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Kultur

23.04.2015

Raum für Linien und Strukturen

An welcher Stelle hängen die Bilder am besten? Anita Braxmeier und Wilhelm Eger fachsimpeln beim Hängen ihrer gemeinsamen Ausstellung im Bobinger Kunstverein. Ab Freitag ist das Ergebnis zu sehen.
Bild: Ingeborg Anderson

Anita Braxmeier und Wilhelm Eger bereiten eine Ausstellung vor

Linien und Strukturen sind es, die formell im Vordergrund einer Ausstellung im Bobinger Kunstverein stehen, die am Freitag im Unteren Schlösschen eröffnet wird. Für die ausstellenden Künstler Anita Braxmeier und Wilhelm Eger ist es die erste gemeinsame Ausstellung.

Feine Bleistiftzeichnungen sind das Medium, in denen Anita Braxmeier ihre Betroffenheit über Verletzungen, die Menschen einander zufügen, ausdrückt. In ihren filigranen Zeichnungen thematisiert sie Missbrauch, Grausamkeit oder erschütternde Momente, wie etwa den Wahnsinnsanfall Friedrich Nietzsches in Turin. Dazu läßt sie sich von Berichten in den Medien oder von Gedichten (z.B. Gottfried Benn „Turin“) inspirieren. Braxmeiers Zeichnungen bleiben dabei fragmentarisch, ohne schmückende Details konzentrieren sie sich auf die wesentliche Szene.

Mit Wilhelm Eger stellt ein Künstler aus, der eine ganz eigene Art des Aquarells entdeckt hat – das Eisaquarell. Er malt im Winter draußen vor dem Motiv und das gefrierende Wasser ordnet die Farbpigmente zu Strukturen, die an Eisblumen am Fenster erinnern.

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Den Menschen in seiner Schönheit zeigen

So entstehen Landschaften und Strukturen mit landschaftlicher Anmutung von winterlicher Farbigkeit. Es sind oft „trauernde“ Landschaften, sagt Eger.

Und hier treffen sich die beiden Aussteller im Inhaltlichen: Denn wie Anita Braxmeier zeigt auch Wilhelm Eger in seinen Bildern Verletzungen und die Fragilität, die die Existenz der Natur und des Menschen bestimmen.

Außerdem lässt Eger noch eine weitere Facette seines Werkes aufscheinen – den Menschen in seiner Schönheit zu zeigen, was eine Reihe von Aktbildern belegt. Zu dieser Seite seines Schaffens gehört auch eine Serie von Porträts prominenter Persönlichkeiten, in der er auch Bobingens Bürgermeister Bernd Müller gemalt hat.

Vernissage ist am Freitag 24. April um 19 Uhr. Einführende Worte wird der Künstler Hansjürgen Gartner sprechen. Dann ist die Ausstellung bis 24. Mai in der Galerie des Unteren Schlösschens, Römerstraße 73 zu sehen.

ist dann Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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