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Oberottmarshausen

22.06.2018

Musikverein feiert zehnjähriges Bestehen

Pfarrer Hubert Ratzinger glänzte als Klarinettensolist beim Stück „Conradiana“.
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Pfarrer Hubert Ratzinger glänzte als Klarinettensolist beim Stück „Conradiana“.

Der Musikverein Oberottmarshausen feiert sein zehnjähriges Bestehen und die Aufnahme in den Allgäu-Schwäbischen Musikbund. Bürgermeister würdigt die kulturelle Bereicherung für die Gemeinde

Zehn Jahre sind keine lange Zeit, da ist ein Verein noch sehr jung. Seinen ersten runden Geburtstag feierte der Musikverein Oberottmarshausen mit einem Gottesdienst und anschließendem Jubiläumskonzert auf dem Schulhof. Bürgermeister Gerhard Mößner war es, der die Gründung am 2. Mai 2008 in die Wege leitete. „Vorher blickte ich zugegebenermaßen etwas neidisch auf die Nachbargemeinden, die mit ihren örtlichen Musikkapellen aufwarten konnten“, erklärt er in der Festschrift. Unterstützt vom ersten musikalischen Leiter Andreas Müller und der Musiklehrerin Renate Höllwarth begann die Aufbauarbeit. „Was sich unser Bürgermeister in den Kopf gesetzt hat, das führt er auch durch“, sagt Johannes Müller, der von Anfang an als Vorsitzender die organisatorische Führung übernahm.

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Beim Jubiläumskonzert konnten nun alle Oberottmarshauser bestaunen, was aus dem zarten Pflänzchen geworden ist. „Es ist nicht nur aufgegangen, sondern fest verwurzelt und eine kulturelle Bereicherung für unsere Gemeinde“, sagte der Zweite Bürgermeister Albrecht Reiter und würdigte den Verein mit einer Geldzuwendung. Das inzwischen auf 16 Musiker angewachsene Orchester eröffnete das Konzert mit der „Fanfare Jubiloso“ des niederländischen Komponisten Ivo Kouwenhoven. Die Blockflötensolisten setzten die „Latin Fiesta“ vom gleichen Urheber obendrauf. Beim getragenen Werk „Die Moldau“ von Friedrich Smetana zeigte das Ensemble sein Können.

Nicht nur ein Orchester

Der Musikverein besteht aber nicht nur aus dem Orchester. Das Gitarren- und Flötenensemble unter der Leitung von Renate Höllwarth lud das Publikum auf dem voll besetzten Schulhof zu einem „Höhenflug“ und einer „Letzten Umarmung ein“. Jasmin Wessinger und Niklas Stockmaier beeindruckten als Gitarrenduo und fragten zusammen mit dem Gesangstrio „Heute schon gelächelt?“. Die Bläserklasse als jüngster Spross des Musikvereins intonierte die „Pirates of the Caribbean“, bevor das Orchester mit „Black Wolf Run“ in die Pause führte. Diese nutzten die Vertreter des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) dazu, ihr jüngstes Mitglied willkommen zu heißen. Bezirksvorsitzender Herbert Klotz überreichte einen Gutschein zum Einkauf von Noten zum Eintritt in die Blasmusikfamilie. Sein Anliegen, dass der Musikverein an den Wertungsspielen im nächsten Jahr teilnehmen möge, wurde auch vom Bezirksdirigenten Andreas Rest und dessen Ehefrau Alexandra als Vertreterin des Bezirksjugendblasorchesters (BJBO) unterstützt. Der stellvertretende ASM-Bezirksvorsitzende Rudi Simacek konnte zwei junge Musiker für die bestandene Prüfung D1 in Bronze auszeichnen. Laura Werner (Klarinette) und Peter Frenkenberger (Trompete) erhielten ihre Urkunden mit dem Wunsch Simaceks: „Dass ihr Freude an der Musik und viele begeisterte Zuhörer haben möget.“

Musikverein feiert zehnjähriges Bestehen

Das mit neun jungen Musikern besetzte Vororchester eröffnete den zweiten Teil mit dem Stück „Enjoy the Moment“ und der Jugendchor des Gesangvereins lockerte die Instrumentalmusik mit zwei Liedern auf. Besonders romantisch wurde der „Bolero Nocturno“ zelebriert, bei dem sich die einzelnen Register des Orchesters in alle Ecken des Schulhofs verteilten und so ein Stereo-Klangerlebnis boten. Der große Chor des Gesangvereins steigerte mit seiner Leiterin Jewgenia Raisova am Piano die Stimmung bis zum Höhepunkt des Abends.

Pfarrer spielt Solo Solo auf der Klarinette

Beim grandiosen Werk „Conradiana“ von Ennio Morricone glänzte nicht nur das von Dirigent Andreas Frommel bestens arrangierte Orchester, sondern auch Pfarrer Hubert Ratzinger mit einem Solo auf der Klarinette. Zum Abschluss des von Linda Baader charmant moderierten Konzerts vereinigten sich Orchester und Chöre des Musik- und des Gesangvereins zum Finale bei der irischen „Yorkshire Ballade“ und der „Music“ von John Miles.

Der Musikverein ist inzwischen auf 118 Mitglieder angewachsen. 43 davon sind seit Anfang an dabei und erhielten dafür ihre ersten Jubiläumsurkunden vom Vorsitzenden Johannes Müller. Der bedankte sich bei allen Helfern und Akteuren und insbesondere bei Andreas Frommel, der seit fünf Jahren als musikalischer Leiter für die Ausbildung und Qualitätssteigerung sorgt. Mit den Worten: „Es braucht Mut und Überzeugung, in der heutigen Zeit bei dem großen Konkurrenzangebot einen Musikverein komplett neu zu gründen und aufzubauen“, gab Frommel den Dank zurück.

Mit dem irischen Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ klang das Konzert aus. Der „wunderschöne Abend bei gutem Wetter und herrlichem Ambiente“, so Müller, wurde mit einem Umtrunk und Imbissen noch eine Weile fortgesetzt.

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