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Ausbildung

15.11.2019

Praktische Tipps für angehende Studenten

Viele Fragen hatten die Mediziner beim Studienabend von Rotary zu beantworten: (von links) Medizinstudentin Anna-Maria Wahl, Arzt für Radiologie und Strahlentherapie Hans-Peter Freudenberger, Medizinerin Andrea Fries, Anita Fischer und Michael Schuldlos.
Bild: Nadine Kruppe

Beim Studien- und Berufsinformationsabend des Rotary Clubs Schwabmünchen gibt es Erfahrungen aus erster Hand

Was soll ich nach meinem Schulabschluss machen? Diese Frage stellen sich viele Abiturienten. Um einen Einblick in das Berufsleben zu geben, lud der Rotary Club Schwabmünchen zur Studien- und Berufsinformation in das Leonhard-Wagner-Gymnasium in Schwabmünchen ein. Alle zwei Jahre findet dieser Abend statt. In diesem Jahr kamen knapp 400 Elft- und Zwölftklässler von den Gymnasien aus Schwabmünchen, Buchloe, Türkheim, Königsbrunn und Landsberg.

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Wie wichtig der Termin ist, erklärte Ernst Färber, der Präsident des Rotary Club Schwabmünchen: „Die Berufswahl ist eine grundlegende Entscheidung für den Lebensweg. Jeder Schüler muss seine eigenen individuellen Fähigkeiten und Neigungen finden und sich dann für den richtigen Weg entscheiden.“ In 30 Klassenzimmern warteten 70 Referenten aus den Bereichen Medizin, Naturwissenschaft, Informatik, Wirtschaft, Recht, Ingenieurwissenschaft, Behörden, Lehramt, Soziales, Psychologie, Medien, Schauspiel, Musik und dualem Studium auf die neugierigen Schüler.

Die Jugendlichen konnten drei Bereiche auswählen und dort jeweils 30 Minuten den Referenten alle Fragen stellen, die sie für das Studium interessierten. So fiel auch für Sandra Müller aus Graben die Entscheidung für drei Bereiche nicht leicht: „Eigentlich wollte ich nicht studieren. Ich habe mir die Bereiche Allgemeinmedizin, Physik und Psychologie angeschaut. Physik hat mir sehr gefallen. Ich werde jetzt nochmal über ein Studium nachdenken“, sagte die Zwölftklässlerin.

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So unterschiedlich die Bereiche waren, so unterschiedlich waren auch die Fragen an die Referenten. Im Raum der Allgemeinmediziner saßen gleich sechs Referenten von der Studentin Anna-Maria Wahl bis zum ehemaligen Chefarzt Dr. Peter Schmidt, die den Interessierten Rede und Antwort standen. Anita Fischer und Michael Schuldlos, zwei Allgemeinmediziner aus Schwabmünchen, sprachen über die Aufgaben der Allgemeinmedizin und die Voraussetzungen für ein Studium. „Wir sind erste Anlaufstelle für die Patienten. Wir behandeln jeden Tag ein großes Spektrum an Krankheiten und begleiten die Patienten und sogar schon deren Kinder ein Leben lang. Das ist der Unterschied zu einem Mediziner in einer Klinik. Diese haben sich meistens auf einen Fachbereich spezialisiert und wenn der Patient entlassen ist, sieht man ihn nicht wieder“, erklärte Schuldlos. Anita Fischer ergänzte: „Man sollte sich nicht von den Voraussetzungen abschrecken lassen. Wenn man Interesse an Medizin hat, ist das Studium machbar.“ Anna-Maria Wahl studiert im fünften Jahr Medizin. Sie erläuterte die Wege zum Studium und die Wahl der Fachbereiche und berichtete von ihrem Studium.

Mit den Referenten der Polizei konnten die Abiturienten über Einstellungsvoraussetzungen, Ausbildungsbereiche und, für die Jugendlichen sehr wichtig, das Gehalt diskutieren. Auch über Vorteile als Abiturient oder über kleinere Delikte wie „Schwarzangeln“ als Straftat wurde debattiert.

Nach dem Abend zog Susanne Bock, die Abiturientenberaterin der Arbeitsagentur und Mitglied des Rotary Club, Bilanz: „Leider können wir nur Berufe mit Studium anbieten, da sonst die Vielzahl den Rahmen sprengen würde. In diesem Jahr haben wir bereits die Bereiche erhöht. Wir freuen uns, auf einen festen Stamm an Referenten zugreifen zu können, die sich immer wieder gern anbieten und uns die Arbeit erleichtern.“ (krun)

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