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Lagerlechfeld

10.11.2019

Natalie Rohrer gewinnt den Deutschen Kinderliederpreis

Mit ihrer Band durfte Natalie Rohrer in Nürnberg den Deutschen Kinderliederpreis entgegennehmen.
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Mit ihrer Band durfte Natalie Rohrer in Nürnberg den Deutschen Kinderliederpreis entgegennehmen.
Bild: U. Demirbas

Die Musikerin aus Lagerlechfeld setzt sich gegen 70 Konkurrenten aus drei Ländern durch und besteht auch im Finale. Wie sie ihre Zukunft sieht.

Großen Jubel gab es zuletzt in Natalie Rohrers Wohnort Lagerlechfeld und in Königsbrunn, wo sie arbeitet: Die Musikerin hat den Deutschen Kinderliederpreis gewonnen.

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Erst seit rund zwei Jahren ist die 32-Jährige im Kinderliederbusiness unterwegs und deshalb immer auf der Suche nach Inspiration. Als die Sängerin Anfang dieses Jahres bei einer Internetrecherche durch Zufall auf die Ausschreibung des Deutschen Kinderliederpreises 2019 stieß, hatte sie gerade erst ihre durch Crowdfunding produzierte erste CD „Kinder dieser Welt“ herausgebracht. „Das passt wie die Faust aufs Auge“, dachte sich Rohrer, denn der Titelsong ihrer CD entsprach genau dem Motto des Contests, „Lieder für uns alle“. Daher musste sie nicht lange überlegen und bewarb sich kurzerhand bei diesem Kinderliederwettbewerb, dem größten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der jährlich von den Nürnberger Nachrichtenmit insgesamt 2500 Euro dotiert ist.

Vorentscheid dauerte mehrere Monate

Der Vorentscheid erfolgte durch eine mehrere Monate andauernde Zeitspanne, in der von allen teilnehmenden Kinderliedermachern, Journalisten und anderen Fachleuten aus dem Musikbusiness Punkte auf die einzelnen Musikbeiträge vergeben wurden. „Und es hat funktioniert“, freut sich Rohrer. Aus über 70 Teilnehmern aus drei Ländern wurde sie von der Jury im Sommer unter die drei Finalisten gewählt, was bedeutete, dass sie ihr Können bei der Endausscheidung Ende Oktober erneut unter Beweis stellen musste.

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Beim Finale, das in der Tafelhalle Nürnberg stattfand, war Rohrer dann doch etwas angespannt, zumal sie eine sich kurz vorher zugezogene Erkältung noch nicht ganz auskuriert hatte. „Ich war noch nicht richtig fit, aber wenn das Adrenalin da ist, vergisst man das schnell“, sagt die Musikerin. 20 Minuten hatte jeder Kandidat Zeit, um einen Querschnitt aus seinem Repertoire zu präsentieren. Für Rohrer ging die Zeit trotz der anfänglich immensen Nervosität schnell vorbei.

Auf Augenhöhe mit den Kinder kommunizieren

Neben dem Wettbewerbsbeitrag „Kinder dieser Welt“ bot die vierköpfige Band um Rohrer unter anderem ein Medley sowie einen neuen Song dar und zog, vor allem wegen ihrer Animation, die Begeisterung speziell des ganz jungen Publikums an. „Die Kinder sind dann wirklich aufgestanden, vor mir auf die Bühne gekommen und haben toll mitgemacht und mitgesungen“, freute sich die Sängerin und verriet auch gleich ihr Geheimnis, wes halb sie so gut bei den Kindern ankam: „Ich versuche nicht zu kindlich, sondern immer auf Augenhöhe mit den Kindern zu kommunizieren.“

Während nach dem Auftritt aller Finalisten die rund 500 Zuschauer im Saal ihre Stimme abgeben durften, mit der schließlich der Sieger gewählt wurde, war die Anspannung groß – und dann der Jubel, als feststand, dass Rohrer den ersten Platz erreicht hatte. „Was für ein Wochenende, und ich kann es noch gar nicht richtig glauben“, schreibt Rohrer auf ihrer Webseite und anderen sozialen Medien. Auch in Königsbrunn ist die Freude über den Sieg der Songwriterin groß. Musikschulleiter Robert Weisser zeigte sich sehr stolz über seine Mitarbeiterin: „Wir sind froh, so kreative Lehrkräfte bei uns zu haben, die unser Markenzeichen, eigene Kompositionen und Arrangements zu erstellen, immer wieder bei Konzerten erfolgreich präsentieren. Ganz besonders stolz sind wir, dass Frau Rohrer ihre musikalischen Ideen den Kindern unserer Musikschule und vielen anderen Instituten auch als Unterrichtswerke zur Verfügung stellt.“

Auch Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl zeigte seine hohe Anerkennung mit einer Einladung, bei der er Rohrer ein Geschenk überreichte. Besonders beeindruckte ihn, dass Rohrer trotz der Drei-Länder-Konkurrenz den ersten Preis nach Königsbrunn holte.

Natalie Rohrer will mit den Kindern wachsen

Auf die Frage nach ihren Plänen verriet die Sängerin: „Meine Absicht ist, die Kinderliederschiene zwar erst einmal beizubehalten, aber langfristig die Kinder mitzunehmen, mit ihnen zu wachsen, sie da abzuholen, wo Kindermusik schon albern wird.“ Die Fans dürfen gespannt sein und sich erst einmal auf Rohrers neue Weihnachts-CD freuen, die Anfang Dezember erscheint mit dem Titel: „Es ist Weihnacht“.

Wer die Siegerin des Wettbewerbs demnächst live erleben möchte, hat am 7. und 14. Dezember dazu Gelegenheit, wenn sie in der City-Galerie Augsburg die neuen Lieder der Weihnachts-CD live mit ihrer Band präsentiert. Beim Adventskonzert der Musikschule Königsbrunn am 8. Dezember singt der Kinderchor der Musikschule bereits zwei Songs aus Rohrers neuem Repertoire.

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