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Königsbrunn

05.04.2017

Premiere mit vollen Segeln

Einen bravourösen Einstand als neuer Dirigent legte Ricardo Döringer mit dem Königsbrunner Blasorchester hin.
Bild: Sybille Heidemeyer

Das Blasorchester Königsbrunn und Dirigent Ricardo Döringer harmonieren beim ersten gemeinsamen Konzert schon prächtig. Was es für die Zuschauer zu hören gibt.

„Im Frühjahrskonzert wollen wir unsere Freude am Musizieren zum Ausdruck bringen und hoffen, dass der Funke auf das Publikum überspringt“, wünschte sich Walter Schuler, der Vorsitzende des Blasorchesters Königsbrunn. Bei den tollen Darbietungen aller Mitwirkenden sprang der Funke am Samstagabend rasch auf die Besucher in der voll besetzten Turnhalle der Grundschule Süd über. Mit Spannung erwartet wurde die Premiere des neuen Dirigenten.

Den Konzertauftakt machten Ulf Kiesewetter und seine Bläserbande mit Schülern der dritten und vierten Klassen der Grundschulen Süd und Nord, die jeweils als Bläserklasse gemeinsam musizieren. Zwei Stücke gaben die Jüngsten im ersten Unterrichtsjahr mutig zum Besten und wurden mit viel Applaus belohnt. „Den Kindern macht es sehr viel Spaß. Wichtig ist neben dem Instrumentalunterricht auch das wöchentliche Zusammenspiel“, sagte Kiesewetter. Die Schüler im zweiten Jahr zeigten sich bei „Die Musikfabrik“ von Jan de Haan schon etwas geübter.

Dorothee Kiesewetter trat mit dem Vororchester Bläser der städtischen Musikschule auf, mit der das Blasorchester in der Ausbildung kooperiert. Sechs durchaus temporeiche Stücke präsentierten die Kinder tadellos und trauten sich auch, selbst ihre Lieder anzusagen. So gaben sie unter anderem mit „Irish Dream“ von Kurt Gäble und Rock-’n’-Roll- und Bluesmusik überzeugende Einblicke in ihre musikalischen Fortschritte.

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Nach einer kurzen Umbaupause war es dann so weit: Das Blasorchester und der neue Dirigent Ricardo Döringer hatten ihren mit Spannung erwarteten ersten gemeinsamen Auftritt. Mit dem Walzer „Mit vollen Segeln“ gelang ihnen ein brillanter Einstieg, und dieser Titel schien auch das Motto ihres großartigen Konzerts zu sein. So nahm auch Ramona Schuler die Allegorie der Schifffahrt in ihrer Moderation auf. Weiter ging die musikalische Reise vom Walzer „Böhmisches Gold“ über den „St. Florian Choral“ aus Österreich mit „Funiculì, funiculà“ nach Sizilien.

Dann nahm das Orchester das Publikum mit auf ein holländisches Dorffest, das Jacob de Haan in „Festa Paesana“ facettenreich vertonte. Wie auch bei den weiteren drei Stücken zeitgenössischer Blasmusikkomponisten harmonierten Dirigent und Musiker hervorragend. Mit positiver Ausstrahlung, in der Musik schwelgend mit ausladenden Gesten, beflügelte Döringer seine Musiker mit präziser Zeichengebung zu ausdrucksstarken musikalischen Glanzleistungen.

„Es ist fantastisch, was ich von meinem Vorgänger übernommen habe“, lobte Ricardo Döringer die Verdienste von Ulf Kiesewetter, der das Orchester neun Jahre geleitet hatte. „Das A und O für mich ist das Fordern und Fördern. Mir ist es wichtig, dass die Musiker nicht nur die richtigen Noten spielen, sondern auch mit Emotion und Stil musizieren“, sagte Döringer, der als Fagottist in 30 Jahren Orchestertätigkeit selbst viele, auch weltbekannte Dirigenten erlebte. Auch die Musiker, die sich auf einen neuen Dirigenten einstellen mussten und in weniger als drei Monaten alle Konzertstücke neu einstudierten, scheinen von Ricardo Döringer begeistert. „Er strahlt uns an und ist mit Freude voll bei uns“, sagte die Klarinettistin Anja Hofstetter. Der lang anhaltende euphorische Applaus und zwei Zugaben zeugten von einer überaus gelungenen Premiere, die große Vorfreude auf kommende Auftritte macht.

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