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Graben

04.06.2018

Neue Wege im Lagerlechfelder Friedhof

Die Wege um die Urnenwand werden erweitert und eine zweite Urnenwand südlich oder östlich eingeplant.
Bild: Hieronymus Schneider

Die Urnenwand soll erweitert werden. Der Freizeitsee wird durch einen Rodelhügel und Grünanlagen aufgewertet. Was sonst noch im Gemeinderat los war.

Bei der Planung für den Lagerlechfelder Friedhof wurden vom Planungsbüro Steinbacher zwei Entwürfe für die Wegeführung vorgelegt. In beiden ist die Erweiterung des bisherigen Rundwegs an der Nordseite durch einen Weg in Form eines Fisches, dessen Flossen sich bei der bestehenden Urnenwand kreuzen, vorgesehen.

Die Varianten unterscheiden sich nur in der möglichen Anordnung weiterer Urnenwände. Die Wegeführung, durch die sich verschiedene Felder mit der Möglichkeit unterschiedlicher Bestattungsformen ergeben, fand im Gemeinderat allgemeine Zustimmung. Der Haupteingang an der Ostseite wird beibehalten, von Westen wird ein einfacher Zugangsweg mit Tor angelegt. Davor werden eine Bank und ein Fahrradständer platziert und mit einer niedrigen Hecke eingefasst. Einig war sich der Gemeinderat auch darüber, die Planung einer weiteren Urnenwand in Auftrag zu geben.

Der Platz vor dem bestehenden Eingangsgebäude mit dem Aufbahrungsraum soll neu gestaltet und die Entsorgungssammelstelle von dort an eine andere Stelle verlegt werden. Grabens Bürgermeister Andreas Scharf will noch mit den katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden klären, ob ein Bedarf für einen Anbau eines Aussegnungsraumes besteht.

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Keine Einwände beim geplanten Rodelhügel am Freizeitsee

Die Planung eines Erholungsbereichs mit Rodelhügel und Grünanlagen wurde bereits im September 2017 mit der Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Nun liegen die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor. Daraus ergaben sich keine wesentlichen Einwände. „Die Zufahrt und die Stellplätze sind gesichert, ohne die landwirtschaftlichen Feldwege zu blockieren“, stellte Scharf fest. Auch der Einwand der unteren Naturschutzbehörde wegen möglicher Störung eines Biotops beruhe auf einer Verwechslung und könne zurückgewiesen werden, so Scharf. Der Gemeinderat billigte den nach Abwägung geänderten Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplanes in der Fassung vom 30. Mai 2018 einstimmig und beauftragte das Büro Arnold mit der weiteren Planung.

Bürgermeister Scharf nahm diesen Punkt zum Anlass, um auf Vorwürfe aus dem Naturschutzbereich wegen des Flächenverbrauchs durch Bau- und Gewerbegebiete zu reagieren. Er wies in seiner Stellungnahme darauf hin, dass sich die Siedlungspolitik der Gemeinde Graben ausschließlich zwischen der Lechleite und der B17 erstrecke. Dort seien nur landwirtschaftlich wenig ertragreiche Böden, das fruchtbare Hochfeld werde nicht angetastet. Von der möglichen Wohnbaufläche von 45 Hektar wurden seit 1998 nur 28 Hektar überbaut. Lediglich weitere zehn Hektar seien noch als Wohnbaufläche ausgewiesen, der Rest bleibe frei. „Die Situation auf dem Lechfeld wird hier zu Unrecht als negatives Beispiel dargestellt“, sagte der Bürgermeister.

Die elfte Änderung des Flächennutzungsplans, welche den ehemaligen Gutshof betrifft, wurde zurückgestellt. Hier seien noch Gespräche mit der Gemeinde Kleinaitingen für das geplante interkommunale Gebiet notwendig. Die Änderungen der Flächennutzungspläne der Nachbargemeinden Untermeitingen und Schwabmünchen berühren die Belange der Gemeinde Graben nicht.

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