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Grundschule West

26.03.2015

Neues Futter für Leseratten

Anett Lindau-Schuster (links) vom Verein „Bildung für Kinder“ übergab 400 Euro an Rektor Raimund Berchtold und die Ehrenamtlichen der Schulbücherei, Cornelia Mayr (hinten rechts) und Margot Schwarz.
Bild: Andrea Collisi

Ein Förderverein löst sich auf und spendet 400 Euro an Schulbücherei

Für 400 Euro kann sich die Schulbücherei der Grundschule West jetzt neue Medien kaufen. Im Zuge seiner Auflösung spendete der Verein „Bildung für Kinder“ jetzt sein verbliebenes Vereinsvermögen an die Schulbücherei.

Der Verein hatte sich 2007 in Verbindung mit einem Modellversuch zur Förderung überdurchschnittlich begabter Schüler gegründet. Federführend dabei war unter anderem Anett Lindau-Schuster. Pate stand für das Projekt Prof. Eva Matthes vom Lehrstuhl Pädagogik an der Uni Augsburg.

Ziel war, außerhalb des Unterrichtes zusätzliche mathematisch- naturwissenschaftlichen Kurse für Kinder anzubieten, die dafür Interesse zeigten. Zudem gab es eine Schreibwerkstatt, einen Tierfreunde Kurs wie einen Kunstkurs. In den letzten Jahren wurden nur noch vereinzelt Kinder angemeldet. Darum kam der Vorstand zu dem Schluss, den Verein aufzulösen und den Kassenbestand von 400 Euro der Schulbücherei zu überreichen.

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Rektor Raimund Berchtold führt das nachlassende Interesse der Eltern auf Veränderungen in der Arbeitswelt und bei Familienstrukturen zurück. Er ist dem Verein sehr dankbar über die Zuwendung. „Bücher sind wichtig für Bildungsförderung und können ein Schlüssel für vielerlei Begabungen sein“, erklärt Anett Lindau-Schuster, warum der Kassenbestand des Vereins speziell hierin einfließe.

Die Schulbücherei existiert in der Grundschule West seit 2012. Die frühere Elternbeiratsvorsitzende Cornelia Mayr engagiert sich dafür. „Unsere Schulbücherei wird von 85 Prozent der Grundschüler genutzt, es macht mich natürlich glücklich, wenn unsere Arbeit gewürdigt wird“, äußerte sie sich, „ich bin Frau Lindau-Schuster und dem Verein sehr dankbar“.

Zusammen mit Margot Schwarz hatte sie die Schulbücherei gegründet und unterhält sie sie seither ehrenamtlich aufrecht. Man spürt, dass die beiden ein eingespieltes Team sind. Über 16 Jahre hatten die beiden zuvor die Spielzeug- und Kleiderbörse in der Kindertagessstätte St. Michael betrieben. Als die nicht mehr angeboten wurde, kamen sie mit 300 Büchern auf die ehemalige Grundschule ihrer inzwischen erwachsenen Kinder zu und fanden in Rektor Raimund Berchtold einen Verbündeten.

Schnell wuchs – größtenteils aus privaten Spenden – der Bestand auf über 5000 Bücher und 300 CDs. Immer Montag und Donnerstag Vormittag kann man die Medien ausleihen. Das Zeichen für den Bibliothekstag ist der fröhliche Pumuckl, der dann in der Aula steht. (anco)

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