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Königsbrunn

15.02.2018

Reinemachen zum Faschingsabschied

Die CCK-Prinzenpaare geben die Macht ab: Bürgermeister Franz Feigl hat seine Rathausschlüssel zurück.
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Die CCK-Prinzenpaare geben die Macht ab: Bürgermeister Franz Feigl hat seine Rathausschlüssel zurück.

Der CCK Fantasia hat eine intensive Saison hinter sich. Mit gewaschenen Geldbeuteln geht es zurück in den Alltag.

Am gestrigen Aschermittwoch erhielt Bürgermeister Franz Feigl symbolisch die Rathausschlüssel zurück, die die Narren ihm am 11. 11. abgenommen hatten. „Und nun muss er das Durcheinander richten, dass wir hinterlassen haben“, scherzte Jürgen Langhammer, Präsident des CCK Fantasia. Eine Abordnung des Karnevalclubs und eine Gruppe des Kinderhortes Süd kamen zur Rückgabe der Schlüssel und dem obligatorischen Geldbeutewaschen ins Rathaus.

Schnell war deutlich, dass der Rathauschef keineswegs den Eindruck hat, hinter den Narren aufräumen zu müssen – im Gegenteil: Er dankte für das Engagement und fürs Repräsentieren im Karneval. „Und das Programm war wieder bärig“, sagte Feigl. Langhammer und CCK-Vorsitzender Dieter Schwab zogen zum Abschluss der Saison Bilanz. 32 Auftritte absolvierten die Kinder- und Jugendgruppen und die Showtanzgruppe der Erwachsenen sogar 43. Das Männerballett Die Taktlosen 2.0 stand 15 Mal auf der Bühne. „Fast 50 Prozent der Auftritte der Showtanzgruppe fielen auf die letzten fünf Faschingstage“, betont Langhammer.

Über 3000 Kilometer im Bus zurückgelegt

Das macht verständlich, warum gestern alle von „einem lachenden und einem weinenden Auge“ sprachen. Einerseits war es für die Beteiligten anstrengend, andererseits aber auch sehr erlebnisreich. Jugendprinz Maximilian I., der seine erste Faschingssaison hinter sich hat, formulierte es so: „Das war eine unvergessliche Zeit mit Mädels, zu denen ich vorher keinerlei Bezug hatte und nun sind wir ein ganz tolles Team.“ Über 3000 Kilometer legten die Aktiven im Bus zurück. „Teilweise haben wir im Bus gelebt“, erzählte Schwab schmunzelnd. Die Saison sei kurz aber intensiv gewesen.

Trotz der Erkältungswelle, die durchs Land zieht, habe es nur wenige Ausfälle gegeben, war von Langhammer zu erfahren. Falls doch einmal solch ein Fall eintritt, wird improvisiert und der Zuschauer merkt kaum etwas davon. „Oft passiert das ja sehr kurzfristig, auch wenn jemand nicht rechtzeitig von seinem Job kommen kann“, sagte Langhammer. „Da habe ich größten Respekt, wie schnell alle umplanen.“ Von Langhammer kamen auch nachdenkliche Töne: Wenn das Programm nach sechsmonatiger Vorbereitungszeit das Publikum begeistert, dann sein man schon zufrieden und man denke, es gehe nicht besser. „Aber jedes Jahr legten wir noch eine Schippe drauf.“ Die Ansprüche, die die Aktiven an sich selber stellen, werden immer höher. Die Belohnung dafür sei es hohes Ansehen des Königsbrunner Karnevalvereins in der gesamten Region. Andere Vereine kommen gerne mit ihren Prinzenpaaren in die Brunnenstadt.

Ärger über Fernsehteam, das den Fasching lächerlich machte

Allerdings ärgert sich der Karnevalspräsident auch gewaltig, wenn der Fasching in der Region lächerlich gemacht oder schlecht geredet werde. Ein Fernsehteam hätte vor Veranstaltungsbeginn den leeren Augsburger Rathausplatz gefilmt, um sagen zu können, hier sei nichts los. „Fair ist was anderes“, sagte Langhammer, der seinem Ärger Luft machte. Doch aller Ärger war beim Geldbeutelwaschen schon wieder verflogen. Aus gelbgetupften Gießkannen floss das Wasser in die bereit gehaltenen leeren Geldbeutel, damit diese – so gesäubert – baldmöglichst wieder aufgefüllt werden können.

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