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09.05.2011

Neusäß schaut bei Stadtentwicklung in Bobingen ab

Besucher empfinden Verkehrsberuhigung als Schlüssel einer belebten Stadtmitte

Bobingen/Neusäß Seit dem Umbau des Stadtzentrums schauten sich schon mehrfach Kommunalpolitiker und Stadtplaner in Bobingen um. Jetzt wollen auch SPD-Stadträte aus Neusäß von den Erfahrungen profitieren. Bei einer Führung mit Bürgermeister Bernd Müller sammelte die SPD-Stadtratsfraktion aus Neusäß neue Eindrücke für den Umbau der Stadtmitte ihrer Heimatstadt. Ihr besonderes Interesse: die Verkehrsberuhigung.

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Eine verkehrsberuhigte Zone entlang ihrer Hauptstraße ist der SPD-Stadtratsfraktion in Neusäß bei dem Umbau der Stadtmitte wichtig.

Wo ist das Stadtzentrum? Diese Frage stellen sich nicht nur die Bürger in Neusäß. Auch Bobingen suchte nach dem Lebensmittelpunkt der Stadt, erklärte Bürgermeister Bernd Müller. Die Hochstraße, entlang der die Stadt gewachsen war – die zentrale Achse der Innenstadt – wirkte bekanntlich einst als reine Ortsdurchfahrt und lud nicht zum Verweilen und Aufhalten ein.

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Das sollte sich durch den großen Innenstadtumbau in Bobingen ändern: Die Hochstraße wurde zu einer verkehrsberuhigten Zone in unterschiedlichen Staffellungen. Dadurch entstand der Raum für neue Orte der Begegnung: beispielsweise das Café Kanapee. Die Besucher aus Neusäß staunen: „Der Platz davor ebnet den Weg zum Rathaus und bildet einen neu entstandenen Lebensmittelpunkt der Stadt in grünem Ambiente.“ Für Stadtrat Martin Ehmann ist dabei klar, ohne eine verkehrsberuhigte Zone wäre das nicht möglich gewesen. „Die Verbindungen zwischen den beiden Straßenseiten zu einer Stadtmitte funktioniert nur, wenn die Straße nicht als nur schwer überwindbare Barriere, sondern als integrierter Teil des Ganzen wahrgenommen wird.“

Auch Bürgerbeteiligung dient als Anregung

Was die Neusässer Ratsmitglieder noch aus Bobingen mitnahmen: Die Bobinger wurden durch Arbeitsgruppen direkt in die Planung mit einbezogen und konnten ihre Ideen mit einfließen lassen. Ihre Beteiligung war ein zentraler Punkt der Planung, so Bürgermeister Müller: „Die Bürger waren in allen Stadien des Projektes beteiligt und konnten wichtige Anregungen zur konkreten Gestaltung des Bobinger Stadtplatzes geben.“

Um an diese Erfahrungen anzuknüpfen, will sich die Neusässer SPD-Stadtratsfraktion dafür einsetzen, dass bei der Gestaltung des Neusässer Rathausplatzes – nach der Vorstellung der Planer und den Anregungen der Stadtratsfraktionen – eine weitere Bürgerwerkstatt stattfindet, die die konkrete Gestaltung mit ausarbeitet.

Für die Neusässer Stadträte Langenecker, Englaender und Ehmann bedeutet der Besuch in Bobingen, sich aus einer neuen Perspektive dem anstehenden Umbau ihrer Stadtmitte zu widmen. Bald stehen weitere Informationsfahrten in andere Städte an. (SZ)

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