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Stauden

08.11.2018

Preisgekrönte Flutbremsen

Der Staudamm in Langenneufnach ist eine der Hochwassermaßnahmen, der den bayerischen Staatspreis 2018 gewonnen hat.
Bild: Karin Marz

Drei Staudengemeinden bekommen für ein vorbildliches Bauprojekt eine Prämie vom Ministerium. Welche Kriterien sie dafür erfüllen mussten.

Eine Einladung in das Bayerische Staatsministerium nach München haben die Vertreter der Gemeinden Langenneufnach und Mickhausen sowie der Marktgemeinde Fischach erhalten. Der Grund: Als einer der Sieger im Wettbewerb zum Staatspreis „Land- und Dorfentwicklung 2018“ ging der Hochwasserschutz an der Neufnach und Schmutter hervor. 5000 Euro Geldprämie gibt es für den Sieg in der Kategorie Wasserrückhalt und Hochwasserschutz.

Während eines Festaktes am 15. November bekommen die Bürgermeister Josef Böck, Hans Biechele, Peter Ziegelmeier sowie die örtlich Beauftragten der Teilnehmergemeinschaften Langenneufnach, Tronetshofen, Siegertshofen und Willmatshofen den Gewinn von der Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, überreicht. Bei der Siegerehrung werden auch Bernhard Atzkern und Ludger Klinge vom Amt für ländliche Entwicklung sowie ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth dabei sein.

Ins Rollen brachte das Ganze nämlich das Amt für ländliche Entwicklung in Krumbach, das vom Ministerium gebeten wurde, für den Wettbewerb geeignete Projekte zu melden. Ausgewählt wurde die vorbildliche Wasserrückhaltung der drei Staudenorte Langenneufnach, Fischach und Mickhausen.

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Reaktion auf große Schäden in den Jahren 2002 und 2005

Dieser Hochwasserschutz ging schon als schwäbischer Sieger des Wettbewerbs hervor. Dass dieses Projekt nun sogar den bayerischen Staatspreis gewonnen hat, darüber freuen sich die Verantwortlichen ganz besonders. Schließlich war ein Hochwasserschutz in den drei Gemeinden dringend nötig. Die beiden Hochwasser in den Jahren 2002 und 2005, die starke Überschwemmungen und massive Schäden verursachten, gaben den Anstoß für das Projekt. Mit Studien wurde die Grundlage für den dezentralen Hochwasserschutz gelegt. Als Glücksfall für die Gemeinden erwiesen sich außerdem die parallel in den Dörfern laufenden Flurneuordnungsverfahren, die die Umsetzung des Hochwasserschutzprojektes erheblich erleichterten.

Die Gemeinde Langenneufnach errichtete schließlich für 3,36 Millionen Euro einen Hochwasserdamm an der Neufnach mit einem Stauvolumen von circa 272000 Kubikmeter, der im Jahr 2013 fertiggestellt wurde. Parallel setzte der Markt Fischach im Ortsteil Willmatshofen den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken mit einem Stauvolumen von 4320 Kubikmetern als dezentrale Maßnahme um. Daneben wurden mehrere dezentrale Rückhaltebecken unter Beteiligung der Teilnehmergemeinschaften geschaffen. Auch weitere Maßnahmen wie Pufferstreifen entlang von Gewässern, Neuanlage von Hecken und Feldraine sowie der Bau eines erosionshemmenden Wegenetzes und eine veränderte Ackerbewirtschaftung. zur Wasserrückhaltung wurden ergriffen. Wie sich die drei Gemeinden die Geldprämie aufteilen werden, steht noch nicht fest. Bürgermeister Böck erklärte, dass die Gemeinde Langenneufnach auf jeden Fall beabsichtige, weiter in den Hochwasserschutz zu investieren.

Das Landwirtschaftsministerium vergibt alle zwei Jahre diesen Staatspreis. Eingereicht werden Projekte, mit denen Gemeinden, Teilnehmergemeinschaften und Bürger herausragende Leistungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen und der Standortqualitäten erbracht haben. (karma)

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