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Vorträge

29.04.2014

Revolution mit Tinte und Feder

Dozenten der Uni Augsburg präsentieren ab 8. Mai wieder Themen im Generationenpark

Nach dem starken Echo im Vorjahr kooperiert die Universität Augsburg auch in diesem Jahr wieder mit dem Kulturbüro. Kultur- und Bildungsmanagerin Ursula Off-Melcher und die Präsidentin der Uni Augsburg, Sabine Doering-Manteuffel, ermöglichen eine Ringvorlesung mit sechs populärwissenschaftlichen Vorträgen.

Zum Auftakt am Donnerstag, 8.Mai, um 19 Uhr spricht Dr. Mathias Kluge über das Thema „Mit Tinte und Feder: die vergessene Medienrevolution vor dem Buchdruck.“ Die Vorträge finden alle im Café der Wohnanlage Generationenpark an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 38 statt. Hintergrund des Themas: Das Spätmittelalter brachte eine gegenüber dem Buchdruck kaum beachtete Medienrevolution mit einer mindestens ebenso epochalen Wirkung.

Wie verändert Schreiben den Alltag im Spätmittelalter?

Revolution mit Tinte und Feder

In seiner mit dem Universitätspreis des Bezirks Schwaben ausgezeichneten Studie betrachtet Kluge ihre Auswirkungen auf den politischen Alltag in der spätmittelalterlichen Großstadt Augsburg und rekonstruiert dabei erstmals die Entstehungsgeschichte ihres international bedeutenden Archivs. Eine der nachhaltigsten Wirkungen des deutschen Spätmittelalters war der gewaltige Anstieg der Schriftlichkeit. Schrift zu gebrauchen, war an sich nichts Neues. In Klöstern wurde seit Jahrhunderten geschrieben, vor allem aber liturgische Handschriften.

Neu war hingegen eine enorme Ausweitung und Beschleunigung des Schriftgebrauchs auf viele Bereiche des Alltags, die seit dem 13. Jahrhundert weite Teile der Gesellschaft im deutschsprachigen Raum erfasste. Das bedeutet nicht, dass am Ende des Mittelalters alle Menschen lesen und schreiben konnten. Doch wurde es im Laufe des 14. Jahrhunderts auch für Handwerker und Bauern wichtig, schriftliche Dokumente zu besitzen und solche auch selbst ausstellen zu können.

Weitere Themen der Ringvorlesung

Ina Jeske, M.A: „Zu weiß für die Schwarzen und zu schwarz für die Weißen?“ Der ästhetisch-künstlerische Umgang mit Rassismus und Identität im deutschsprachigen Rap.

Dr. Dominik Helms zu „Tradition und Innovation: Die Übersetzungstechnik der Septuaginta am Beispiel von „Daniel in der Löwengrube“

Dr. Volker Zepf über „Seltene Erden – Mythos und Wirklichkeit“

Ken Massy, M.A. zu „Zwischen West und Ost – Gräber am Beginn der Bronzezeit um Königsbrunn“

Dr. David Kerler über „John Banvilles The Sea (2005): Erinnerung und Intertextualität“.

zu denVorträgen ist im Kulturbüro erhältlich. Der Eintritt ist frei, jedoch sind die Plätze begrenzt.

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