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Bobingen/Waldberg

04.07.2017

Radegundisfest: Regen, aber viel gute Laune

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3 Bilder
Die Badeenten sind Chefsache: Schwarzachtalervorsitzender Markus Kugelmann fischte persönlich die Siegerenten aus dem Wasser.
Bild: Anja Fischer

Die Prozession musste diesmal ausfallen, dafür gab es viel Feierstimmung im Festzelt.

Das Radegundisfest in Waldberg hat neben seiner langen Tradition - immerhin wird die Heilige seit 1812 in der Waldberger Kirche verehrt - ein ganz besonderes Flair. Darin sind sich die Waldberger und die Festbesucher aus der Umgebung einig. Sorge tragen dafür nicht nur die familiäre Atmosphäre und die liebevollen Details, auf welche die Veranstalter, der Musikverein „d’Schwarzachtaler“ achten, sondern auch dass (fast) jeder im Dorf irgendwie mit dem Radegundisfest zu tun hat. Sei es als Radegundismädchen, Böllerschütze, Kuchenbäcker, Badeentenverkäufer oder Musiker. Unzählige helfende Hände sind stets nötig, um das gute Gelingen zu gewährleisten. Und die Waldberger mit ihrer guten Dorfgemeinschaft können dabei auf viel Engagement zurückgreifen. Da ist es auch nicht so schlimm, wenn das Wetter mal nicht so mitspielen mag, wie in diesem Jahr.

Der erstmalige Kinoabend am Freitag war vom Wetter unabhängig. Im Zelt wurden auf der großen Leinwand „Findet Dorie“ und danach „Fack yu Göhte 2“ gezeigt. Das zusätzliche Veranstaltungsangebot wurde gerne angenommen. Am Samstag eröffneten Pfarrer Kresimir Gagula, Bürgermeister Bernd Müller und sein Stellvertreter Klaus Förster mit dem Bieranstich das eigentliche Radegundisfest. Bis weit in die Nacht wurde zur Musik der Musikkapelle Rammingen bei bester Stimmung gefeiert.

Am Sonntag spielten die Schwarzachtaler dann schon wieder frühmorgens zum Weckruf um 5.30 Uhr. Doch diesmal konnte dem Wetter nicht getrotzt werden. Die beliebte Prozession zu Ehren der heiligen Radegundis entlang der Schwarzach durch den Ort, musste wegen des anhaltenden Nieselregens am Vormittag abgesagt werden.

Nach dem feierlichen Hochamt ging es trotzdem für viele Kirchenbesucher zum Mittagessen ins Festzelt, welches bald bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auch hier wird aufs Detail geachtet. Der Festzeltschmuck mit großen Holzschildern, die Lebkuchenherzen ähneln, und unter dem Dach aufgehängten alten Musikinstrumenten macht deutlich, dass hier zwei Dinge im Rahmen der Tradition aufeinandertreffen: Musik und gemütliches Beisammensein. Der Mittagstisch wurde begleitet von der Jugend der Schwarzachtaler. Viele lockte es dann hinaus zur Schwarzach, als der Startschuss für das beliebte Badeentenrennen fiel. Dieses ist jedes Jahr ein großes Spektakel für alle Teilnehmer, fiebert doch ein jeder mit der Hoffnung mit, seine Badeente könnte in diesem Jahr die schnellste sein. Immerhin gab es mit einem Fahrrad und einem Grill wieder tolle Preise zu gewinnen. Für die Kinder hatten die Schwarzachtaler als zusätzliche Attraktion ein kleines Spieleangebot mit Kletterturm, Bockstechen, Wasserspritzwand und Gummibärchenschleuder organisiert. Daneben lockte der kleine Vergnügungspark mit Schießbude, Schiffschaukel, Süßwaren- und Spielzeugständen. Der Sonntagabend wurde musikalisch von der Humpa Bumpa Revolution gestaltet und wieder wurde bei bester Stimmung der Bierzeltbetrieb unterhalten. Mit dem Weißwurstfrühstück nach dem Gottesdienst endete am Montag das Fest.

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