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30.06.2009

Musikmosaik für afrikanische Kinder

Schwabmünchen (wifu) - Applaus vor der Aufführung - stehende Ovationen zum Schluss von "African Jigsaw" in der Stadthalle. Der Oberstufenchor und das Orchester des Leonhard-Wagner-Gymnasiums, der Lehrerchor der Leonhard-Wagner-Schulen sowie der afrikanische Musiker und Schauspieler Njamy Sitson haben unter der Leitung von Jürgen Scholz ein monumentales Werk präsentiert, das die vielen Zuschauer mit großer Begeisterung, aber auch mit etwas Betroffenheit honorierten. Und das war erwünscht. Die Benefizveranstaltung, die im Rahmen der Aktion "Dein Tag für Afrika" stattfand, sollte das Bewusstsein wach rütteln und auf die vielen Probleme des afrikanischen Kontinents aufmerksam machen. Der Erlös kommt Hilfsprojekten zugute, die afrikanische Kinder und Jugendliche unterstützen.

Vor dem Konzert und zur Einstimmung in die Thematik wurde eine Diashow gezeigt, deren Realisierung Marco Zimmert und die Technik-Gruppe der Leonhard-Wagner-Realschule übernahmen und die musikalisch Njamy Sitson und Sabine Mehringer begleiteten. Im Foyer der Stadthalle informierte zudem eine Bildergalerie über verschiedene unterstützende Afrikaprojekte und auch der Schwabmünchner Weltladen war mit einem Stand fair gehandelter Ware vertreten.

Prosatexte und Kompositionen

Peter Rose und Anne Conlon haben das Stück "African Jigsaw" (afrikanisches Puzzle, Mosaik) geschrieben. Das moderne Oratorium, das in englischer Sprache aufgeführt wurde, besteht aus zwei großen Teilen mit gelesenen Prosatexten und Musikkompositionen verschiedener Stilrichtungen. Es beschreibt die Schönheiten und faszinierenden Eigenarten des schwarzen Kontinents, versprüht Lebensfreude und Heiterkeit, dokumentiert aber auch den realen Alltag der Bevölkerung mit ihren großen Sorgen. Eingebettet in Gesang mit ergreifenden Soli und Musik voll impulsiver Freude und lyrischer Tiefe, erzählt Sitson von seinem wunderschönen Land. "Wohin ich auch immer schaue, sehe ich Schönheit", sagt er. Aber nicht nur das. Der rasante Wandel von Tradition zur Moderne bringt Verlust der sozialen Bindungen, Landflucht, bittere Armut, Krankheiten und Elend mit sich. "Länger können wir nicht auf ein Wunder warten", lautet die Botschaft. "Jetzt ist der Augenblick gekommen, die Augen zu öffnen. Die Völker Afrikas warten nur darauf, eine neue Welt zu errichten, die sie miteinander teilen können."

"Dein Tag für Afrika" ist eine bundesweite Kampagne des Vereins Aktion Tagwerk. Ziel ist es, das Thema Afrika nachhaltig in den Schulunterricht zu integrieren und Bewusstsein für die Probleme des schwarzen Kontinents zu schaffen. "Dieses Stück, das vom Leonhard-Wagner-Gymnasium schon einmal vor 13 Jahren aufgeführt wurde, ist besonders geeignet, die Anliegen der Aktion Tagwerk zu unterstützen", betont Jürgen Scholz.

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