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Klosterlechfeld

07.06.2019

Pfingstmarkt: Bierzelt wird zum Western-Saloon

Johnny Gibson mit Hintergrundsängerin Lucia Thurner.
Bild: Hieronymus Schneider

Jonny Gibson und Band erfreuen ihr Publikum in Klosterlechfeld mit Klassikern der „American Music“. Sogar manche Bedienung lässt sich vom Line Dance anstecken.

Der Auftakt des Pfingstmarktes stand ganz im Zeichen der Musik, die in den 1950er- bis 1970er-Jahre aus den USA die Welt erobert hat. Der Klosterlechfelder Sänger und Gitarrist Johannes Scholz hat sich unter seinem Künstlernamen Johnny Gibson einen Namen als Interpret dieser Musikrichtung gemacht. Zusammen mit seiner Band kommt die ganze Klangfülle der „American Music“ auf das Publikum im Festzelt der Familie Widmann herab.

Beim Song „The house of the rising sun“ tanzt schon die Line-Dance-Gruppe „Kick’n Tip Line Dancing“ aus Haunstetten vor der Bühne mit. In der Pause geben diese zehn Line-Dancer, darunter zwei Männer, noch eine besondere Vorstellung. Das steckt auch die Bedienung Isabella an, die sich im Dirndl spontan mit einem Kollegen in Lederhose in die fünf Lines einreiht und mit tanzt. So entsteht eine Atmosphäre wie in einem Western-Saloon. Zu diesem Bild trägt auch die Begleitsängerin der Band, Lucia Thurner, in ihrem roten Kleid mit weißen Tupfen und Petticoat bei.

Johnny Gibson spielt Klassiker vom Woodstock-Festival, aber auch Songs von Elvis Presley

Etliche Besucher hatten sich auch im Western-Look eingekleidet. Bei Liedern wie „Cotton Fields“, „Lay down Sally“, „Rolling on the River“ oder „Ghostriders in the Sky“ reihten sich weitere Zuhörer in die Tanzformationen ein. Rockige Specials aus dem legendären Woodstock-Festival von 1969 mischte Johnny Gibson mit ruhigeren Elvis-Presley-Erinnerungen wie „In the Getto“, „You look like an angel“ oder „Suspicious minds“. Auch „Born to be wild“ von Steppenwolf oder der Südstaatensong „Sweet home Alabama“ durften nicht fehlen und der von Jonny Gibson selbst komponierte „Augsburg Shuffle“ war eine Liebeserklärung an die bayerisch-schwäbische Hauptstadt im Westernsound. Den Rhythmus bestimmten Schlagzeuger Lucas Prosser, Drummer Marco Westermair, Alexander Lux mit der Bassgitarre und Filip M. Schuldes am Piano in Perfektion, die auch in etlichen Soloeinlagen aufblitzte und mit Applaus belohnt wurde.

Mit dem Beatles-Klassiker „Hey Jude“ beendete Johnny Gibson den „wunderschönen Abend“, wie er selbst sagte und bedankte sich beim Publikum, das ihn und seine Band nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gehen ließ. Diese wurde auch mit einem langen Instrumentalstück von „Metallica“ gewährt. Alexander Scholz, Vater und Manager von Johnny Gibson, war mit dem Besuch von knapp 300 Zuhörern zufrieden. „Am Donnerstag vor dem Pfingstmarkt ist das Festzelt einfach noch nicht voll zu kriegen, aber die Stimmung ist ja toll“, sagte er und der Applaus für die Band zum Abschluss des Konzerts gaben ihm Recht.

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