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Schwabmünchen

23.04.2019

Osterfest: ein Park voller lebender Kuscheltiere

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3 Bilder
Besonders bei den kleinen Gästen waren die wenige Tage alten Küken sehr beliebt.
Bild: Uwe Bolten

Nach vier Jahren Pause verwandelt das Osterfest der Kleintierfreunde den Luitpoldpark in Schwabmünchen in einen zentralen Treffpunkt der Stadt.

Hahnenschreie durchdringen am Nachmittag den Luitpoldpark genauso wie das Freudenlachen der Kinder. Von Weitem lässt die Menschenmenge rund um das Areal des Festplatzes erahnen, dass endlich wieder eine der beliebtesten Veranstaltungen in Schwabmünchens grünem Juwel stattfindet: das Osterfest der Kleintierfreunde.

Vereinsvorsitzender Matthäus Bauernfeind blickt vom Streichelzoo, der als zentraler Punkt mitten in den anderen Attraktionen errichtet ist, in die Runde. „Was wollen wir mehr. Herrliches Wetter, gut gelaunte Menschen, glückliche Kinder“, sagt er und erwähnt nicht mehr die vierjährige Veranstaltungspause, die aufgrund der schlechten Witterung eingelegt werden musste. Ein Team von rund 20 aktiven Vereinsmitgliedern betreuen die Stationen, die gerade für die Kinder Faszinierendes zu bieten haben. „Natürlich ist der Streichelzoo mit den Kaninchen erfahrungsgemäß der Renner“, sagt er und verweist auf das durch Strohballen geformte Karree, in dem zahlreiche Kinder die von Vereinsmitgliedern bereitgestellten Kaninchen streicheln, liebkosen oder mit Löwenzahnblättern füttern. Immer wieder entstehen Wartezeiten auf ein Tier, Tierkundige achten auf den schonenden Umgang mit den Tieren.

Insektenhotels im Luitpoldpark Schwabmünchen

Unweit von diesem Kuschelparadies arbeiten mehrere Erwachsene, unterstützt durch ihre Kinder, leicht gebückt an Biertischen. „Seit zwei Jahren planen wir die Fertigung von Insektenhotels, heuer klappt es endlich“, sagt Bauernfeind. Das vermehrte Interesse an den geflügelten Wesen spiegelt sich bei dem Angebot wider. „Die Behausungen haben wir vorbereitet, die Fertigstellung mit den Brut- und Wohnröhren und anderen Unterschlupfmöglichkeiten überlassen wir den Besuchern“, ergänzt er dieses Angebot. Im Laufe des Nachmittags werden zahlreiche der bereitgestellten 75 Vorkonstruktionen den Besitzer wechseln.

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Hans Nebauer, Zweiter Bürgermeister der Stadt, ist mit seiner Enkelin Sarah unterwegs. Auf Rückfrage wird er offiziell. „Diese Traditionsveranstaltung ist ein wesentlicher Mosaikstein in der Reihe der familienfreundlichen Veranstaltungen in unserer Stadt. Mein herzlicher Dank gehört den Ehrenamtlichen, die dies alles möglich machen“, sagt er. „Auch die Kleintierschau mit Kaninchen und Hühnern ist ein Magnet. Wir sind schon eine halbe Stunde hier und kommen kaum voran“, sagt er als Opa, seine Enkelin fest im Blick.

Hühnerküken sind trotz des warmen Wetters unter Infrarotlampen

Unter Infrarotlampen, die während des warmen Nachmittags überflüssig erscheinen, sind vier Tage alte Hühnerküken ein weiterer Anziehungspunkt. „Die Tiere brauchen mehr Wärme. Auch der Wind kann die Tiere auskühlen“, erläutert ein Vereinsmitglied am Rande der geschützten Bereiche. So ähnlich sieht es bei den wenigen Metern weiter zu sehenden acht Tage alten Entenküken aus. Eierlaufen, der neue Hühner-Schaustall, Kinderschminken und das Kaninchenlotto runden das Aktivangebot ab. Ein Stand mit unterschiedlichen Eiern und der Darstellung der Entwicklungsstadien darin zieht vor allem Erwachsene an. Das Parkbähnle des Verschönerungsvereins rundet das Angebot zum Familienereignis ab. Lange Schlangen am Haltepunkt belegen eindrucksvoll, welchen Stellenwert diese Bahn für den Park und dessen Besucher hat.

„Wir sind sehr zufrieden, wieder den Nerv der Familien getroffen zu haben. Ich schätze eine Besucherzahl im unteren vierstelligen Bereich“, sagt der Vereinsvorsitzende, der es sich zwischenzeitlich wie zahlreiche Besucher an einem Biertisch vor den Hütten gemütlich gemacht hat. „Mein Dank gilt allen, die uns bei der Durchführung geholfen haben“, sagt er und blickt über das Kuchenbüfett, an dem noch einige der über 40 von den Vereinsdamen hergestellten Kuchen auf die Gäste warten.

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