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Richtige, aber überfällige Entscheidung zur Heizungsanlage in Mickhausen

Kommentar Von Siegfried P. Rupprecht
11.12.2020

Plus Hat das Hin und Her um die Heizungsanlage in Mickhausen jetzt ein Ende? Die Hartnäckigkeit von Bürgermeister Mirko Kujath war jedenfalls gut.

Den Mickhausern ist nur schwer zu erklären, warum ihre Gemeinderäte vier Anläufe brauchen, um sich für die Platzierung einer Heizung mit Pelletslager für die Kindertagesstätte St. Wolfgang zu entscheiden. Beschluss und Aufhebung des Beschlusses - und das wiederholte Male. Einmal Alte Schule, dann externes Heizhaus, dann wieder Alte Schule und jetzt ein Standort am neu geplanten Eingang auf der Nordseite der Betreuungseinrichtung. Das klingt auf den ersten Blick alles andere als professionell.

Gemeinderäte kreiden Bürgermeister bei Wärmeversorgung Salamitaktik an

Im Gremium sind dazu unverhohlen Stimmen laut geworden. Sie beklagen fehlende Informationen. Andere wiederum sehen sich bestätigt, dass die maroden Kellerräume der Alten Schule ohnehin nicht der richtige Platz für eine moderne und zugleich sensible Heizung gewesen seien. Ein anderer Teil kreidet Planer und Architekt eine Salamitaktik an.

Richtig ist: Anfangs sind die Beteiligten von einer sogenannten großen Lösung ausgegangen. Da haben noch die Pfarrei und auch etliche Nachbarn ihr Interesse an der geplanten Wärmeversorgungsanlage bekundet. Nachdem die Interessenten weggebrochen sind, ist nur noch die Kindertagesstätte übrig geblieben. Wegen der neuen Situation ist das keine lange und teure Lösung. Zumal ein Pelletslager dort enorme Kapazitätsgrenzen aufweisen würde. Da tut es jetzt auch eine kleine Lösung, zumal die Gemeinde von Finanzsorgen geplagt ist.

Mickhausens Bürgermeister Kujath war hartnäckig und trotzdem flexibel

Insofern ist es richtig gewesen, dass Bürgermeister Mirko Kujath hartnäckig war und sich deutlich für eine andere als die ursprünglich getroffene Entscheidung eingebracht hat. Der jetzige Beschluss hat den Vorteil, dass die Gemeinderäte in Ruhe über die künftigen Geschicke der Alten Schule beraten und nun das Optimale für das Gebäude herausholen können.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Beim jetzigen Standort bleiben die geplanten Toiletten für die Friedhofbesucher auf der Strecke. Vielleicht ist diese Sache aber nur aufgeschoben und kann mit einer künftigen Nutzung der Alten Schule wieder aktiviert werden.

Lesen Sie dazu auch: Kehrtwende: Jetzt erhält der Mickhauser Kindergarten eine eigene Heizung

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