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Großaitingen

12.08.2019

Neue Wassertretanlage kostet rund 60.000 Euro

Bürgermeister Erwin Goßner schreitet bei der Eröffnung der Wassertretanlage in Großaitingen zwischen der Singold und dem Oberen Singoldweg voran. Von der Idee bis zur Fertigstellung dauerte es fünf Jahre.
Bild: Hieronymus Schneider

Großaitingens Bürgermeister Erwin Goßner und der Gemeinderat weihen Anlage am Oberen Singoldweg eigenfüßig ein. Warum das Projekt fast fünf Jahre gedauert hat.

Die Gemeinde Großaitingen hat während der Sommermonate ein erfrischendes Angebot: Eine Woche nach der offiziellen Übergabe der betreuten Wohnanlage im Neubaugebiet westlich des Oberen Singoldwegs wurde nun ganz in der Nähe die Wassertretanlage von der Gemeinde zur Nutzung an die Dorfbewohner und durchreisende Fahrradtouristen freigegeben. Bürgermeister Erwin Goßner sagte bei der „Einweihung“, dass dieses Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren von der Idee bis zur Fertigstellung am schnellsten von allen Gemeindevorhaben realisiert wurde.

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„Es war Ende 2015 oder Anfang 2016, als ich mir mit dem Bauamtsleiter Helmut Zott ein Bild von einem Umlaufgraben machte, der als Fischaufstiegshilfe dienen sollte. In meinem Kopf entstand dann plötzlich das Bild einer naturnahen Wassertretanlage, die sich wunderschön hier einfügt“, erklärte der Bürgermeister den versammelten Gemeinderäten, Verwaltungsangestellten, Bauhofmitarbeitern und Gästen. Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates befürwortete diese Idee etwa ein Jahr später im Februar 2017.

Prüfung durch das Wasserwirtschaftsamt dauert fast ein Jahr

Im Mai entschied sich der Gemeinderat für die teurere von zwei Varianten des Architekturbüros Baldauf. Die Wassertretanlage sollte zur besseren Reinigung kein Kiesbett, sondern eine befestigte Sohle und eine Möglichkeit zum Entleeren haben und insgesamt etwa 40.000 Euro kosten. Die Machbarkeit musste aber vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth geprüft werden, denn die Singold und das umgebende Areal gehören dem Freistaat Bayern. Das Wasserwirtschaftsamt stand dem nicht entgegen, aber die Prüfung dauerte fast ein weiteres Jahr bis März 2018.

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Nachdem die Genehmigung des Freistaats Bayern erteilt war, begannen die Erdarbeiten durch die Firma Wiedemann aus Altenmünster und die Schlosserarbeiten für die Rohrleitungen und Geländer von der Großaitinger Firma Göppel. Im Oktober 2018 wurden die Bepflanzungen von der Garten- und Landschaftsbaufirma Heim angelegt, die sich nun im Sommer prächtig zwischen den großen Wasserbausteinen entfalten. Sitzbänke laden zum Verweilen und zum bequemen Abtrocknen der Füße und Aus- und Anziehen der Schuhe ein.

Wasser aus der Großaitinger Anlage kommt aus der Singold

Das Wasser wird direkt von der Singold abgeleitet und deshalb ist es immer auch mit natürlichen Schwebstoffen getrübt, was der gesunden Erfrischung aber keinen Abbruch tut. Davon überzeugten sich der Bürgermeister und einige Gemeinderäte nun persönlich. Anschließend lud der Bürgermeister zu einer gemütlichen Brotzeit an der Wassertretanlage ein. Der Bauhof stellte dazu Tische und Bänke auf und der Bürgermeister selbst teilte den Wurstsalat an die Gäste aus.

Der ursprüngliche Kostenrahmen von 40.000 Euro für diese Wassertretanlage konnte nicht eingehalten werden. „Etwa 50 Prozent mussten wir schon noch drauf legen“, räumte Bürgermeister Goßner ein.

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