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Königsbrunn

15.02.2017

Mit dem Wachstum kommen die Lastwagen

Donnern bald noch mehr Lastwagen über die alte B17 im Königsbrunner Süden? Diese Befürchtung treibt die Anwohner um.
Bild: Adrian Bauer

Die Wirtschaft im Süden floriert, zwischen alter und neuer B17 besteht Nachfrage nach neuen Gewerbegebieten. Die Anwohner sehen diese Entwicklung mit Sorge.

Im Königsbrunner Süden tut sich wirtschaftlich einiges: Im Gewerbegebiet Süd haben Betriebe verschiedenster Ausrichtungen ihre Heimstatt, dazu hat die Gemeinde Oberottmarshausen kurz hinter der Stadtgrenze ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Den Anwohnern entlang der alten B17 wird all dieser ökonomische Aufschwung allerdings langsam zu viel: Denn florierende Wirtschaft bedeutet für sie vor allem mehr Belastung durch Verkehr. Das haben sie den Königsbrunner Stadtrat wissen lassen, als in diesem Bereich eine weitere Gewerbefläche ausgewiesen werden sollte.

Die Bewohner treibt die Sorge vor immer weiter wachsendem Lastwagenverkehr um. Auf der alten B17 rollen Laster der dort ansässigen Kieswerke, aber auch Fahrzeuge, die zu den Betrieben im Gewerbegebiet Süd wollen. Die Anwohner befürchten, dass deren Zahl noch größer werden wird, wenn das neue Oberottmarshauser Gewerbegebiet fertig ist.

Dazu kommt, dass nach dem derzeitigen Entwurf auch die geplante Osttangente dort in die alte B17 münden würde. „Ob damit der Antrag auf die neuen Gewerbeflächen bei uns zusammenhängt, überlasse ich der Fantasie der Stadträte“, sagte Bürgermeister Franz Feigl (CSU). Weitere Punkte in der Eingabe an die Stadt sind die Sorgen ums Trinkwasser und vor der Zersiedlung der Landschaft.

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Der Bauausschuss soll sich vor Ort ein Bild machen

Die Stadträte waren sich schnell einig, dass die Einwände der Anwohner geprüft werden müssen. „Es ist gut, dass die Bürger sich gleich gemeldet haben“, sagte der Bürgermeister. Das Thema wurde zuletzt schon im Bauausschuss behandelt, soll jetzt aber nochmals auf die Tagesordnung gesetzt werden – darüber bestand fraktionsübergreifend Einigkeit.

Alwin Jung (Grüne), Peter Sommer (BbK) und Paul Streicher (CSU) plädierten allesamt für eine genauere Prüfung. Die Umwandlung der Flächen in ein Gewerbegebiet würde eine Änderung des Flächennutzungsplans bedeuten. Daher soll sich nun der Bauausschuss bei einem Ortstermin ein genaueres Bild von der Lage machen.

Die Stadt will das Gebiet geordnet entwickeln

In dem Bereich entlang der Landsberger Straße gibt es nicht nur Bestrebungen für neue Gewerbeflächen, sondern auch für neue Wohnhäuser. Es gab schon mehrere Anfragen für den Bau von Reihen- oder Doppelhäusern. Nun hat der Stadtrat entschieden, dass das bislang dörflich und von landwirtschaftlichen Anwesen geprägte Gebiet geordnet entwickelt werden soll. Neben weiteren Flächen für Wohnhäuser zwischen alter und neuer B17 sollen auch neue Stichstraßen geplant werden. Die Stadträte stimmten einstimmig dafür, dass für den Bereich ein Bebauungsplan erstellt wird.

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