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28.03.2009

Mittelneufnach: Eine "verhältnismäßig heile Welt"

Mittelneufnach "Mittelneufnach ist eine verhältnismäßig heile Welt!" Dies ist das Fazit der Sozialraumanalyse, die Hannes Neumeier, Sachgebietsleiter im Jugendamt des Landkreises, nun in Mittelneufnach präsentierte. Doch auch wenn laut Neumeier die Probleme gering seien, "so stehen doch Menschenschicksale dahinter".

Dennoch ist der Ort an der Landkreisgrenze - verglichen mit anderen - noch eine Oase der Glückseligkeit. Eine gesunde Altersstruktur (25 Prozent der Einwohner sind unter 18), hohe Wirtschaftskraft und gutes Einkommen, wenige Hartz-IV-Empfänger. Auch wenn die Tendenzen andernorts negativ sind, unter der Ägide von Bürgermeister Franz-Xaver Meitinger bleibt es weitestgehend stabil.

"Der demografische Wandel hat Sie noch nicht erreicht. Auch sonst stehen Sie sehr gut da", meinte Fachmann Neumeier. So liegen die Belastungswerte von Mittelneufnach 50 Prozent unter dem Durchschnitt in Bayern.

Woran das gemessen wird? Die Sozialraumanalyse geht bereits in ihre dritte Runde. Jeweils im Dreijahresrhythmus werden in ganz Bayern verschiedene Daten und Faktoren untersucht und verglichen - von der Geburtenrate in den Orten über den Anteil der Sozialhilfe-Empfänger bis hin zur Anzahl jugendlicher Straftäter in den Gemeinden. Stichtag der aktuellen Analyse war der 1. Januar 2008. Aber auch in Mittelneufnach gibt es noch Raum für Verbesserungen.

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Hoher Anteil mit Einkünften von weniger als 1500 Euro

So liegt man zwar beim Anteil der Jugendlichen an der Spitze, allerdings auch weit vorne, was die prozentuale Zahl der jugendlichen Arbeitslosen betrifft. Auch ein hoher Anteil der Haushalte mit monatlichen Nettoeinkünften unter 1500 Euro fällt in Mittelneufnach auf. Dies könne aber an vielen ehemaligen Landwirten liegen, die nur Bauernrente beziehen, vermutet Neumeier.

Ausdrücklich lobte er die gute Jugendarbeit. Viele Gemeinden wollen familienfreundlich sein und fördern den Zuzug von Familien mit Kindern, vergessen aber die Zwölf- bis 20-Jährigen, die jedoch die unmittelbare Zukunft darstellen. "Tun Sie alles dafür, dass es ihnen gut geht. Hegen und pflegen Sie das Ehrenamt", gab Neumeier der Gemeinde mit auf den Weg.

Doch hier kamen die Räte unter Bürgermeister Franz-Xaver Meitinger dem Fachmann mit Einführung des Jugendforums (wir berichteten) längst zuvor. Ein Grund für die positive Lage der Gemeinde sieht Meitinger vor allem in der guten Arbeit der Vereine.

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