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Schwabmünchen

25.03.2020

Neuer Kindergarten: Alle Argumente kommen auf den Tisch

Auf diesem Spielplatzgelände am Enzianweg Ecke Auerbergstraße soll ein Kindergarten-Neubau entstehen. Die Anwohner kritisieren das Vorhaben.
Bild: Carmen Janzen

Plus Wird ein Kindergarten auf dem Spielplatzgelände an der Schwabmünchner Auerbergstraße gebaut oder kommt ein Alternativstandort zum Zug?

Wie geht es im Streit um einen möglichen Kindergarten-Neubau auf der Fläche eines Spielplatzes an der Auerbergstraße in Schwabmünchen weiter? Einen Runden Tisch mit Anwohnern und Vertretern der Stadt wird es wegen der Corona-Krise nicht mehr geben. Die für das Projekt nötige Bebauungsplanänderung soll dafür Thema in der nächsten Stadtratssitzung sein. Dann kommen auch die über 800 Einwendungen zur Sprache, die bei der Stadt eingegangen sind. Sie richten sich in der Hauptsache gegen einen Neubau in direkter Nachbarschaft des Christophorus-Kindergartens.

Auf dem Spielplatz an der Auerbergstraße in Schwabmünchen soll ein Kindergarten errichtet werden. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Doch Anwohner protestieren seit Monaten gegen das Vorhaben. Mittlerweile sind 840 Einwendungen bei der Stadt eingegangen.
Bild: Felicitas Lachmayr

Verhandlungen um Alternativgrundstück für Schwabmünchner Kindergarten

Wie berichtet, halten Anwohner das ins Auge gefasste Grundstück an der Auerbergstraße für zu klein. Darauf befindet sich derzeit ein Spielplatz mit Bäumen. Die Anwohner befürchten, dass durch einen Neubau der Verkehr zunehmen könnte. Bei der nächsten Stadtratssitzung – der Termin steht noch nicht fest – kommen alle Argumente auf den Tisch. Auch die Frage, ob es einen Alternativstandort gibt, wird eine Rolle spielen. Anwohner hatten sich bereits auf die Suche nach geeigneten Grundstücken gemacht. Auch die Stadt hat mögliche Flächen im Blick.

Darunter befindet sich nach Auskunft von Bürgermeister Lorenz Müller ein Grundstück am Römerweg nahe des Breitlehen. Müller hält das Grundstück „für durchaus interessant“, sagte er auf Nachfrage. Derzeit finden Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern statt.

Neuer Kindergarten: Alle Argumente kommen auf den Tisch

Geplanter Kindergarten in Schwabmünchen wird heiß diskutiert

Über den möglichen Alternativstandort entscheiden muss aber der Stadtrat am Ende des Verfahrens, das Behörden und Träger öffentlicher Belange genauso wie die Öffentlichkeit beteiligt. Jedem Betroffenen wird rechtliches Gehör verschafft. Es werden auch die zu erwartenden Auswirkungen eines Vorhabens in ihrer Gesamtheit ermittelt. Das wiederum stellt sicher, dass in der abschließenden Abwägung und Entscheidung alle Aspekte berücksichtigt werden.

Vorab heiß diskutiert wird das Projekt schon im Internet: Auf Facebook gab es über 40 Kommentare nach der jüngsten Berichterstattung. Mal sachlich und auch emotional wird beispielsweise diskutiert, ob zwei Kindergärten nebeneinander sinnvoll sind. Thema sind auch die Zufahrt, die Größenverhältnisse, die Realisierbarkeit des Projekts und die Situation im Breitlehen, wo es viele junge Familien gibt.

Zunächst wurde an eine Aufstockung gedacht

Nach ersten Plänen des Königsbrunner Büros Degele sollte das Gebäude auf dem Spielplatz an der Auerbergstraße für zwei zusätzliche Kindergartengruppen aufgestockt werden. Als klar war, dass dies aus statischen Gründen kompliziert und teuer werden würde, musste eine andere Lösung her. Zudem stieg Bürgermeister Lorenz Müller zufolge der Bedarf im Laufe des Verfahrens um zwei weitere Gruppen. Die Experten schlugen einen Neubau für rund fünf Millionen Euro direkt neben dem Christophorus-Kindergarten vor. Dessen Träger sollte auch die Betreuung der neuen Gruppen übernehmen – egal ob im Erweiterungs- oder Neubau.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Neue Form der Bürgerkultur

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