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Energie-Projekt

14.02.2015

Nach zähem Ringen viele Verträge fertig

Vier Verträge und Vereinbarungen wurden für das Visioneum unterzeichnet.
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Vier Verträge und Vereinbarungen wurden für das Visioneum unterzeichnet.

Geplantes Gebäude im Zentrum von Königsbrunn soll neue Wege für Bauen und Energiesparen aufzeigen

Fast eine viertel Stunde dauerte die Vertragsunterzeichnung zum geplanten Energiehaus der Zukunft, dem „Visioneum Energie+“ (siehe Infokasten). In einer Art Fließbandarbeit unterzeichneten die Verantwortlichen von Stadt, Lechwerke, Hochschule Augsburg und GWG, der städtischen Gesellschaft für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung, die Grundsatzvereinbarungen und Kooperationsverträge für das Leuchtturmprojekt (wie es mehrfach genannt wurde) – alles natürlich in mehrfacher Ausführung.

Das deutschlandweit einmalige Praxisprojekt für nachhaltiges Arbeiten und Wohnen soll im Zentrum am Europaplatz, unweit des Kinos Cineplex, entstehen (wir berichten).

Den Kooperationsverträgen ging ein Kraftakt voraus, wie er nicht alltäglich sei, stellte Bürgermeister Franz Feigl vor der Unterzeichnung fest. „Es gab ein zähes Ringen von allen Seiten, das nun zu einem guten Abschluss kommt.“

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LEW-Vorstand Norbert Schürmann nannte die Vertragsunterzeichnung einen „tollen Termin“, bei dem eine tolle Idee wahr werde. Für GWG-Geschäftsführer Günther Riebel markiert die Vertragsunterzeichnung den Startschuss, um nun mit Hochdruck die Feinplanung beginnen zu können, wie er auf Nachfragen unserer Zeitung erläuterte. Wichtig sei jetzt ein großes Ausschreibungspaket, mit dem man an den Markt gehen wolle. Ziel sei es, für den größten Teil der Gewerke schnellstmöglich Kostenangebote zu bekommen. „So haben wir eine Kostensicherheit bei Baubeginn“, erklärte Riebel.

Das mit gut 1,3 Millionen Euro veranschlagte Projekt wird mit etwa 500000 Euro durch die Städtebauförderung von der Regierung von Schwaben gefördert. Ebenfalls rund 500000 Euro steuert die Stadt bei, ihr gehört dann das Gebäude.

Die LEW beteiligt sich mit 200000 Euro und die Hochschule Augsburg als dritter Kooperationspartner mit 100000 Euro. Die Hochschule sichert sich mit ihrem finanziellen Anteil die Rechte, an dem innovativen Gebäude zu forschen. Denn die meisten zukunftsweisenden, bautechnischen Lösungen dort ständen kurz vor dem Durchbruch und werden weiter wissenschaftlich begleitet.

Der Beitrag der LEW sei dagegen ein Art Mietkostenvorauszahlung für das öffentlich zugängliche Gebäude, in dem es unter anderem ein Infozentrum und einen Veranstaltungssaal für Themen rund um die Energiezukunft und Elektromobilität geben wird.

Beispiele, wie man den „Energiehunger“ dämpfen kann

Das Visioneum Energie+ zeige, dass Königsbrunn die Energiefragen der Zukunft aktiv angehen will und eine Vorreiterrolle einnehmen möchte, erklärte Bürgermeister Feigl. Es sei entscheidend, die Bürger beim Thema Energiewende mitzunehmen. Der Rathauschef befürchtet, die Energiewende könnte einschlafen, deshalb gelte es, sie immer weiter am Laufenden zu halten. „Wir haben einen enormen Energiehunger, deshalb haben wir auch die Verantwortung, an den Einsparungen mitzuarbeiten.“

für das Visioneum ist für Freitag, 10. Juli, geplant.

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