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Großaitingen

30.08.2019

Mit dem Moped auf ein Krabbenbrötchen an die Nordsee

Die Zündapp-Freunde aus der Gegend um Großaitingen wollen an die Nordsee nach Sankt Peter-Ording fahren, um dort Krabbenbrötchen zu essen. Von links Alexander Reißer, Manuel Kunert, Dominik Hailer.
Bild: Christian Reißer

Drei Freunde wollen mit ihren Mopeds nach Sankt Peter-Ording fahren. Die Aktion soll einem guten Zweck dienen. Welche Hindernisse auf der Tour lauern können.

Drei Freunde nehmen sich frei und fahren mit ihren Mopeds los, um sich Krabbenbrötchen zu kaufen. Doch Alexander Reißer, Manuel Kunert und Dominik Hailer ist die Fahrt zur nächsten Nordsee-Filiale nicht genug: Sie wollen über 900 Kilometer an die echte Nordsee nach Sankt Peter-Ording fahren.

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Die verrückte Idee sei am Tresen aus einer Bierlaune heraus entstanden, sagt Kunert. Was erst als Witz gedacht war, wollten die passionierten Mopedfahrer ab dem 31. August wirklich umsetzen. Seit 2009 sind sie regelmäßig in einer größeren Gruppe Gleichgesinnter mit ihren Zündapp-Mopeds unterwegs. Den Ausflug an die Nordsee wollten die Fans der Kult-Kraftradmarke aber nur zu dritt in Angriff nehmen: „Wenn wir mit 15 Leuten fahren, kommen wir nie an“, erklärt Kunert die Entscheidung.

Mopedfahrer aus Großaitingen fahren maximal 40 Stundenkilometer schnell

Während es mit dem Auto etwa 890 Kilometer nach Sankt Peter-Ording sind, müssen die Mopedfahrer aus der Gegend um Großaitingen deutlich weiter fahren. Mit ihrer Maximalgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern dürfen sie nicht auf die Autobahn. Dass diese Reise an einem Tag nicht zu schaffen ist, versteht sich von selbst. „Wir planen zwischen 550 und 600 Kilometer am ersten Tag und werden dafür ungefähr zwölf Stunden auf unseren Zündapps sitzen“, sagt Kunert. Schon um 4.30 Uhr in der Früh soll es losgehen. Wenn alles nach Plan laufe, sei der zweite Reisetag dann entspannter.

Mit dem Moped auf ein Krabbenbrötchen an die Nordsee

Am meisten Zeit würde es kosten, wenn eines der Fahrzeuge unterwegs eine Panne hätte. Doch dazu werde es ziemlich sicher nicht kommen, gibt sich Kunert überzeugt. Die Mopeds seien sehr robust. Vorsorglich seien alle drei komplett gewartet worden und in bestem Zustand. Falls doch etwas passiere, hätten sie rund zehn Kilogramm Werkzeug im Gepäck, für Ersatzteile würden sie eine Werkstatt ansteuern. Und für ganz üble Defekte stehe ein Bekannter bereit, der dann ein Ersatzfahrzeug mit dem Anhänger bringe.

Gruppe aus Großaitingen legt rund 2500 Kilometer zurück

Wenn Kunert, Hailer und Reißer endlich angekommen sind und ihre wohlverdienten Krabbenbrötchen in den Händen halten, wollen sie natürlich nicht gleich wieder umkehren. „Wir werden vier Tage bleiben und die Umgebung erkunden“, sagt Kunert. Dann gehe es wieder nach Hause. Insgesamt werde die Gruppe rund 2500 Kilometer zurücklegen. Die Spritkosten dürften sich trotzdem in Grenzen halten: Mit 2,5 Litern auf 100 Kilometer sind die Zündapps der Drei viel sparsamer als Autos. Mit ihren Elf-Liter-Tanks kommen sie etwa 400 Kilometer weit.

Neben dem Werkzeug brauchen die Zündapp-Fans auch Verpflegung und Klamotten, jeder wird eine Gepäckrolle dabeihaben. Während die Übernachtungen in Sankt Peter-Ording schon gebucht sind, lässt sich die Unterkunft für die Hin- und Rückreise nicht so einfach planen. „Wir wissen nicht, wie weit wir genau kommen und werden uns spontan nach einer Übernachtungsmöglichkeit umsehen“, sagt Kunert.

Der Verein Glühwürmchen profitiert vom Ausflug an die Nordsee

Der Krabbenbrötchen-Ausflug allein wird für die Mopedfahrer garantiert ein tolles Erlebnis. Doch das reicht ihnen noch nicht. „Wir dachten uns: Wenn wir sowieso schon eine so ausgefallene Reise machen, können wir das Ganze auch für einen guten Zweck veranstalten“, sagt Kunert. Deshalb wollen die Freunde mit ihrer Aktion Geld für den Verein Glühwürmchen in Augsburg sammeln, der schwerstkranke und chronisch kranke Kinder und deren Familien unterstützt. Firmen und Privatpersonen können entweder einen bestimmten Betrag geben oder einige Cent pro gefahrenem Kilometer.

Die Freunde sind schon jetzt überwältigt von den erhaltenen Spenden: „Wir hofften anfangs, dass wir 2000 Euro zusammenbekommen, diese Grenze werden wir auf jeden Fall überschreiten“, sagt Kunert.

Spenden für die Aktion kommen dem Augsburger Glühwürmchen e.V. zugute und können überwiesen werden an: Manuel Kunert IBAN: DE49 7206 9135 0142 5267 27 Verwendungszweck: Spende Nordsee Rückfragen unter 0160/93579812.

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