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Kleinaitingen

25.12.2018

Nachdenkliche Worte zum Jahresende

In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres blickt Bürgermeister Rupert Fiehl zurück auf 2018.
Bild: Carmen Janzen

Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl zeigt sich in seiner Bilanz von so manchen Reaktionen überrascht.

Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres steht traditionell im Zeichen eines Jahresrückblicks. Bürgermeister Rupert Fiehl gewährte den zahlreichen Zuhörern bei seiner Rede einen Einblick in die Seele eines Bürgermeisters.

„Manchmal fühle ich mich wie ein Schwimmer im Atlantik, der mal im langsamen Bruststil und mal im schnelleren Kraul sich stetig vorwärts bemüht. Aber in diesem Jahr bin ich manchmal auch in eine ungünstige Rückenlage gekommen“, sagte er und meinte damit anonyme Aushänge und Briefe, die für ihn eine ungewohnte Erfahrung seien. „Aber es gab auch viele positive Rückmeldungen, emotionale Momente bei Trauungen, aber auch Beerdigungen, Problemlösungen von Obdachlosigkeit bis zu drei aufsässigen Asylbewerben – eben ein Bad im Meer der Gefühle“, sagte Fiehl. „In unserem Kindergarten St. Martin sind die Kinder sehr gut aufgehoben. Ein berührender Moment war die Verabschiedung von Marlene Wagner durch die Kinder“, sagte Fiehl und zählte die gemeindlichen Investitionen beim Umbau der Parkplätze, Erneuerung der Jalousien und des Akustikraumes, sowie die Einrichtung einer neuen Webseite auf. Straßenreparaturen in der Lechfelder- und Grabener Straße gingen mit der Errichtung der „Zone 30“ mit Aufstellung von „Parkwächtern“ bis zum Sportgelände einher.

„Nicht nur Neubaugebiete sind wichtig, sondern auch die Belebung des Dorfes“

Der Bebauungsplan für den Altort sorge für eine sinnvolle Nachverdichtung in Verbindung mit einem Management für leer stehende Häuser und Höfe. „Nicht nur Neubaugebiete sind wichtig, sondern auch die Belebung des Dorfes“, sagte Fiehl und verwies auf das Kommunalunternehmen der Wohnanlage in der Gartenstraße. In der Lechfeldhalle wurden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt und die Toiletten und Sanitärräume, sowie die Entwässerung gründlich erneuert.

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Eine deutliche Verbesserung für die Kleinaitinger Bürger war die Eröffnung der neuen Filiale der Raiffeisenbank Schwabmünchen im Rathaus und die Aufstellung eines Geldautomaten an der Hauptstraße. Das Rathaus wurde saniert und der Bürgerservice mit einem DHL-Shop und Bayern-WLAN-Internetverbindung verbessert. Der neue Friedhof wurde mit Wegen, Urnenstelen, Wasserstellen und einer behindertengerechten Toilette gestaltet, auch das Kriegerdenkmal wurde restauriert. Mysteriös war allerdings das spurlose Verschwinden von fünf Tonnen Pflastersteinen während der Bauzeit.

Im Rahmen des Nachbarschaftshilfeprojekts „Bürgergemeinschaft Lechfeld“, dessen Vorsitzender Fiehl ist, wurde ein Elektrofahrzeug für den Seniorenfahrdienst angeschafft. „Dieses Projekt wird zusammen mit der Sozialarbeiterin Laura Eder im kommenden Jahr in den fünf beteiligten Gemeinden durchstarten“, gab sich Fiehl hoffnungsvoll. Sportlich war der Aufstieg der Volleyballdamen des FC Kleinaitingen in die Bayernliga herausragend. Der neue Bauhof entwickelte sich mit seinen Mitarbeitern nicht nur zu einem leistungsstarken Bau- und Dienstleistungszentrum, sondern auch zu einem Forum für Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino und das Public-Viewing bei der Fußballweltmeisterschaft.

Zum Schluss zeigt der Bürgermeister Bilder eines Rundflugs über Kleinaitingen

Der Ideenwettbewerb zum Kleinaitinger Wasserturm habe viele gute Vorschläge hervorgebracht und die Jugend zeigte sich interessiert an der Kommunalpolitik, sagte Fiehl und schloss mit dem Satz: „Da soll noch einer sagen, dass in Kleinaitingen nichts vorangeht.“

Fiehl ließ danach den Kurzfilm „Rundflug über Kleinaitingen“ laufen und verwies auf den von Hubert Sporer herausgebrachten Bildband über Kleinaitingen. Der zweite Bürgermeister Artur Dachs bedauerte den geringen Besuch bei den Sommerfesten am Bauhof. Im Hinblick auf die zu Ende gehende Wahlperiode sagte Dachs: „Advent ist die Zeit zum Nachdenken, wofür es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen und wir haben noch ein Jahr Zeit, um etwas zu bewegen.“

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