Ehrung

30.04.2015

Party für Manfred Buhl

Stellvertretender FDP-Ortsvorsitzender Christian Reeb (rechts) und Anneliese Buhl organisierten einen Überraschungs-Empfang für Manfred Buhl, der jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz am Band ausgezeichnet wurde.
Bild: Marion Kehlenbach

Politiker und Vereine gratulieren zum Bundesverdienstkreuz

Der Geehrte nimmt etwas ungläubig die Glückwünsche entgegen: „Ich weiß es erst seit ein paar Minuten, dass hier noch mehr Leute kommen“. Neben ihm steht seine Frau und freut sich riesig, dass die Überraschung geglückt ist. Der FPD-Ortsverband und Anneliese Buhl organisierten gemeinsam einen kleinen Empfang zu Ehren von Manfred Buhl. Denn dieser erhielt kürzlich im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz am Band. Nach und nach trudeln immer mehr Gäste ein, die sich dem Anlass entsprechend festlich angezogen haben – im Gegensatz zum Geehrten, der, weil nicht eingeweiht, leger gekleidet mit Karohemd und Leder-Janker im Mittelpunkt steht. Für FDP-Vize Christian Reeb war es auch ein „außergewöhnlich fröhlicher Anlass“. Eingeladen waren Vertreter der unterschiedlichsten Vereine und Organisationen in denen Manfred Buhl wirkte.

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Buhl habe das Bundesverdienstkreuz nicht bekommen, weil er besonders toll Fußball spiele oder im Fernsehen eine gute Figur mache, sagt Reeb: „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass er sich diese Auszeichnung mit jahrzehntelangem Engagement hart erarbeitet hat“. Reeb geht auch auf die politischen Mandate Buhls ein. Der war von 1984 bis 2014 Stadtrat von Königsbrunn und vertritt derzeit im Kreistag Augsburg und im Bezirkstag Schwaben die FDP. Aber die parteipolitische Arbeit sei nur ein kleiner Teil seines kommunalen Engagements. Das könne man der Laudatio anlässlich des von Staatssekretär Johannes Hintersberger im Bayerischen Ministerium für Finanzen überreichten Bundesverdienstkreuzes entnehmen.

Dieses kann Ehefrau Anneliese Buhl nur bestätigen: In der nächsten Zeit mache ihr Mann in vielen Vereinen die 50 Jahre voll. „Da gehört schon eine Portion Ausdauer dazu – und Disziplin“, so Anneliese Buhl. Manfred Buhl gesteht, dass er seine Frau oft beneidete, wenn sie es sich auf dem heimischen Sofa gemütlich machen konnte, während er auf die Sitzungen musste.

„Eigentlich gebührt aber ihr das Bundesverdienstkreuz, weil sie es so lange mit mir ausgehalten hat“, schmunzelt Buhl. 47 Jahre seien sie nun verheiratet, so war es auch selbstverständlich, dass Anneliese Buhl ihren Mann zur Verleihung nach München begleitete. Auf der Hinfahrt habe sie ein „komisches Gefühl“ gehabt, erzählt sie. Sie wussten nichts über die Hintergründe, wie es zu der Auszeichnung kam und was sie erwarten würde. Erst im Nachhinein sei ihr bewusst geworden, was ihr Mann alles erreicht hat. „Und dann kam der Stolz“. Anneliese Buhl strahlt übers ganze Gesicht und drückt ihren Mann kurz, aber herzlich.

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