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Koenigsbrunn

07.04.2020

Pfarrer Josef Viertl ist gestorben

Die Bergmessen waren Pfarrer Viertl immer ein besonderes Anliegen und fanden jedes Jahr statt.
Bild: Sammlung Ingrid Schmid

In Bobingen-Siedlung erinnert man sich gern an den bescheidenen Seelsorger mit liebenswerten Eigenheiten.

Vom 18. August 1977 bis zu November 1987 war Pfarrer Josef Viertl der Seelsorger in Straßberg und der Siedlungspfarrei Zur Heiligen Familie. Am vergangenen Samstag, 4. April, starb er in Ottmaring, wo er bis Ende 2010 zur seelsorglichen Mithilfe adskribiert war und bis zu seinem Tod lebte. Für die Angehörigen der Pfarrei Zur Heiligen Familie ein trauriges Ereignis. Sie erinnern sich gerne an den bescheidenen und bedächtigen Menschen, der ihnen den Glauben nahebrachte und das ehrenamtliche Engagement in der Kirche förderte.

Josef Viertl wurde am 7. Oktober 1932 in Augsburg geboren. Die Priesterweihe empfing er am 25. Juni 1967. Ab dem 1. August 1967 war er als Aushilfspriester in St. Canisius in Augsburg tätig. Weitere Stationen waren Aushilfspriester in Landsberg (Mariä Himmelfahrt), Kaplan in Landsberg (Mariä Himmelfahrt), Kaplan in Pfaffenhofen und ab September 1970 Pfarrer in Affalterbach.

Danach kam Pfarrer Josef Viertl erst nach Straßberg, dann wurde er Bobingen für die Siedlung zugeteilt. Vielen in Erinnerung sind heute noch die Bergmessen, die er jedes Jahr abhielt.

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Ein Vogel aus einem Taschentuch

Ingrid Schmid, die Pfarrer Viertl erst als Kommunionmutter gewinnen konnte, später als Jugendgruppenleiterin und Pfarrgemeinderätin, erinnert sich heute noch gerne an die Zeit. „Er war immer ansprechbar für Jung und Alt“, erzählt sie von Pfarrer Viertl und beschreibt ihn als „herzensguten, umgänglichen Menschen und Seelsorger“. Viele erinnern sich an sein Lachen und seinen Sinn für Humor und vergessen auch seine kleinen, liebenswerten Eigenheiten nicht, wie das angewärmte Weizen, das er gerne am Abend trank.

Oder das Taschentuch, das er immer eingesteckt hatte und aus dem er bei Festen einen Vogel für die Kinder faltete. Er sei ein Menschenfreund und habe Franziskus geliebt, lautet eine Beschreibung des beliebten Seelsorgers.

Ein Anliegen war ihm stets die Fokolar-Bewegung. Im Kreise von deren Mitbrüdern verstarb Pfarrer Josef Viertl.

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