus.

„Wir können stolz sein auf unsere Kliniken, die wir zusammen mit der Stadt Bobingen betreiben“, lobte Müller. „Müssen wir mit einer Kreißsaalschließung rechnen?“, fragte Stadträtin Margit Stapf aus der Fraktion der Grünen. Die derzeitige Gesundheitspolitik sei nicht zum Vorteil kleiner Häuser. „Insbesondere die Haftpflichtversicherung der Hebammen bringen massive Beeinträchtigungen“, stellte Müller fest. „Wir suchen intensiv nach Lösungsmöglichkeiten. Eine akute Gefahr besteht derzeit nicht“, äußerte sich Müller. „Wir machen sicher nicht den Kreißsaal zu“, ergänzte er energisch.

Nach mehrfachen Sitzungen empfahl der siebenköpfige Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz von Stephan Dölle (CSU) in seinem Rechenschaftsbericht dem Stadtrat, die Jahresrechnungen der Stadtverwaltung 2014 und 2015 festzustellen. Nach der einstimmigen Feststellung wurde die Entlastung der Stadt für die benannten Jahre ohne Gegenstimme erteilt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren