1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Platz für ein Senioren- oder Pflegeheim

Oberottmarshausen

01.04.2019

Platz für ein Senioren- oder Pflegeheim

Mit dem Vorentwurf des Bebauungsplanes „Südlich der Rainstraße“ hat sich der Gemeinderat Oberottmarshausen beschäftigt.
Bild: Michael Lindner (Archiv)

Der Gemeinderat Oberottmarshausen diskutiert in seiner jüngsten Sitzung über den Bebauungsplan „Südlich der Rainstraße“. Der Haushalt ist beschlossen.

Der Gemeinderat in Oberottmarshausen befasste sich mit dem Vorentwurf des Bebauungsplanes „Südlich der Rainstraße“. Auf der etwa 3,6 Hektar großen Fläche soll ein allgemeines Wohngebiet entstehen. Etwa 5200 Quadratmeter davon sollen speziell fürs „Wohnen im Alter“ ausgewiesen werden. Bürgermeister Gerhard Mößner hofft, dass sich ein Träger für ein Senioren- oder Pflegeheim für diesen Standort findet. Alternativ könnten Mehrfamilienhäuser mit etwa zwölf Wohneinheiten geplant werden.

Für jeden Pflegeplatz gibt‘s einen Stellplatz

Daniela Saloustros vom Krumbacher Planungsbüro Kling Consult stellte die Vorentwürfe der beiden Abschnitte WA I und WA II vor. In der Beschreibung des WA II werden neben dem allgemeinen Wohngebiet zusätzlich Anlagen für seniorengerechtes Wohnen sowie soziale und gesundheitliche Zwecke aufgenommen. Im Übergangsbereich von WA I zu WA II sollen nur zweigeschossige Gebäude, im WA II auch dreigeschossige Gebäude mit Flachdächern zugelassen werden. Im WA I sind dagegen nur Sattel-, Walm- oder Zeltdächer vorgesehen.

Für das Seniorenheim ist eine Tiefgarage und für jeden Pflegeplatz ein Stellplatz vorgesehen. Die Straßen des Wohngebietes sollen 7,50 Meter und eine reine Anliegerzufahrt 4,75 Meter breit werden. Der Gemeinderat billigte den Vorentwurf und beauftragte das Planungsbüro Kling Consult mit der ersten Öffentlichkeitsauslegung.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Haushalt fällt deutlich größer aus als im Vorjahr

Monika Holtkamp, die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, erläuterte den Haushaltsplan vor der abschließenden Beschlussfassung. Das Gesamtvolumen beträgt rund 9,2 Millionen Euro, das sind 1,4 Millionen mehr als 2018. Die Gesamtsumme teilt sich in den Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) mit 3,2 Millionen (Steigerung um 2,8 Prozent) und den Vermögenshaushalt (Investitionen) mit etwas mehr als sechs Millionen (Steigerung um 28,7 Prozent) auf. Zur Finanzierung der vorgesehenen Investitionen ist neben der Rücklagenentnahme von rund 1,7 Millionen eine Kreditaufnahme von nahezu 2,2 Millionen Euro geplant. Diese werden insbesondere für die geförderten Baumaßnahmen an der Grundschule (500000 Euro), für das neue Baugebiet und den Neubau des Bauhofs (je 600000 Euro) sowie für den kommunalen Wohnungsbau der „Paarhäuser“ mit 3,5 Millionen Euro gebraucht. Dazu kommen Ausgaben für die Digitalisierung der Schule, die Spielplatzaufwertung, die Leuchten am Generationenpark, Anschaffungen für die Feuerwehr sowie Zuschüsse für die Kirchendachsanierung und den Schützenverein. Für die Verwirklichung eines gemeinsamen Bürgerbusses mit den Mitgliedsgemeinden sind 20000 Euro vorgesehen. Wegen der Kreditaufnahme steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von null auf 1287 Euro, liegt aber immer noch unter dem Landesdurchschnitt von 2295 Euro. Trotzdem bleiben noch Rücklagen von 3,3 Millionen erhalten, und damit ist die Gemeinde rechnerisch noch immer schuldenfrei. Mit dem erfreulichen Überschuss aus 2018 in Höhe von 800000 Euro und der geplanten neuen Zuführung aus dem laufenden Verwaltungshaushalt von rund 200000 Euro dürften die Rücklagen zum Jahresende auf etwa 4,1 Millionen Euro anwachsen. In der Haushaltssatzung wurde eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 300000 Euro aufgenommen, damit die Straßenbaumaßnahmen für 2020 bereits in diesem Jahr vergeben werden können. Der Haushalt sei gut aufgestellt und die Gemeinde in der Lage, die gestellten Anforderungen zu regeln, lautete das Fazit sowohl von der Kämmerin als auch von Bürgermeister Gerhard Mößner. Der wies noch darauf hin, dass die Gemeinde mit 220000 Euro etwa die Hälfte der Personalkosten für den Kindergarten trägt. Die andere Hälfte wird durch staatliche Zuschüsse und Elternbeiträge erbracht. Die Haushaltssatzung wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Der Schützenverein erweitert seine Anlage

Der Schützenverein Hubertus Oberottmarshausen erweitert die Schießanlage seines Schützenheims im Bürgerhaus. Für die Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 20000 Euro vom Deutschen Sportschützenbund muss ein mindestens 25 Jahre geltender Pachtvertrag vorgelegt werden. Der bisherige Pachtvertrag aus dem Jahre 1987 beinhaltete eine Jahrespacht von 350 D-Mark. Bürgermeister Mößner schlug eine Verlängerung um 25 Jahre mit dem angepassten Pachtzins von 200 Euro pro Jahr vor. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Nicht verpachtete Äcker werden zu Wildkräuterwiesen

Die Gemeinde will etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun. In einer gemeinsamen Begehung mit Werner Burkhart, dem Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Augsburg-Land, erkundeten der Bürgermeister und Helmut Zott von der Verwaltungsgemeinschaft mögliche Flächen zur Anlage von Blühstreifen im Dorfgebiet. Dafür kommen eine Dreiecksfläche am südlichen Ortsbeginn und Streifen an der Straße nach Wehringen bei den Krautgärten sowie entlang der Bahnlinie infrage.

Die derzeit nicht verpachteten Lechfeldäcker südlich der Rainstraße sollen bis zur Erschließung des Baugebiets im Rahmen einer Dreifelderwirtschaft mit einjähriger Brache für Ackerwildkräuter genutzt werden.

Bankette werden stabiler befestigt

Die Anlage von Schotterrandstreifen mit Magerrasen an der Erlen- und Weidenstraße hat sich nicht bewährt. Die Ränder wurden beim Breitbandausbau und durch Befahrung beschädigt. Deshalb sollen die Bankette nun asphaltiert und teilweise mit Rasengittersteinen befestigt werden. Dieser Beschluss wurde mehrheitlich bei einer Gegenstimme gefasst.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren