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Mittelneufnach

07.11.2017

Musikfeuerwerk zum Abschied von der Kulturschmiede

Die Zeit ist wohl abgelaufen – Karl Scheid und seine Kulturschmiede verabschieden sich von der Künstler-Bühne.
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Die Zeit ist wohl abgelaufen – Karl Scheid und seine Kulturschmiede verabschieden sich von der Künstler-Bühne.
Bild: Marcus Angele

Nach sechs Jahren ist Schluss. Musiker und Gäste aus der Region feiern noch einmal in Mittelneufnach. Hot Wings und die Momentensammler überraschen Karl Scheid mit eigenen Texten.

Viele Gäste im ausverkauften Gemeindezentrum können es noch nicht glauben: „War das wirklich die letzte Veranstaltung der Kulturschmiede in Mittelneufnach?“ Wenn ja, dann hat sich Kulturclub mit einem sensationellen Musikmix aus deutschen Hits, Soul und Funk verabschiedet. Für fast vier Stunden ‘Musikgenuss de Luxe’ sorgten die beiden Lechfelder Bands „Hot Wings“ und „Momentensammler“.

Besser als mit dem Eröffnungslied „An am Abend so wie heit, lad i mir Freund ei“ hätte man es nicht sagen können: Viele treue Stammgäste waren zum letzten Konzert der Kulturschmiede gekommen, um noch einmal das „Wohnzimmerflair“ und die wie immer exzellent ausgesuchten Interpreten zu genießen. 151 Akteure durfte Karl Scheid und seine Kulturschmiede seit Juli 2012 auf der Bühne präsentieren und über 11 000 Zuschauer kamen zu den immer ausverkauften Veranstaltungen. Selbstredend also, dass das Gemeindezentrum auch diesmal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Für Karl Scheid war es zu Beginn noch ein wichtiges Anliegen, dass die Leute auch mal die anderen „Kulturschmiedler“ sehen und bat sie auf die Bühne: „Ich steh zwar immer vorne dran, aber ohne meine tolle Mannschaft würde es sowas nicht geben. Vielen Dank für alles was ihr in den letzten Jahren geleistet habt“.

Jahre voller Leidenschaft für die Bühne

Wie im Frühjahr angekündigt, hört Karl Scheid nun auf. Die Kulturschmiede hat ihn sicher viel Kraft gekostet, auch wenn er stets voller Leidenschaft für diese Bühne im Gemeindezentrum wirkte. Doch es gab auch Probleme vor Ort und die Organisatoren vermissten oft Publikum aus dem eigenen Ort. Der Großteil der Gäste kam aus dem Umland.

Zum musikalischen Finale startete die Band „Momentensammler“ aus Graben den Abend mit deutschsprachigen Gassenhauern. Innerhalb kürzester Zeit hatten Andreas Scharf, Wolfgang Bobinger und Nina Sirch den Saal mit ihrem Gesang für sich gewonnen und animierten viele Besucher zum rhythmischen hin- und herwiegen oder mitsingen. Im Hintergrund sorgten Dieter Botzenhardt am Keyboard und Bernhard Hartmann am Schlagzeug für den richtigen Rhythmus. Wolfgang Weber begeisterte zudem mit unglaublich gefühlvollem Trompetenspiel, so dass einige Damen in der ersten Reihe vom „weißen Louis Armstrong“ sprachen.

Die Momentensammler danken mit einem Hit

Aber nicht nur mit Balladen von Claudia Koreck und Werner Schmidbauer wussten die „Momentensammler“ zu gefallen, auch mit deutsch-österreichischem Rock und Pop á la Spider Murphy Gang, Seiler und Speer oder Udo Jürgens begeisterten sie das Publikum. Ein wunderbarer Augenblick folgte zum Ende der ersten Halbzeit, als Andreas Scharf und Wolfgang Bobinger ein paar selbstgetextete Extrastrophen zum Schmidbauer-Hit „Momentensammler“ für Karl Scheid darbrachten und ihn damit sichtlich sprachlos überraschen konnten. „Der Karl hat so viele schöne Momente hierher gezaubert, jetzt können wir ihm einen zurückgeben“, sagte Andreas Scharf.

Nach der Pause ging mit den „Hot Wings“ so richtig die Post ab. Mit erstklassigem Soul & Funk lockten sie das Publikum schnell aus der Reserve und spätestens jetzt war jeder Besucher am mitgrooven und mittanzen. Sabine Olbing entpuppte sich als wahre Powerröhre und drückte mit ihrer herausragenden Stimme dem Ganzen den Stempel auf. Hendrik de Rijke brillierte ebenfalls mit seinem Gesang und bearbeitete seine E-Gitarre wie einst Jimi Hendrix. Robert Maul sorgte dazu mit seinen Saxophon-Solis für das i-Tüpfelchen des Abends. Mit Klassikern wie zum Beispiel ‘Proud Mary’, ‘Papa is a Rolling Stone’, ‘Kiss’ und ‘September’ aber auch mit neue Hits wie ‘No Roots’ oder ‘Uptown Funk’ ließen sie das Gemeindezentrum gehörig beben. Am Ende musizierten beim großen Finale alle elf Musiker auf der Bühne und sorgten mit dem Abschieds-Klassiker schlechthin ‘Knockin on heavens door’ nochmal für echtes Gänsehautfeeling.

Glück am Ende

Karl Scheid verabschiedete sich spürbar bewegt am Schluss vom fantastischen Publikum und bedankte sich für sechs tolle Jahre. Er schloss den Abend mit der alten Demokrit-Weisheit, die jeder Zeit auch für die Kulturschmiede stand: „Mut steht am Anfang des Handelns - Glück am Ende“.

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