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Klosterlechfeld

15.01.2020

Rollt der Seniorenfahrdienst bald im Lechfeld?

Mobilität auch im Alter bringt der von der Stadt Schwabmünchen und der Gemeinde Hiltenfingen geförderte Seniorenfahrdienst, den es seit einigen Jahren gibt. Jetzt soll das Konzept auf das Lechfeld ausgedehnt werden. Archivfoto: Matthias Baumgartner

Das Angebot soll älteren Menschen den Alltag erleichtern. In Schwabmünchen gibt es den Service schon seit einigen Jahren. Jetzt soll der Fahrdienst auch in Klosterlechfeld kommen – unter einer Bedingung.

Mobil bleiben im Alter – ein Seniorenfahrdienst soll das künftig auch in Klosterlechfeld möglich machen. In der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr stand das Thema ganz oben auf der Tagesordnung. In Schwabmünchen gibt es den Seniorenfahrdienst schon seit mehr als fünf Jahren. Nun könnte das Angebot auf das Lechfeld ausgedehnt werden.

Andreas Claus, Vorsitzender des Caritasverbands Schwabmünchen, erläuterte das Konzept des Seniorenservice Schwabmünchen. Demnach könnten Senioren ab 70 Jahren und Schwerbehinderte dann zu allen Zielen in den benachbarten Gemeinden einschließlich Schwabmünchen gefahren werden. Ein Service von Tür zu Tür, egal ob es zum Arzt, zum Einkaufen oder ins Café geht.

Das Angebot besteht jeden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr und jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr. Die einfache Fahrt kostet für den Nutzer drei Euro. Schwabmünchen hat den Anfang gemacht, später kamen Hiltenfingen und Großaitingen hinzu. Nun diskutierten die Mitglieder des Gemeinderats Klosterlechfeld über die Einführung des Fahrdienstes für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Rollt der Seniorenfahrdienst bald im Lechfeld?

Ehrenamtliche Fahrer sind schon gefunden

Der Seniorenservice in der Sozialstation Schwabmünchen würde dafür ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stellen. Die Fahrer sollen ehrenamtlich tätig sein und eine steuerfreie Aufwandsentschädigung, eine sogenannte Ehrenamtspauschale, erhalten oder als Minijobber angestellt werden. Laura Eder, die das Nachbarschaftshilfeprojekt „Wir daheim auf dem Lechfeld“ koordiniert, sagte dazu, dass es bereits ein Team von ehrenamtlichen Fahrern in Klosterlechfeld gibt. Diese fahren bisher mit ihren Privatfahrzeugen.

Andreas Claus vom Caritasverband Schwabmünchen erklärte, dass das Fahrzeug des Seniorenservice auch außerhalb der Standardzeiten im Rahmen der Nachbarschaftshilfe im Car-Sharing mit Königsbrunn genutzt werden könnte. Als Standort des Fahrzeugs schlug er das Ärztezentrum in Untermeitingen vor. Klosterlechfelds Zweiter Bürgermeister Erwin Mayr sprach sich dafür aus, den Standort des Seniorenfahrzeugs eventuell nach Klosterlechfeld zu verlegen.

Die Kosten könnten mit Zuschüssen gesenkt werden

Für den Seniorenfahrdienst müsste die Gemeinde Klosterlechfeld zwischen 6500 und 7600 Euro pro Jahr aufwenden. Für die Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld mit Untermeitingen würden insgesamt 25400 Euro anfallen. Diese Kosten könnten durch Einsatz von mehreren ehrenamtlichen Fahrern oder externe Zuschüsse reduziert werden.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Einführung des Seniorenfahrdienstes aus, insbesondere Matthias Krause (GfK), Claudia Laerm (UKW) und Heike Rieke (SPD) plädierten dafür. Allerdings unter der Bedingung, dass sich auch die Gemeinden Untermeitingen und Obermeitingen daran beteiligen. Zudem soll die Projektlaufzeit zunächst auf zwei Jahre begrenzt werden. Ein halbes Jahr vor Projektende soll die Fortführung dann neu bewertet werden.

Der Gemeinderat Untermeitingen will kommende Woche über die Einführung des Angebots diskutieren. Sollten die Gemeinderäte in Unter- und Obermeitingen dem Angebot zustimmen, könnte der Seniorenfahrdienst bald auch auf dem Lechfeld starten.

Weitere Themen im Gemeinderat:

Kommunalwahl Der Gemeinderat sprach sich außerdem dafür aus, das Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei der Kommunalwahl am 15. März von bisher 40 Euro auf 90 Euro anzuheben. Die Erhöhung erschien den Mitgliedern wegen des größeren Aufwands und der längeren Zeit angemessen.

Vereinsparkplätze Die Außenanlagen am Bahnhofsgebäude sind fertiggestellt. Nun werden sechs Parkplätze für die Mitglieder der beiden Vereine Steinheber und Lecharia an der Westseite ausgeschildert. Die Zufahrt erfolgt als Einbahnstraße vom Park-and-Ride-Platz aus.

Baumaßnahmen In der Schwabmünchner Straße in Klosterlechfeld soll ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen und Tiefgarage errichtet werden. Der Gemeinderat beschloss vorsorglich die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans, um die mit dem Landratsamt vereinbarte Planung zu sichern. Durch den Ausbau eines Dachgeschosses zu einer Wohnung mit Außentreppe im Finkenweg werden zwei zusätzliche Stellplätze notwendig. Der Gemeinderat empfahl den Bauherren, den bestehenden Carport zu erweitern und so die Parkplätze zu schaffen.

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