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Königsbrunn

18.03.2019

Neues Gesicht für die Grundschule Nord

Begeistert machten die Schüler der Königsbrunner Grundschule Nord beim Spatenstich für den Umbau ihrer Schule mit.
Bild: Daniel Weber

Das größte Schulsanierungsprojekt in der Geschichte der Stadt Königsbrunn hat begonnen. Insgesamt vier Standorte werden renoviert und teilweise umgebaut.

Als einen ganz besonderen Spatenstich bezeichnete Bürgermeister Franz Feigl den Termin an der Grundschule Nord. Er erklärte den Schülern, wie bedeutend die Sanierung ihrer Schule sei: Zusammen mit den Arbeiten an der Grundschule Süd sowie den später angesetzten Änderungen an der Grundschule West und der Mittelschule ergebe sie das größte Schulsanierungsprojekt der Stadtgeschichte. 16,3 Millionen Euro betragen die Kosten für den Um- und Neubau.

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1960 wurde die Grundschule Nord, die König-Otto-I.-Grundschule, nie umgebaut. Nur renoviert habe man den Bau, aber nichts grundlegend geändert, sagte Feigl. Das werde sich nun ändern.

Ein großes Maßnahmenpaket solle dem Gebäude ein neues Aussehen, eine kompaktere und nützlichere Struktur und eine bessere Energieeffizienz bescheren. Sowohl innen als auch außen werde sich die Schule verändern, sagte Feigl. Wo jetzt noch lange, laute Gänge und funktionale Klassenzimmer seien, würden ansprechende Räumlichkeiten um Lernlandschaften herum gebaut.

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Jede Jahrgangsstufe der Grundschule Nord hat nach dem Umbau einen eigenen Bereich.

Im ersten Schritt entsteht ein Neubau auf dem Pausenhof. Die Arbeiten am Boden haben dort schon begonnen. Jeder der vier Jahrgänge werde dort einen eigenen Bereich haben – sozusagen ein eigenes Haus, erklärte Ralf Löw, Geschäftsführer des Architekturbüros Wörner Traxler Richter. Die Abschnitte umfassen demnach die Klassenzimmer der jeweiligen Jahrgangsstufe und einen gemeinsamen Bereich, in dem die Kinder lernen oder einfach nur zusammenkommen können.

Dass der gewohnte Frontalunterricht nach dem Umbau weiterhin problemlos möglich ist, aber künftig auch modernere Lehrmethoden eingesetzt werden können, freut sowohl die Vertreter der Schule als auch die des Schulamts. Die Neuerungen betreffen jedoch nicht nur die Klassenzimmer, sondern auch die Logistik im Schulalltag.

Das Gebäude auf dem Pausenhof soll 2020 fertig sein. Anschließend wird eine Aula als Verbindung der verschiedenen Gebäudeteile gebaut. Auch eine Mensa soll in diesem Bereich Platz finden.

Die Straße vor der Grundschule bekommt einen zusätzlichen Fahrstreifen.

Um die Verkehrssituation vor dem Schulgebäude zu entschärfen, wenn morgens die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen, bekommt die Heidestraße einen zusätzlichen Fahrstreifen. Die Lerchenstraße soll so entlastet werden und die Situation auf den Straßen um die Schule insgesamt übersichtlicher werden.

Zwar freuen sich alle Beteiligten auf das Ergebnis der Arbeiten, vorher werden sie aber während des Schulbetriebs den Baustellenlärm ertragen müssen. „Natürlich können wir nicht lautlos bauen“, gab auch Löw zu. Er betonte aber, dass Schul- und Baubetrieb strikt getrennt seien. Der Unterricht im Gebäude könne deswegen ohne Einschränkungen weitergehen, während draußen die Arbeiten vorangehen.

Vor dem Spatenstich sangen die Schüler ein eigens für den Umbau geschriebenes Lied: „Heute ist der große Spatenstich, bald schon fahren die Bagger hier ganz dicht.“ Von ihnen werden nicht mehr alle in den Genuss der modernisierten Schule kommen. Bürgermeister Feigl sicherte nur den Erst- und Zweitklässlern zu, dass sie das Ergebnis der Arbeiten noch selbst nutzen können.

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