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16.08.2018

Pizzabäckerei: Von plus 350 auf minus 30 Grad

Heißkalte Jobs Anna Urlich meistert mehrmals in der Woche einen Temperaturunterschied von mehreren Hundert Grad / Serie (1)

Nordendorf Anna Urlich hat wahrlich einen heiß-kalten Job. Bei 300 bis 350 Grad schiebt sie ihren Pizzateig in den Ofen. Bei minus 30 Grad kommt er dann in die Gefriertruhe. Warum sie das zwei- bis viermal pro Woche mit etwa 80 Pizzas täglich macht, verrät die 29-Jährige im Gespräch zwischen Pizzateig und Gefriertruhe – und das bei diesen hochsommerlichen Temperaturen von nach wie vor um die 30 Grad.

Im Jahr 2009 hat die gelernte Konditorin den Pizzaservice Primo übernommen, der sich einst in der Donauwörther Straße in Meitingen befand. Bereits vor einigen Jahren hat die Jungunternehmerin die Idee der Tiefkühlpizzas an den regulären Lieferservice quasi angedockt. Das Prinzip ist simpel: Wer den Geschmack der Primo-Pizza auch außerhalb der Lieferservice-Zeiten genießen wollte, konnte sich die tiefgefrorenen Teile einfach ins eigene Gefrierfach legen und jederzeit frisch aufbacken.

Vor allem Gastronomiekunden zählten zu dieser Zeit zu ihren Kunden sowie Diskotheken und Bars. Auch viele Privatkunden schätzten den Original-Geschmack.

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Auf die Frage, wie sich die Pizzas von Anna Urlich von der regulären Tiefkühlpizza unterscheiden, hat sie eine simple Antwort: „Es ist mein Teig. Es sind meine Zutaten. Das schmeckt nach Pizza und nicht nach Pappdeckel.“ Vornehmlich regionale Zutaten und echter Käse tragen zum Geschmack ihrer Kreationen bei. Seit November 2017 backt Anna nicht mehr dann, wenn das Telefon läutet, sondern zwei bis viermal pro Woche, vormittags zwischen acht und 12 Uhr. Pro Backtag stellt die 29-Jährige 80 Stück her und verkauft sie tiefgekühlt an Privathaushalte und Gastronomiebetriebe. Den Lieferservice hat sie geschlossen.

Der Backvorgang ist geblieben. Auf die Teigrohlinge gibt sie die Tomatensoße. Dann kommen die hauchdünnen Böden für zwei bis drei Minuten in den Ofen – bei 300 bis 350 Grad. Nun werden sie belegt mit Schinken, Salami, Peperoni, Thunfisch, Zwiebeln und all den Zutaten, die die 29-Jährige auf ihren Standardpizzas hat. Anschließend werden die Pizzas vakuumiert, mit einem Etikett versehen und landen in der Tiefkühltruhe – bei minus 30 Grad. Auf Konservierungsstoffe und Zusatzstoffe verzichtet die 29-Jährige ganz bewusst. Dafür sind ihre Produkte auch nur drei Monate haltbar.

Ihr Set an Standardpizzas aus zehn verschiedenen Varianten hat sie immer auf Lager. Etwa 250 Stück fasst die Gefriertruhe, die randvoll gefüllt ist. Wer einen besonderen Belag möchte – beispielsweise Champignons, Rindersalami oder Rinderhackfleisch –, muss der gelernten Konditorin zwei bis drei Tage Vorlaufzeit geben. Dann können die Pizzas in Nordendorf abgeholt werden, oder sie werden in größeren Chargen geliefert.

Aktuell zählen Gastronomiebetriebe und Privatkunden zu ihren Abnehmern. Sie ordern die Produkte vor und holen sie mittwochs oder freitags zwischen 13 und 18 Uhr ab. Zu Hause angekommen brauchen die Pizzas dann gerade einmal acht bis 12 Minuten – je nach ausgewähltem Belag.

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