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Schwabmünchen

08.09.2019

Neue Schulleiterin startet an der Grundschule

Für die naturliebende Maren Hankl ist der Schulgarten ein besonderer Höhepunkt.
Bild: Uwe Bolten

Die Sankt-Ulrich-Grundschule hat ab Dienstag eine neue Chefin. Was Maren Hankl an der Schule begeistert und was sie in Schwabmünchen vermisst.

Laut hallen die Schritte von Maren Hankl durch die leeren Flure. Es dauert nur noch bis Dienstag, ehe die Gänge der Sankt-Ulrich-Grundschule an der Holzheystraße vom Stimmengewirr der Schüler durchflutet werden. „Die Arbeiten, die noch zu erledigen sind, werden zum Schulstart am Dienstag fertig sein“, sagt die Pädagogin, die ab diesem Schuljahr 2019/2020 die Leitung der Bildungseinrichtung von Ursula Timmler übernommen hat (wir berichteten).

Ehemalige Konrektorin hat ihr altes Büro geräumt

Die ehemalige Konrektorin hat ihr altes Büro geräumt und ist ins Chefzimmer eingezogen. „Ein wenig ungewohnt ist es schon“, sagt die 52-jährige Schulleiterin, die es vor vielen Jahren aus Franken in das Schwabmünchner Stadtgebiet verschlagen hat. „Aber das wird nur eine Frage der Zeit sein“, ergänzt sie und verweist auf ihren Weg als Lehrerin, der einige neue Situationen für sie bereithielt.

Nach dem Abitur in ihrer fränkischen Heimatgemeinde Bad Brückenau und dem Studium in Würzburg folgte erst einmal eine Auszeit zur Erziehung ihrer ersten Tochter. „Damals gab es noch nicht so flexible Betreuungskonzepte wie heute“, erzählt sie. Weitere Kinder folgten. Die Folge war eine Pause von zwölf Jahren, nach der die dann fünffache Mutter 2006 in den aktiven Schuldienst zurückkehrte. Über Stationen an den Grundschulen in Großaitingen, Langenneufnach, Königsbrunn und eine mehrjährige Stehzeit in Türkheim fand sie zum Schuljahr 2015/2016 ihre neue berufliche Heimat an der Sankt-Ulrich-Grundschule.

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Sprachen mag sie am liebsten

„Sprachen sind meins“, sagt Hankl auf die Frage, welche Fächer sie am liebsten mag. Englisch sei ihr Hauptfach, interessante Einblicke gewann sie im Rahmen Weiterbildung für „Deutsch als Zweitsprache“, kurz DaZ. „Da habe ich versucht, Arabisch zu lernen“, sagt sie und erwähnt, dass es mit der Schrift einigermaßen klappe, die Aussprache aber noch einige Hürden biete. Als Teil einer externen Evaluationsgruppe besucht sie andere Schulen und schaut sich mit Kollegen die Abläufe an. „Das ist recht interessant und eine Bereicherung für mich, da der Blick über den Tellerrand immer Neues bietet“, erzählt sie.

„Wir sind eine Schulfamilie mit den Kindern im Zentrum“, formuliert sie hervorstechende Wesenszüge der Grundschule am Festplatz. „Ich wäre dumm, würde ich sofort Änderungen vornehmen. Natürlich habe ich meine Ideen, aber die haben Zeit“, betrachtet sie ihre neue Position an der Schule.

„Ich möchte auf Augenhöhe mit den Kollegen sein, das ist mir wichtig. Dabei weiß ich genau, dass auch unbeliebte Entscheidungen getroffen werden müssen. Das wird von mir als Rektorin erwartet und das werde ich auch umsetzen“, lässt sie in ihren freundlichen Führungsstil blicken.

Die Zusammenarbeit in Schwabmünchen ist bemerkenswert

Als bemerkenswert bezeichnet die neue Schulleiterin die Art der Zusammenarbeit an ihrer Schule. „Vom Kollegium über Elternbeirat, der Stadt als Träger, Vereinen und Initiativen bis zur Schreibkraft und dem Hausmeister arbeiten alle zusammen“, beschreibt sie beim Rundgang durch die leere Schule die Situation.

Die Freundin italienischer Küche vermisst in ihrer Wahlheimat Schwabmünchen fast nichts. „Es gibt eine Sache, auf die ich mich besonders freue, wenn ich in die fränkische Heimat reise: die Bratwürste“, berichtet sie fast träumerisch. Weiterhin reist die naturverbundene Rektorin gerne, wobei Städte und Regionen hauptsächlich zu Fuß erobert werden. „Ich durchlaufe die Städte, um den Blick hinter die Kulissen zu bekommen“, berichtet sie weiter. Musikalisch hat die neue Rektorin mit dem Spiel der Querflöte und der Gitarre auch einiges zu bieten.

„Wichtig im Leben ist mir die Bewegung, egal ob körperlich oder geistig. Ich hoffe, dass meine Energie nicht für die anderen zu anstrengend wird“, schaut sie in die Zukunft der Sankt-Ulrich-Grundschule.

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