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Graben

21.10.2019

Musikalische Brauchtumspflege ohne Jugend

Für einen gemütlichen Hoigarten im Bürgerhaus sorgten unter anderem Anni Gastel (vorne links), die Kauferinger Tanzlmusik (Bühne) und die Wertachtaler Stubenmusik aus Ettringen.
Bild: Uwe Bolten

Der Hoigarten des Trachten- und Volkstanzvereins leidet nicht nur unter dem guten Wetter. Warum der Altersdurchschnitt so hoch ist.

Das musikalische Programm und die einladend gedeckten Tische im Bürgersaal vermochten es nicht, mehr als die rund 40 Gäste zum jährlichen Hoigarten des Trachten- und Volkstanzvereins Lechfeld in den Gräbinger Bürgersaal locken. Die Vorsitzende Elfriede Graalheer zeigte sich über den geringen Zuspruch ein wenig enttäuscht. „Vielleicht sind andere Veranstaltungen oder einfach das schöne Wetter die Ursache“, sagte sie und lauschte weiter den Weisen, die von der Wertachtaler Stubenmusik aus Ettringen, der Kauferinger Tanzlmusik und der Sängerin Sigrun Fernsemer, die sich auf der Gitarre begleitete.

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Die Jugend hat kein Interesse am Hoigarten in Graben

„Die Veranstaltung ist etwas für ältere Leute. Die Jugend hat irgendwie kein Interesse, obwohl unser Anliegen die Aufrechterhaltung des schwäbischen Brauchtums und insbesondere der Sprache ist“, kommentierte Graalheer den hohen Altersdurchschnitt der Gäste. Den Stellenwert der Sprache unterstrichen die Mundartvorträge von Anni Gastel, die bei den Zuhörern gut ankamen.

Volkmar Angerer, dritter Bürgermeister der Kommune, unterstrich die Bedeutung des Trachten- und Volkstanzvereins auch für Graben. „Der Verein ist ein wichtiger Teil des florierenden Vereinslebens in unserer Gemeinde. Für ihn ist es selbstverständlich, sich nicht nur um eigene Sachen zu kümmern, sondern sich auch in Gemeinschaftsveranstaltungen, wie beispielsweise den Faschingsbällen, einzubringen. Damit tragen die Vereinsmitglieder zu einer zukunftsfähigen Dorfgemeinschaft bei“, sagte er.

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