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Bastelaktion

21.01.2015

Nach zehn Ave-Maria folgt das Vaterunser

Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen von dem Bastelangebot begeistert. Rechts im Bild half Hannelore Spannrub gerne aus, wenn der Faden zu sehr ausgefranst war. Konzentriert waren die Kinder bei der Sache.
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Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen von dem Bastelangebot begeistert. Rechts im Bild half Hannelore Spannrub gerne aus, wenn der Faden zu sehr ausgefranst war. Konzentriert waren die Kinder bei der Sache.

Bunte Holzperlen werden im Pfarrheim zum Rosenkranz geknüpft

Gespannt sitzen die Kinder im großen Saal des Pfarrheims in Bobingen. Auf den Tischen stehen schon die ersten Schälchen und Teller mit roten, blauen und braunen Holzperlen. Einige haben schon einen langen Faden in der Hand, an dessen einem Ende ein kleines Holzkreuz befestigt ist. Doch noch weiß niemand, wie aus dem Faden, den Perlen und dem kleinen Kreuz ein Rosenkranz werden soll. Denn genau das haben die gut 50 Kinder und Erwachsenen heute vor: selbst einen Rosenkranz anfertigen.

Dekan Thomas Rauch erzählt: „Seit einigen Jahren bieten wir das einmal im Jahr in der Pfarrei an.“ Vorwiegend richtet sich das Angebot an die Kommunionkinder des Jahres, aber auch alle anderen Pfarreimitglieder sind willkommen. Und weil der Rosenkranz derzeit auch im Schulunterricht das beherrschende Thema ist, fragt der Pfarrer gleich nach den ersten gelernten Rosenkranzgesetzen. Erst herrscht großes Schweigen, dann melden sich einige Kinder. Tatsächlich, die Gebete klappen schon fehlerfrei. Jetzt braucht es wirklich nur noch den geflochtenen Kranz dazu.

Hier hilft Hannelore Spannrub aus Achsheim weiter. Sie leitet den Bastelvormittag und hat selbst schon eine jahrelange Erfahrung im Rosenkranzbinden. „Als mein ältester Sohn zur Kommunion kam, haben wir selbst einen Rosenkranz geknüpft“, erzählt sie. Diese Erfahrung sei so toll gewesen und das Basteln habe so viel Spaß gemacht, dass sie das „als Berufung angesehen“ habe. Sie selbst fertigt die Zählketten auch aus Monstranzbohnen, aber „so oder so ist ein selbstgeflochtener Rosenkranz etwas ganz Besonderes“.

Das finden auch die vielen Teilnehmer am Bastelkurs. Und nachdem Hannelore Spannrub erklärt hat, wie es geht und sich auf jedem Tisch ein Muster eingefunden hat, geht es eifrig ans Auffädeln der Perlen. Dabei kann jeder selbst aussuchen, mit welchen Farben er seine Gebetskette gestalten möchte.

Erst kommen drei gleichfarbige Holzperlen, dann eine andersfarbige. Dann folgen zehn gleichfarbige Kugeln, welche die zu betenden „Ave-Maria“ symbolisieren. Die abgesetzte Kugel dazwischen steht für das „Vaterunser“. Schwierig ist es, die kleinen Perlen als Abstandshalter dazwischen zu platzieren. Alle Kugeln müssen sorgsam aufgefädelt werden. Für die Kinder ist das manchmal ein wenig knifflig, vor allem, wenn die Fadenspitze auszufransen droht. Sie lösen diese Aufgabe aber mit viel Spaß, Begeisterung und ein wenig Konzentration.

Fünfmal wiederholt sich dieses Schema, dann schließt sich der Faden zum Kreis. Hier ist die Aufgabe für die Bobinger Rosenkranzknüpfer beendet. „Den Schlussknoten mache ich für alle bei mir daheim“, sagt Spannrub. „Der ist nicht ganz einfach und braucht viel Übung.“ So befestigt Gemeindereferentin Theresia Zettler an jedem Rosenkranz ein Namensschild. Nachdem die Rosenkränze fertiggestellt sind, werden sie im Gottesdienst noch geweiht. Dann bekommen alle ihre Gebetskette mit nach Hause.

Die Kinder können es schon kaum erwarten. Eifrig wird sich am Ende noch ausgetauscht, ob Rot mit Blau oder Blau mit Braun die schönere Kombination war. Eines ist auf alle Fälle klar und der knapp 9-jährige Oskar Breitsameter fasst es in treffende Worte: „Es hat Spaß gemacht und war ein toller Vormittag!“

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