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Königsbrunn

10.11.2019

Rallye für den guten Zweck: 7300 Kilometer durch sieben Länder

Anita und Roland Krätschmer vor ihrem zum Wohnmobil umfunktionierten Feuerwehrauto, das die Feuerwehr Königsbrunn spendete. In Banjul wird es zu einem Krankentransport umgebaut werden.
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Anita und Roland Krätschmer vor ihrem zum Wohnmobil umfunktionierten Feuerwehrauto, das die Feuerwehr Königsbrunn spendete. In Banjul wird es zu einem Krankentransport umgebaut werden.
Foto: Andrea Collisi

Meilen für Kinder: Ein Team mit neun Autos startet in Königsbrunn nach Afrika. Drei Dresdner und zwei Wessobrunner haben sich angeschlossen.

Längst ist es alle zwei Jahre in Königsbrunn ein großes Event, wenn die Mitglieder des Vereins „Meilen für Kinder“ sich aufmachen auf die Rallye Dresden–Dakkar–Banjul. Für den guten Zweck natürlich.

Verwandte, Freunde, Kollegen, Stadträte, Bürgermeister Franz Feigl sowie die Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser waren auch diesmal vor Ort, als die Fahrer im Konvoi von der Fischerhütte aus starteten. Aber auch Bürger der Brunnenstadt, die Geld gespendet hatten, wollten die Fahrer verabschieden. Großzügig gab der Wirt von der Fischerhütte mehr als 100 Braten- und Leberkässemmeln aus.

Feuerwehr spendet ein Auto

Von der Freiwilligen Feuerwehr Königsbrunn kamen der Kommandant Thorsten Hahn und sein Stellvertreter Helmut Peischl. Die Feuerwehr hatte wie schon vor zwei Jahren ein Auto gespendet. Eines, das jetzt in den nächsten drei Wochen zunächst als Wohnmobil von Anita und Roland Krätschmer fungiert, vor Ort dann aber als Krankentransporter umgebaut gute Dienste verrichten soll.

Roland Krätschmer, der Initiator, sprach seine große Dankbarkeit gegenüber allen aus, ganz besonders gegenüber der freiwilligen Feuerwehr und der Stadt Königsbrunn, die jedes Mal so großzügig seien. Aber auch den Mitgliedern des Vereins oder Bürgern, die sich engagierten, sei er zutiefst dankbar. Jede Spende zähle und werde eins zu eins für Bildungszwecke oder Gesundheitsvorsorge ausgegeben, unterstrich der Initiator.

Gerührt zeigte er sich auch von spontanen Gesten und Geldspenden noch vor der Abfahrt. Eine sehr großzügige Spende von 1000 Euro bekam der Leiter des Königsbrunner Ordnungsreferates von einer Nachbarin, die selbst Ärztin ist.

Fotos von den Spendern auf dem Feuerwehrauto

Spürbar war die Zufriedenheit bei einigen Menschen, die spendeten, dass hier kein Geld über bürokratische oder andere Wege verloren ginge. Auch für Sigrid Lesti ist das wichtig. Sie trug ihren Beitrag durch Kerzengestalten und -verkauf zusammen.

In diesem Jahr ist der Verein besonders über einige Tausend Spendeneuro glücklich, die man in konkrete Projekte stecken werde, zusätzlich zu den Autos, die dann noch vor Ort versteigert würden, erzählte Anita Krätschmer.

Man nehme das nicht als selbstverständlich hin und habe darum auch die Idee mit den Fotos von Spendern auf dem Feuerwehrauto verwirklicht.

Rund um die langjährigen Fahrer Roland Krätschmer und Gerhard Bayrle versammeln sich immer wieder neue Formationen, aber es sind auch einige dabei, die immer wieder mitfahren. Dieses Jahr schlossen sich zusätzlich zu den fünf Königsbrunner Autos auch noch weitere an (siehe unten).

Ein Auto aus Weilheim/Wessobrunn und drei weitere aus Dresden. Die Fahrer waren am Abend zuvor angereist, denn sie wollten einmal erleben, wie man die Abfahrt in Königsbrunn gestalte. Seit 2011 fuhren auch sie alle zwei Jahre mit und hatten dabei die Königsbrunner kennengelernt, waren auch in den vergangenen Jahren hier schon zu Besuch bei Festen in der Brunnenstadt oder bei privaten Geburtstagen, weil man sich angefreundet hatte.

„Jetzt wollten wir einfach mal mit den Königsbrunnern starten und mitfahren“, äußerte sich Adrian Goldberg. Für den Wessobrunner Franz Erhard gehört diese Fahrt auch ein wenig zu der Geisteshaltung, die er in seinem Heimatort verwirklicht sieht mit Gemeinwohlökonomie.

„Würden wir so leben, dass wir mit unserem Marktverhalten nicht Länder andere Kontinente ausrauben und arm machen, wären zumindest manche Arme nicht so schlimm dran“, unterstrich er.

Die Fahrer der Rallye

Fünf Königsbrunner Teams: 950 Anita und Roland Krätschmer;  951 Monika Venzke, Gerhard Bayerle;  952 Traudl und Fritz Bodenberger;  953 Ulrich Egger und Klau P. Rottmair:  954 Thomas Linke.

Ein Weilheim/Wessobrunner Auto: 934 Franz Erhard und Helmut Muche

Drei Dresdner Autos: 944 Maik Ahnert;  945 Adrian Goldberg;  949 Robert Kubis

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