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Graben

03.06.2019

Neue Details zum Brand mit Millionenschaden bei Amazon

Nach dem Brand bei Amazon konnte die Frühschicht am Montag nicht ihre Arbeit aufnehmen. Nur wenige Autos standen auf dem Firmenparkplatz.
Bild: Michael Lindner

Die Kripo hat derzeit keine Hinweise auf eine Brandstiftung. Trotzdem muss die Frühschicht wieder gehen. Wie es jetzt bei Amazon in Graben weitergeht.

Dort wo sonst Hunderte Fahrzeuge parken, herrscht fast gähnende Leere. Nur ein paar Dutzend Autos stehen am Montagmittag auf dem riesigen Parkplatz von Amazon nahe der B17. Denn auch am Montagmorgen steht der Betrieb des Onlinehändlers auf dem Lechfeld still, da Brandermittler der Kripo Augsburg noch am Vormittag den Tatort untersuchten.

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Inzwischen sei der Brandort wieder freigegeben, sagt Polizeisprecher Michael Jakob am Montagmittag im Gespräch mit unserer Redaktion. „Es gibt keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung. Derzeit gehen wir von einem technischen Defekt aus“, sagt Jakob. Die polizeilichen Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, es werden noch Vernehmungen mit Angestellten durchgeführt.

Polizei schätzt den Schaden bei Amazon auf bis zu eine Million Euro

Wie berichtet ist am Samstagabend gegen 19 Uhr ein Feuer in einer Halle des Amazon-Logistikzentrums in Graben ausgebrochen. Mehr als 100 Mitarbeiter mussten daraufhin das Gebäude verlassen und konnten ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen. Die Feuerwehren aus dem Lechfeld und Schwabmünchen löschten den Brand innerhalb kurzer Zeit. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Das Gebäude wurde nach Angaben der Polizei nicht arg in Mitleidenschaft gezogen, lediglich einige Leitungen seien defekt. Allerdings wurden viele gelagerte Waren durch den Rauch sowie die Sprinkleranlage und das Löschwasser beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf 500.000 bis eine Million Euro.

Neue Details zum Brand mit Millionenschaden bei Amazon

Amazon-Pressesprecher Stephan Eichenseher kann auch zwei Tage nach dem Brand noch keine Einzelheiten über den finanziellen Schaden sagen, da der Bereich weiterhin von der Polizei abgesperrt sei. Wie viele Artikel entsorgt werden müssen, beschädigt sind oder noch verkauft werden können, sei ebenfalls nicht abzusehen. „Wir warten das Ergebnis der chemischen Untersuchung ab, denn die Artikel müssen unbedenklich sein, um sie an den Kunden weiterzugeben“, sagt Eichenseher.

Mehrere hundert Mitarbeiter der Frühschicht können bei Amazon nicht arbeiten

Da diese Untersuchungsergebnisse derzeit noch nicht vorliegen, wurden die etwa 800 bis 1000 Mitarbeiter der Montagsfrühschicht auch wieder nach Hause geschickt. „Die Mitarbeiter werden natürlich bezahlt. Aber die Sicherheit hat Vorrang“, sagt der Amazon-Pressesprecher.

Derzeit sind Mitarbeiter des Unternehmens Belfor, welches im Bereich der Schadensanierung beheimatet ist, bei Amazon in Graben vor Ort. Der vom Brand betroffene Bereich wird vom nicht-betroffenen Areal mittels großer Plastikfolien abgetrennt. Außerdem wird die Halle gereinigt und gelüftet. Wann die Beschäftigten in Graben ihre Arbeit aufnehmen können, ist noch nicht klar.

Verzögerungen bei der Lieferung soll es für die Kunden aufgrund des „gut ausgebauten Logistiknetzwerks“ keine geben.

Lesen Sie hier den Artikel zum Brand bei Amazon: Eine Million Euro Schaden nach Schwelbrand bei Amazon in Graben

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