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Obermeitingen

04.12.2019

Nach neun Jahren ist für Hurlacher Dirigentin Schluss

Die Hurlacherin Daniela Rid tritt am Wochenende zum letzten Mal als Dirigentin des Orchesters des Musikvereins Obermeitingen auf.
Bild: Sybille Heidemeyer

Plus Daniela Rid leitet seit 2011 das Orchester des Obermeitinger Musikvereins. Die Oberallgäuerin spricht über ihre musikalischen Wurzeln, ihren Weg nach Hurlach und ihre musikalische Zukunft

Der Auftritt des symphonischen Blasorchesters des Musikvereins Obermeitingen am Samstag, 7. Dezember, 20 Uhr, wird für Daniela Rid ein ganz besonderer sein. Die 42-Jährige steht an diesem Abend nämlich nach knapp neun Jahren zum letzten Mal am Dirigentenpult.

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„Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge, denn ich dirigiere schon gerne“, erzählt die Hurlacherin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich genieße jedes Mal aufs Neue das Erfolgserlebnis eines gelungenen Konzerts.“

Mit sieben Jahren begann Daniela Rid mit der Harfe

Die Wurzeln ihrer musikalischen Laufbahn liegen in ihrer Familie. „Wir waren vier Kinder daheim, und jeder hat mindestens zwei Instrumente gelernt“, berichtet Rid, die aus Rettenberg im Oberallgäu stammt. Im Alter von sieben Jahren begann sie mit der Harfe. Zwei Exemplare stehen auch heute noch in ihrem Musikzimmer. Mit zwei Geschwistern machte sie als Trio Stubenmusik. „Dann kamen die Querflöte und das Baritonsaxofon dazu und ich spielte in der Musikkapelle Rettenberg.“ 1997 absolvierte sie einen Dirigentenkurs beim Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM).

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Nach Hurlach verschlug es Daniela Rid der Liebe wegen. Bei einer Geburtstagsfeier in der Hurlacher Verwandtschaft lernte sie 1998 ihren Ehemann Johann kennen, der dort mit der Band „Die Hurlacher“ ein Ständchen spielte. 2009 wurde geheiratet.

Im Jahr 2011 war der Musikverein Obermeitingen nach dem Weggang von Rainer Kropf auf der Suche nach einer neuen Leitung und fragte bei Daniela Rid an. „Eigentlich wollte ich nur im Orchester mitspielen“, erzählt sie, aber ehe sie sich versah, stand sie mit dem Taktstock vor dem Orchester. „Wir mussten uns erst einmal dialekttechnisch einander angleichen“, blickt Rid mit einem Lachen auf die Anfangsschwierigkeiten als Dirigentin in Obermeitingen zurück.

Die Wahl der Stücke ist für sie zentral

„Wichtig war mir immer die richtige Wahl der Stücke aus den verschiedensten Musikrichtungen. Das Publikum sollte sich abgeholt fühlen“, führt Daniela Rid an. So hat sich das Orchester ein breites Repertoire von Märschen und Polkas über konzertante Orchesterwerke bis hin zur Operetten- und Filmmusik erarbeitet.

„Ich lege nicht nur Wert auf die technische Ausführung, sondern vor allem auf den Ausdruck, damit beim Publikum auch emotional etwas ankommt“, betont die dreifache Mama, die nur einige Monate nach den Geburten der Kinder pausiert hatte.

Nun will sie wieder selbst spielen, statt zu dirigieren

Doch warum gibt sie nach dem Konzert am 7. Dezember, das der Musikverein liebevoll unter den Titel „Dankeschön Daniela“ gestaltet hat, den Taktstock ab? „Zu Beginn habe ich gesagt, nach maximal zehn Jahren höre ich auf. Nun kennen sie schon alle meine Witze“, bemerkt die Musikerin und lacht. „Das Blasorchester Obermeitingen ist meine musikalische Heimat, nun habe ich nach fast neun Jahren als Dirigentin einfach wieder Lust zum Spielen.“ Eigentlich sei die Querflöte ihr Instrument, aber im Moment versuche sie sich an der Oboe, die es in ihrem Orchester noch gebe, verrät Rid.

Auch sonst wird es der lebensfrohen Hurlacherin sicher nicht langweilig. Ihre zwei Buben und ihre Tochter halten sie auf Trab, und sie leitet den Hurlacher Kirchenchor St. Laurentius. Neben Familie und Musik arbeitet die Diplom-Betriebswirtin im Homeoffice für ein Allgäuer Maschinenbauunternehmen.

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