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Schwabmünchen

13.12.2018

Mobilfunkmast erhitzt die Gemüter

Hinter diesem Reiterstadel im Westen Birkachs soll ein Mobilfunkmast im Wald entstehen. Doch der ist den Bürgern zu nah am Ort.
Bild: Christian Kruppe

Der Standort eines Mobilfunkmasts westlich von Birkach fand auf der Schwabmünchner Bürgerversammlung wenig Freunde. Welche Themen die Bürger sonst noch bewegten.

Alle Jahre wechselt die Schwabmünchner Bürgerversammlung für die Stadtteile ihren Veranstaltungsort. In diesem Jahr fand das Treffen im Klimmacher Bürgerhaus statt, sodass auch vorwiegend Birkach, Klimmach und die Leuthau im Blickpunkt standen.

Wohn- und Gewerbeflächen Bürgermeister Lorenz Müller gab noch einmal einen Überblick über die Pläne und Projekte der Stadt. Gerade beim Blick auf die Fläche der neu geschaffenen Gewerbeflächen stellt er dabei klar: „Wir können und wollen nicht mit dem Lechfeld mithalten.“ In Sachen Wohnbauflächen erläuterte Müller kurz die Pläne in Schwabmünchen. Auf mehr Interesse stieß die Ankündigung, auch in Klimmach ein paar Bauplätze zu schaffen. „Die sind für Interessenten der Stadtteile vorgesehen, denn auch denen wollen wir Bauflächen zu Hause anbieten“, erklärt der Bürgermeister.

Bauarbeiten Die Arbeiten an der Klimmacher Friedhofsmauer sind nahezu abgeschlossen, Müller weiß aber auch, „dass noch einiges zu tun ist, was auch noch gemach wird“. Gemacht wurde auch einiges am Bürgerhaus und am Pfarrhof. Während die Außenarbeiten am Bürgerhaus zu Lasten der Stadt gingen, musste sie beim Pfarrhaus nur einen Zuschuss leisten. Mehr Geld floss im vergangenen Jahr nach Birkach, denn dort war für die Feuerwehr ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug notwendig. Lorenz Müller lobte dabei auch das Fest, welches zur Einführung des neuen Gefährts gefeiert wurde.

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Mobilfunkmast Bei der Aussprache mit den Bürgern dominierte vor allem ein Thema: Der westlich von Birkach geplante Mobilfunksendemast. Grundsätzlich sind alle für einen solchen Masten, denn die Gegend ist als großes Funkloch bekannt. Doch der Mast ist den Birkachern zu nah am Ort. Als bisheriger Standort ist der Wald an der Straße nach Konradshofen von den Funkmastbetreibern angedacht. Da wäre er aber nur 350 Meter von den ersten Häusern entfernt. Bürgermeister Lorenz Müller zeigt dabei Verständnis für die Anwohner. „Eigentlich hätte ein weiterer Anbieter zwischen Birkach und Klimmach auch einen Funkmast bauen wollen. Das konnten wir aber verhindern, die müssen einen Masten gemeinsam nutzen“, erklärt er. Doch ob er den Bau an der jetzigen Stelle verhindern kann, ist offen. „Wir können natürlich das Grundstück nicht zur Verfügung stellen. Aber dann ziehen sie zehn Meter weiter auf das Gebiet von Konradshofen und wir können nichts machen“, erläutert er das Dilemma. Dabei hätten die Birkacher eine Alternative auf Lager. Gut 300 Meter weiter südlich ginge es auch. Doch da müssten die Mobilfunkanbieter nach eigenen Aussagen deutlich mehr in die Infrastruktur investieren, was sie nicht wollen. Die Birkacher bringen hier den Behördenfunkmast bei Schwabegg ins Spiel. Dieser wurde, nachdem sich im Dorf Widerstand regte, auch verlegt. „Aber da sind die Grundlagen anders“, schränkt Müller ein. Trotz der wohl geringen Chancen, verspricht der Bürgermeister: „Ich werde mich drum kümmern.“

Verbindungsstraße Auch eine andere Frage brannten den Bürgern unter den Nägeln. „Was ist nun mit der Verbindungsstraße zwischen Leuthau und Schwabegg?“ wurde Müller gefragt. Die marode Piste oben am Berg soll eigentlich saniert werden, die Pläne wurden vom Stadtrat schon beschlossen, nur umgesetzt wurde bislang noch nichts. „Da könnte es eine Neuplanung geben“, erklärte der Bürgermeister. Denn von Seiten der Landwirtschaft werden nun doch bei der Planung Probleme gesehen. Aber seine Lösung, wie angestrebt, ist die einzig Mögliche. Denn ein Vollausbau würde rund zwei Millionen Euro verschlingen, „und dafür hat die Straße zu wenig Bedeutung“, so Müller.

Anregungen Beklagt wurde das Fehlen einer öffentlichen Toilette in Klimmach. Auch hier versprach Lorenz Müller, die Optionen zu prüfen. Leichter fiel es ihm, der „Sanierung“ des Bürgersaales spontan schon zuzustimmen. Der Wunsch nach einem neuen Anstrich, Vorhängen und Lampen, sowie einer abgehängten Decke konnte er nachvollziehen.

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