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Ultratour

02.11.2008

Riesige Strapazen, tolle Erlebnisse

Spannend, packend, interessant, lehrreich, wachrüttelnd: Bezeichnungen für die Multivisionsshow von Christian Rottenegger gäbe es noch viele. Er startete seine bis zu vier Jahre dauernde Vortragsreihe in seiner Heimatregion.

Von Reinhold Radloff

Schwabmünchen/Bobingen - Spannend, packend, interessant, lehrreich, wachrüttelnd: Bezeichnungen für die Multivisionsshow von Christian Rottenegger gäbe es noch viele. Er startete seine bis zu vier Jahre dauernde Vortragsreihe in seiner Heimatregion und für einen Mitveranstalter, der ihn vor, während und nach seiner halbjährlichen Tour mit unzähligen Berichten aktuell begleitete: die Schwabmünchner Allgemeine und Königsbrunner Zeitung. Zusammen mit der Alpenvereinssektion Schwabmünchen und dem Bobinger Kulturamt schaffte es Rottenegger, zweimal volle Säale in der Schwabmünchner Stadthalle und der Bobinger Singoldhalle zu haben. Und es hätten bei größerer Hallenkapazität noch mehr als rund 900 begeisterte Zuhörer sein können.

Sie waren fasziniert von den beinahe emotionslos vorgetragenen unglaublichen Erlebnissen eines äußerst informativen Christian Rottenegger. Der Abenteurer legte mit seinem Rad und seinem Team vom 1. Februar 2007 bis zum 11. Juni desselben Jahres 9430 Kilometer von Augsburg bis Skardu in Pakistan im Sattel zurück. Anschließend versuchten er und sein Expeditionsteam, den 8037 Meter hohen Gasherbrum II zu besteigen. Ein Unterfangen, das sich wettertechnisch äußerst schwierig gestaltete und dramatisch verlief. Der erste Versuch endete nur 300 Meter unterhalb des Gipfels, weil Sturm und Schnee ein Weiterkommen unmöglich machten. Der letzte wurde zu einer Rettungsaktion für eine andere Expeditionsgruppe, die auf rund 6700 Metern Höhe in eine gigantische Lawine geraten war. Trotz aller Bemühungen kam für zwei von ihren Bergsteigerkollegen jede Hilfe zu spät. An eine Gipfelbesteigung war nach den kraftraubenden Grab- und Sucharbeiten nicht mehr zu denken.

Ende Juli war das gesamte Rottenegger-Team wieder gesund zu Hause. "Auch wenn wir den Gipfel nicht erreicht haben, ich denke, unsere Ultratour war trotzdem ein Erfolg, weil wir alle noch leben", betont Rottenegger in seinem Vortrag, der einen Höhepunkt nach dem anderen an Erlebnissen, Bildern und Filmsequenzen aufweist. Der Kampf mit der Kondition, der Gesundheit, dem Durchhaltevermögen, den Behörden, den Naturgewalten, all das und vieles mehr wird äußerst anschaulich dargeboten.

Auch wenn die Anstrengungen auf der Ultratour für den Normalmenschen und auch für erfahrene Bergsteiger und Radfahrer beinahe unmenschlich erscheinen, Rottenegger hat sich damit einen lange gehegten Traum erfüllt. Und: "Es wird wieder einmal so etwas geben, vielleicht 2010", strahlt der Abenteurer über das ganze Gesicht.

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