Bohrungen in Schwabmünchen

04.01.2013

Öl ja, Lagerkoller nein

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3 Bilder
Die Arbeiten an der Projektbohrung „Schwabmünchen 6“ neigen sich dem Ende. Nach dem Ölfund wird die Bohrstelle nun verrohrt.
Bild: Gilg

Seit Dezember arbeiten knapp 30 Männer an der Produktionsbohrung im Norden Schwabmünchens. In zwei Schichten, 24 Stunden am Tag. Die Stimmung ist trotzdem gut

Michael Klingbeil sieht zufrieden aus in seinem Arbeitssessel. Er hat an diesem Nachmittag das große Los gezogen. Pünktlich zum einsetzenden Regen darf er die Arbeit im Kontrollraum der Produktionsbohrung „Schwabmünchen 6“ übernehmen.

Sitzt im Inneren des zwei auf vier Meter großen Raums, beobachtet die zahlreichen Computer und bedient den tonnenschweren Greifarm für die zu verlegenden Rohre mit einem kleinen Schalthebel. Und das Wichtigste: Er sitzt im Trockenen und darf seinen Kollegen zusehen, wie sie im Freien schuften.

Es ist der entspannte Teil einer Schicht, die es in sich hat. Zwölf Stunden arbeitet Klingbeil mit seinen Kollegen an der Produktionsbohrung im Nordwesten Schwabmünchens. Jeden Tag. Seit Mitte Dezember. Es gibt angenehmere Arbeitszeiten.

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Und doch wirken die Tiefbohrtechnologen entspannt. Die Stimmung ist gut. Trotz des widrigen Wetters. Was vielleicht auch daran liegen kann, dass die Firma Wintershall – verantwortlich für das Projekt vor unserer Haustüre – bei ihrer Bohrung fündig geworden ist. Seit dem 29. Dezember steht fest: Die Voruntersuchungen hatten recht. Auch auf dem Westteil der Lagerstätte Schwabmünchen wurde man fündig – in 1520 Metern Tiefe.

„Das war für uns wahnsinnig wichtig“, sagt Jörg Große. Der Geologe gibt offen und ehrlich zu, dass bei einer erfolglosen Bohrung die Stimmung nicht so entspannt wäre: „Da wäre die Enttäuschung riesig“, sagt der Geologe, der für die Überprüfung der Bodenproben verantwortlich ist. „Die Arbeit der vergangenen Wochen wäre sonst umsonst gewesen.“

Kommende Woche will Wintershall mit der Verrohrung der Bohrung fertig sein, soll der Bohrturm abgebaut werden. Bis wirklich Öl gefördert werden kann, vergehen noch einige Monate.

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