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Gesang

06.02.2018

Ökumenische Gospelklänge aus 100 Kehlen

100 Sänger umrahmten den Gottesdienst in der Kirche Zur Göttlichen Vorsehung mit Gospelgesängen.
Bild: Michael Ermark

Wie sich bei der Messe in Königsbrunn Gesang und Predigt ergänzen

Rund um das Thema Wasser dreht sich in diesem Jahr das Gospelprojekt unter der Leitung von Tobias Reinsch und Sigrid Pröbstl. Im Gottesdienst in der Kirche Zur Göttlichen Vorsehung, fand am vergangenen Sonntag die zweite Aufführung in Königsbrunn statt.

Knapp 100 Sängerinnen und Sänger fanden sich dabei ein, um mit Gospel den Gottesdienst zu unterstützen. Dabei gingen die Predigt und die Themen der Gospellieder fließend aufeinander ein. So wurde in der Predigt darauf aufmerksam gemacht, dass Gott für jeden Menschen einen Plan hätte und, dass jeder Mensch dazu aufgerufen sei, dieser Berufung – seinem Weg – zu folgen, um Glückseligkeit zu finden.

Das Lied „Why should I ever“ (deutsch: Warum sollte ich jemals?) behandelte die Frage nach der Angst vor dem Tod am Ende dieses Wegs, den bekanntlich Narren, wie auch Weise fürchten. Um diese Angst zu mildern, lädt der spirituelle Text dazu ein, sich ganz auf die Macht Gottes zu verlassen. Denn dieser - und so lässt sich der Bogen zurück zur Predigt schlagen - hat schon alles so in die Wege geleitet, dass kein Mensch unsicher sein muss.

Das Erkennen der eigenen Berufung und die Individualisierung ist dabei nicht nur ein religiöser Weg, sondern auch ein von Glauben unabhängiger Lifestyle, weiß Pfarrer Bernd Leumann: „Es gibt da allerdings einen Unterschied: nämlich den egoistischen Weg der Selbstverwirklichung und den christlichen.“ In Letzterem ginge es darum, für alle Menschen zu wirken und sich so selbst zu verwirklichen. Problematisch sei nur, dass sich nicht alle Menschen für ihre Berufung öffnen würden.

Die Zusammenarbeit mit dem ökumenischen Chor wurde bei der Kirchengemeinde insgesamt sehr gut aufgenommen: Man wurde zum Mitsingen und Mitklatschen animiert und auch, dass der Gottesdienst durch die „wunderbare Musik“ länger als gewohnt dauerte, wurde wohlwollend aufgenommen.

Das nächste Mal kann der Chor am kommenden Samstag, 10. Februar, um 18.30 Uhr in der evangelischen St. Johanneskirche in Königsbrunn gehört werden, und dann noch einmal am Sonntag, 11. Februar, um 18.30 Uhr in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Bobingen. (ermi)

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