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Langerringen

03.12.2018

Neue Pläne für Schule und Kinderkrippe

Das neue Feuerwehrhaus an der Hauptstraße wurde zu einem das Ortsbild prägenden Ensemble und erfüllt alle Anforderungen der Feuerwehr.
Bild: Hieronymus Schneider

Langerringen plant den Neubau einer Kindertagesstätte und die Renovierung des alten Schulhauses. Bürgermeister Konrad Dobler kündigt Abschied an.

Bei der Bürgerversammlung in Langerringen überraschte Bürgermeister Konrad Dobler mit einer Ankündigung: „Das war mein vorletzter Jahresbericht bei einer Bürgerversammlung“ – mit diesen Worten beendete Dobler seinen Rückblick auf 2018 und den Ausblick auf das kommende Jahr. Damit kündigte er an, dass er bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr als Bürgermeister zur Wahl stehen wird. Nähere Informationen zu diesem Entschluss sind noch nicht bekannt. Zuvor ging Dobler auf folgende Punkte ein:

Feuerwehrhaus

Das größte Bauprojekt des Jahres 2018 war die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses. „Die zentrale Lage im Dorf hebt die Bedeutung der Feuerwehr für die Gemeinde hervor. Der Neubau ist eine Bereicherung für das Ortsbild“, sagte Bürgermeister Dobler. Die Gesamtkosten beliefen sich auf circa 2,1 Millionen Euro. 224000 Euro davon sind durch Zuschüsse abgedeckt. Etwa 1,5 Millionen Euro wurden in das Gebäude und rund 200000 Euro in die Ausstattung investiert.

Kinderkrippe

Der Langerringer Kindergarten ist mit knapp 100 Kindern ausgebucht. Die Krippenkinder sind derzeit alle im Gennacher Kindergarten untergebracht, langfristig ist jedoch auch eine Tagesstätte in Langerringen erforderlich.

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Deshalb hat die Gemeinde ein an den Kindergarten angrenzendes Grundstück erworben und einen Neubau für drei Gruppen geplant. Die Baukosten werden auf 3,1 Millionen Euro geschätzt, wobei die Gemeinde mit einer Förderung in Höhe von 80 Prozent rechnet. Die Küche wird für die Zubereitung von warmen Mahlzeiten ausgestattet. Somit können von dort aus auch die Kindergartengruppen im Nachbargebäude und in Gennach sowie die Mittagsbetreuung in der Grundschule versorgt werden. Der geplante Bau in U-Form erhält zudem eine Stahlbetondecke, die eine spätere Aufstockung ermöglicht.

Schule

Das in die Jahre gekommene Schulgebäude ist sanierungsbedürftig. Die Umsetzung eines neuen Brandschutzkonzepts wird etwa 400000 Euro kosten. Dazu zählt die Installation von Brandschutztüren, einer Fluchttreppe und eines Aufzugs sowie eines neuen Eingangs mit Rampe. Für die Erneuerung der Toilettenanlagen, der Eingänge zum Pausenhof und der Sanierung der Westfassade werden 217000 Euro veranschlagt. Zudem sollen die Klassenzimmer mit Datenleitungen für die Digitalisierung ausgestattet werden. Aus dem „Kommunalinvestitionsprogramm Schule“ (KIPS) erwartet die Gemeinde dafür eine Förderung von etwa 350000 Euro. Der jährliche Aufwand für die Schule beträgt knapp 174000 Euro, für die Musikschule wurden 187700 Euro ausgegeben. Dem stehen Einnahmen von etwa 110000 Euro aus Elternbeiträgen und Zuschüssen für Personalausgaben gegenüber.

Gewerbegebiet Nord

Die Erschließung des 60000 Quadratmeter großen Gebietes ist im Sommer dieses Jahres erfolgt. Nun können Gewerbeflächen an Interessenten verkauft werden.

Ärztliche Versorgung

Auf dem Grundstück an der Hauptstraße 50, gegenüber der Apotheke, sollen Einrichtungen für die ärztliche und pflegerische Versorgung entstehen. Auf Nachfrage eines Bürgers bestätigte Dobler, dass es eine Zusage eines Arztes zur Niederlassung gebe und dass der Bau schon im kommenden Jahr beginnen könne.

DSL-Ausbau

Die größten Wohngebiete in Langerringen sind durch Glasfaserkabel mit einer Netzbandbreite von 30 Megabyte versorgt. Für einige unterversorgte Randgebiete ist der Ausbau für etwa 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Durch Fördergelder verbleiben der Gemeinde Kosten von rund 311000 Euro.

Wasser und Abwasser

Der Vertrag der Gemeinde als Teilhaber des Staudenwasser-Zweckverbandes wurde um zehn Jahre bis 2027 verlängert. Die Wasserabnahme ging 2018 von 184752 Kubikmeter im Vorjahr auf 171944 Kubikmeter zurück.

Straßenausbau und Baugebiete

 Der Ausbau der Staatsstraße 2035 durch das Staatliche Bauamt verzögert sich aufgrund des Planfeststellungsverfahrens bei der Regierung von Schwaben um etwa zwei Jahre. Im neuen Baugebiet an der Hurlacher Straße wurden alle Parzellen verkauft. Da weitere Interessenten vorhanden sind, wird eine Erweiterung östlich der Hurlacher Straße geplant.

Rufbus

Der Modellversuch einer Rufbuslinie nach Schwabmünchen, Hiltenfingen und Schwabegg läuft noch zwei Jahre. Die Mehrzahl der Fahrgäste nutzen den Rufbus ein- oder zweimal in der Woche. Dobler ermunterte dazu, dieses Angebot mehr in Anspruch zu nehmen.

Haushaltslage

 Verwaltungs- und Vermögenshaushalt haben die Grenze von sechs Millionen Euro überschritten. „Solch hohe Zahlen hatten wir noch nie“, sagt Kämmerin Gerlinde Zacher, die den Haushaltsplan seit 30 Jahren erstellt. Die größten Einnahmen stammen aus den Einkommensteuerbeteiligungen mit 2,4 Millionen, der Gewerbesteuer mit 1,2 Millionen und der Schlüsselzuweisung von rund 680000 Euro. Die höchsten Ausgabeposten sind die Kreisumlage in Höhe von 1,8 Millionen und die Gewerbesteuerumlage von 234000 Euro. Vom Verwaltungshaushalt kann die Gemeinde etwa 858600 Euro dem Vermögenshaushalt zuführen. Der Schuldenstand sank von 2,98 auf 2,63 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung ging von 763 auf 700 Euro zurück.

Einwohnerentwicklung

Die Gesamtgemeinde hat aktuell 3978 Einwohner, im Vorjahr waren es noch 3903. Diese Steigerung entstand durch Zuzug, denn den 37 Geburten im Jahr 2018 stehen 49 Sterbefälle gegenüber.

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