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Mittelneufnach

29.10.2019

Mittelneufnach braucht Ersatz für alte Kläranlage

Die 45 Jahre alte Kläranlage darf nur noch bis 2026 betrieben werden. Der Gemeinderat sucht jetzt nach der kostengünstigsten Alternative.
Bild: Andrea Strahl

Sie ist nach 45 Jahren veraltet. Eine Kooperation mit Markt Wald könnte eine Lösung sein, hofft der Rat.

Die Kläranlage der Staudengemeinde ist bereits 45 Jahre alt. 2026 erlischt die Betriebserlaubnis und bis spätestens dann muss Mittelneufnach eine Alternative aufweisen. Dazu stellte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung das Fachbüro Sweco ihre Grundlagenermittlung vor, nachdem sie mit der Erstellung eines Konzeptes zur Ertüchtigung beauftragt worden war. Insgesamt machten Daniela Schweiger und Wolfgang Deffner von Sweco dem Rat keine großen Hoffnungen auf eine sinnvolle Sanierung: „Es gibt Defizite an jeder Reinigungsstufe, wir vermuten ein undichtes Vorklärbecken, und Grenzwerte werden teils überschritten. Es fehlt ein Grobrechen, der die Verstopfungsgefahr durch Schwimmstoffe beseitigt und der sich nicht so ohne Weiteres einbauen lässt.“

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Die Wahl: Neubau oder Kooperation

Nötig wäre zunächst einmal eine Mischwasser-Entlastungsanlage, die bei Starkregen die Kläranlage entlastet. In diesem Fall sei aktuell keine biologische Reinigung mehr möglich. Grundsätzlich gebe es zwei Möglichkeiten: einen kompletten Neubau oder den Zusammenschluss mit einer benachbarten Gemeinde. Da sich der Walkertshofener Rat bereits gegen eine gemeinsame Lösung entschieden hatte, berechnete das Büro den Anschluss an das Kanalsystem ins rund zehn Kilometer entfernte Langenneufnach. Beide Varianten kämen auf geschätzte Investitionskosten von drei Millionen Bausumme ohne Planung. Sowohl die Förderfähigkeit als auch die laufenden Kosten wären aber beim Zusammenschluss günstiger.

Anfrage bei nahen Nachbarn

Nach einem Vorschlag aus dem Gemeinderat möchte Bürgermeisterin Cornelia Thümmel jetzt noch bei der Gemeinde Markt Wald nach der Möglichkeit eines Zusammenschlusses fragen, da deren Kläranlage in Oberneufnach mit rund drei Kilometer wesentlich näher und damit kostengünstiger wäre. Ebenfalls aus dem Rat kam die Idee, das alte Klärbecken nach Abdichtung eventuell zur Mischwasserentlastung umzurüsten, um wenigstens einen Teil der alten Anlage weiterhin nutzen zu können. Genauere Kostenermittlungen seien allerdings erst möglich, wenn eine Kanalnetzberechnung erfolgt sei.

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Wasserwart Anton Egger hat bei der täglichen Besichtigung am Hochbehälter der Mittelneufnacher Wasserversorgung festgestellt, dass in diesem Wald widerrechtlich Grüngut abgelagert wird. Dies ist im Bereich des Trinkwassers nicht zulässig, und die Verursacher werden dringend aufgefordert, die Sachen wieder aufzuladen und bei der Grüngutsammelstelle des Wertstoffhofs abzugeben.

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat bestätigte Bürgermeisterin Cornelia Thümmel, bei der bevorstehenden Kommunalwahl im März nächsten Jahres wieder als Rathauschefin kandidieren zu wollen. Gemeinderat Alois Auer wird sich als Bürgermeisterkandidat ebenfalls aufstellen lassen.

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