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Schwabmünchen

31.08.2016

Mit feiner Nase und kurzen Beinen auf Spurensuche

Der Tagessieger, Cello vom Margelchopf, absolvierte die Wasserprüfung mit Bravour.
Bild: Uwe Bolten

Zwölf Dackel unterschiedlicher Rassen unterziehen sich einer Prüfung, die von ihnen und ihren Hundeführern einiges abverlangt. Am Ende gab es eine nasse Abkühlung.

Als sich Isa vom Mindeltal, Josefa vom Tegernsee und Centa von der Leiten zu einem gemeinsamen Treffen in der Leuthau versammelten, war dies kein pompöser Sommernachtsball für Adlige aus der dritten Reihe, sondern es bedeutete für die Namensträger harte Arbeit und ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Und dies stellten zwölf Dackel aller Altersgruppen und Variationen unter Beweis.

Vorbereitung seit Monaten

Mit ihren Hundeführern waren die Vierbeiner zur Begleithundeprüfung für Dackel des Deutschen Teckelklubs 1888 sogar von weit her an den Klubplatz der Sektion Augsburg in der Leuthau angereist. In 13 intensiven Lern- und Trainingsabschnitten unter der Leitung von Silvia Kremmling, Ausbildungsleiterin für Begleithundeprüfung der Sektion Augsburg, bereiteten sich die Hundeführer mit ihren Hunden in den letzten Monaten auf den Tag der Prüfung vor.

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Die Dackel, in der Jägersprache auch Teckel genannt, wurden für die heutige Umwelt zum sozialverträglichen, wesensstarken und doch leicht führbaren Begleithund ausgebildet, die nach dem Training Gehorsam, Sicherheit im Straßenverkehr und Gelassenheit gegenüber Artgenossen und Menschen an den Tag legen.

Drei Bereiche: Gehorsam, Führersuche und Wasserfreude

Melanie Schaffrath, Richterin für Begleithundeprüfung und Hindernislauf im Deutschen Teckelklub, reiste aus Erlangen an, um sich vom Ausbildungserfolg und der Leistungsfähigkeit der Hunde zu überzeugen. Geprüft wurde in den Bereichen Gehorsam, Führersuche sowie Wasserfreude. Der Hunde durften sich im ersten Teil nur nach bestimmten Kommandos des Hundeführers bewegen sowie keine größeren Reaktionen bei Einflüssen wie Lärm oder beim Vorbeigehen von anderen Hunden oder Menschen zeigen.

Angeleint abgelegt, den Hundeführer nicht in Sicht wie beim Einkauf vor einem Geschäft, erwartete Schaffrath ebenfalls keine deutlich beobachtbaren Reaktionen. Dies galt auch im realen Straßenverkehr, bei dem Fahrradfahrer, Jogger und Passanten den Hunden Gelassenheit abverlangten.

Die Führersuche im nahegelegenen Wald bereitete den Prüflingen deutlich mehr Freude. Hierbei galt es die Spur des Hundeführers auf 300 Metern durch offenem Wald und Unterholz zu folgen. Mit beachtlicher Sicherheit und Geschwindigkeit bewegten sich die Tiere durch das unbekannte Gebiet zu ihrem Hundeführer. „Die Hunde haben einen ausgeprägten Finderwillen. Es macht ihnen eine Riesenfreude, der Spur zu ihrem Hundeführer zu Folgen“, erläuterte Kremmling. Alle zwölf Hunde konnten die bis hier gestellten Aufgaben, teilweise erst im zweiten Anlauf, bewältigen.

Dackel müssen schwimmen

Das große Finale am Teich, der Wasserprüfung, bestanden alle für diesen Teil gemeldeten vier Hunde. Dabei mussten die Tiere einen Gegenstand ans Ufer holen, der mindestens acht Meter weit ins Wasser geworfen wurde. Bei den hohen Temperaturen erfreute dieser Abschnitt die teilnehmenden Dackel besonders. „Die Begleithundeprüfung ist ein wichtiger Bestandteil in der Dackel-Ausbildung, insbesondere wenn das Tier zur Zucht eingesetzt werden soll.

Die Hunde, deren Führer sowie der Prüfungsablauf waren erstklassig vorbereitet“, lobte Melanie Schaffrath das Ergebnis bei der abschließenden Urkundenausgabe und Preisverleihung. Cello vom Margelchopf FCI, der einzige Langhaardackel im Starterfeld, gewann deutlich vor Erica-Sophie of Big Wood Co und Ofra vom Lorzdorf gefolgt von Yena vom Römerhof.

Im Internet

www.dackelklub-sektion-augsburg.de

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