1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Rebellische Musik mit Hammondorgel und Stratocaster

Graben

27.07.2018

Rebellische Musik mit Hammondorgel und Stratocaster

Die Band HammOndStrat – hier mit Sängerinnen Julia Griesbauer und Michaela Bobinger – riefen bei den Zuhörern mit ihren Songs aus den 60ern und 70ern Jugenderinnerungen wach.
Bild: Petra Manz

Rock meets Classic: HammOndStrat geben in Graben ein Benefizkonzert zugunsten des Sozialfonds der Gemeinde.

Mit ihrem Benefizkonzert Rock meets Classic zugunsten des Sozialfonds der Gemeinde Graben lockte die Band HammOndStrat gut einhundert Zuhörer in den Gräbinger Bürgersaal. In drei Blöcken mit jeweils zwanzigminütiger Zwischenpause packten die schwarz gekleideten Bandmitglieder zusammen mit ihren Kultinstrumenten wie Hammondorgel und Stratocaster-Gitarre auch die Rock- und Popsongs der 60er- und 70er-Jahre aus.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zum Auftakt riefen Thomas Thanner am E-Bass, Georg Voglrider an der Hammondorgel, Bertram Hafner an der Gitarre, Peter Wittmeier am Schlagzeug, moderiert von Werner Habereder, mit dem Instrumentalstück „Time Is Tight“ (Booker T.) die späten 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts wach. Geschickt gewählt, denn das Publikum, fast ausnahmslos der Generation 55 plus angehörig, stieg sofort rhythmisch klatschend bei den wohlbekannten Klängen ein.

Und so fanden sich diese Zuhörer zurückversetzt in jene Zeit des rebellischen Aufbruchs und der starken Rockbands, als an diesem Abend vertraute, ungewöhnliche und neue Variationen bekannter Rockstücke mit Elementen klassischer Musik ein Klangfest feierten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Klar, dass Rockklassiker-Stücke von Procul Harum wie „A Whiter Shade of Pale“ nicht fehlten, wo unverkennbar Elemente von Johann Sebastian Bach ans Ohr schlagen. Mit „Light My Fire“ (The Doors) wurden Erinnerungen an den charismatischen Jim Morrison wachgerufen. Das später von den Sweathearts gecoverte Stück „I Feel Fine“ (John Lennon) rief dann die erfrischenden Stimmen von Michaela Bobinger und Julia Griesbauer auf die Bühne.

Weiter ging’s mit The Monkeys, George Harrisons „Something“, „Europa“ von Carlos Santana, aber auch Klassisches flocht die Band mit dem „Rondo à la Bach“ ein; wo Elemente von J. S. Bach sich mit Klängen von Procol Harum „Grand Finale“ vereinten.

Rockig frisch auch im weiteren Verlauf des Abends die Songs, zu denen Moderator Werner Habereder immer wieder plaudernd so viel Vertrautes aus dem gemeinsamen Erinnerungsschatz der Zuhörer zu erzählen wusste. So wie der Song „Mrs. Robinson“ von Simon & Garfunkel, der eng mit dem Film „die Reifeprüfung“ aus dem Jahr 1967 verbunden ist. Und auch eine Kuschelrunde mit „Weus’d a Herz hast wia a Bergwerk“ (Rainhard Fendrich) und „Weit weit weg“ (Hubert von Goisern) fehlte nicht.

Alle bekannten Bandnamen, die in den 60ern und 70ern die Musikgeschichte revolutionierten und die damaligen Hitlisten anführten, waren an diesem Abend im Repertoire von HammOndStrat vertreten: The Hollies, Manfred Man, The Beatles, Eric Clapton und Abba. Sie alle hatten die Jugend und das frühe Erwachsenenalter dieses Publikums geprägt. Und so verwunderte es nicht, dass am Ende so mancher Zuhörer mit feuchten Augen und einem Lächeln auf dem Gesicht den Gräbinger Bürgersaal verließ.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren