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Klosterlechfeld

10.06.2019

Pfingstmarkt: Ein Festwochenende für die ganze Familie

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Die  Besucher der vorderen Reihen standen auf den Bänken und klatschtenund stampften im rockigen Rhythmus mit.
Bild: Hieronymus  Schneider

Das Markenzeichen Klosterlechfelds bietet vom Einzug ins Festzelt mit Bieranstich über Partystimmung, Seniorennachmittag und Steinheben bis zum Gottesdienst für jeden etwas

Bei herrlichem Sonnenschein stimmte die Klosterlechfelder Musikkapelle am Freitag pünktlich um 18 Uhr den traditionellen Auftakt des Pfingstvolksfestes auf dem Franziskanerplatz an. Bürgermeister Rudolf Schneider eröffnete den Festzug mit allen Vereinen und ihren Fahnenabordnungen von der Wallfahrtskirche über die Elias-Holl- und Otto-Wanner-Straße zum Festzelt. An der Spitze zog die Musikkapelle mit schwungvollen Melodien und viele Zuschauer säumten den Straßenrand. Von der Feuerwehr, über den TSV, dem Trachten- und Volkstanzverein, der Schützengesellschaft, den Stockschützen bis zum Veteranen- und Soldatenverein, sowie den Naturfreunden, den Berg- und Wanderfreunden und den Steinhebern reihten sich alle Vertreter der Dorfgemeinschaft ein.

Der erste Schlag saß bereits

Nach dem Einzug ins Festzelt nahm die Musikkapelle ihren Platz auf der Bühne ein und heizte die Stimmung bis zum mit Spannung erwarteten Bieranstich noch etwas an. Nach der offiziellen Eröffnung des Pfingstmarktes nahm Bürgermeister Rudolf Schneider die Schürze und den Holzhammer von Richard Sturm, dem Vertreter der Schlossbrauerei König Ludwig Kaltenberg entgegen. Und schon der erste Schlag saß, ein Sicherheitsschlag hinterher und das Holzfass war angezapft.

Die ersten Maßkrüge wurden vom Bürgermeister an die Ehrengäste auf der Bühne ausgeschenkt. Der Landtagsabgeordnete Fabian Mehring, der SPD-Kreisvorsitzende Fabian Wamser, Klosterlechfelds zweiter Bürgermeister Erwin Mayer und Altbürgermeister Peter Schweiger freuten sich über den gelungenen Festauftakt ebenso wie Sonja Storch und Ulrich Knoller, die zweiten Bürgermeister der Nachbargemeinden Untermeitingen und Graben. Etwas verspätet kam die stellvertretende Landrätin Anni Fries hinzu und überreichte dem Bürgermeister einen Erinnerungskrug, der sogleich gefüllt wurde. Anni Fries schloss sich den Grußworten von Mehring und Wamser an und wünschte den Klosterlechfeldern einen frohen und friedlichen Pfingstmarkt. Die Musikkapelle Klosterlechfeld eröffnete den gemütlichen Abend der Vereine, Betriebe und Organisationen mit dem Bayerischen Defiliermarsch im gut gefüllten Festzelt.

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Mehr als 200 Senioren feierten im Festzelt

Beim Kinder-, Familien- und Seniorennachmittag kamen mehr als 200 Senioren aus dem Lechfeld im Festzelt zusammen, während die Kinder und Jugendlichen bei ermäßigten Preisen alle Fahrgeschäfte nutzen durften. Bürgermeister Rudolf Schneider eröffnete den Seniorennachmittag zusammen mit Rupert Fiehl, dem Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft Lechfeld, und Laura Eder. Die Sozialpädagogin erläuterte zusammen mit Sigrid Friedrich das Projekt der Nachbarschaftshilfe „Wir daheim auf dem Lechfeld“, speziell für Klosterlechfeld. Der VdK Untermeitingen hatte einen Informationsstand aufgebaut. Seit sechs Wochen ist Manfred Kille der neue Vorsitzende und Britta Lehmair die Kassierin des Ortsverbandes, der somit neben dem Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein Untermeitingen und der Arbeiterwohlfahrt Klosterlechfeld eine weitere Säule in der Seniorenarbeit darstellt. Nach der Musikkapelle Klosterlechfeld hielt Max Osterried mit seiner Ziehharmonika und Liedern zum Mitsingen, gespickt mit mundartgerechten Witzen, die Senioren zwei Stunden lang bei bester Laune.

Die jüngeren Festzeltbesucher kamen am Samstagabend bei der rockigen Eventband „Münchner G´schichten“ voll auf ihre Kosten. In den vorderen Reihen blieb niemand sitzen, sondern alle standen auf den Bänken und klatschten und stampften im Rhythmus der lautstarken Partyhits mit. Auch die Fußballer der SpVgg Lagerlechfeld-Graben feierten ausgelassen ihren einen Tag vorher errungenen Aufstieg in die Kreisliga.

Besucher füllte die Budenstraße am Sonntag

Auch am Marktsonntag strahlte die Sonne von früh bis zum Mittag über den Festplatz und die Marktstraßen, auch die zunehmenden Wolken am Nachmittag machten nichts aus. Der Tag begann mit einem Weißwurstfrühschoppen bei musikalischer Unterhaltung durch den Musikverein Untermeitingen. Bald füllte sich die Budenstraße rund um die Kirche und den Franziskanerplatz mit Besuchern. Die Marktfieranten hatten alles zu bieten, was das Herz begehrt. Von Haushaltsartikeln über Bastelarbeiten, Obst und Gemüse bis zur Kleidung. Natürlich gab es alle paar Meter Imbissbuden nach jedem Geschmack. Bei den Fahrgeschäften bleibt Klosterlechfeld seiner Tradition treu, keine überdimensionalen und lauten Fahrgeschäfte zu betreiben. Stattdessen erfreuten der klassische Autoscooter, eine Schiffschaukel, Kinderkarusselle und eine Kindereisenbahn die Herzen der kleineren und größeren Kinder. Am Sonntagabend gehörte das Festzelt den starken Männern, denn der Steinheberverein Lechfeld rief zum 25. Lechfeld-Cup.

Nach der morgendlichen Regenerfrischung am Pfingstmontag kam zum Beginn des Festzeltgottesdienstes wieder die Sonne durch. Die ökumenische Note wurde durch eine evangelische Predigt von Pfarrer Leander Sünkel betont. Er wies auf den Sinn des Pfingstfestes hin, dass der Heilige Geist die Menschen verändern will und stellte die Frage: „Sind wir wirklich dazu bereit oder soll alles so weitergehen wie bisher?“, fragte er. Nach dieser Predigt feierte Pfarrer Thomas Demel mit Pater Thomas und dem ehemaligen Gemeindepfarrer Kurt Gottwald eine katholische Messe. Auch Pfarrer Demel betonte die Gemeinsamkeit der christlichen Kirchen. Die evangelischen Besucher waren dabei zum Empfang des Segens, aber nicht zur Kommunion eingeladen. Es gibt also noch Raum für Veränderungen durch den Heiligen Geist auch in den Kirchen. Der letzte Markttag begann bei durchwachsenem Wetter und wurde im Festzelt mit dem Partyabend der Musikband „The Mercuries“ ausgelassen beendet.

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Der Pfingstmarkt in Klosterlechfeld
Bild: Hieronymus Schneider

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